Überbrückungshilfe

Finanzspritze für das AKH

16. Dezember 2011, 20:49

Bund unterstützt Medizinische Universität finanziell - Keine Reduktion der Nacht- oder Wochenenddienste

Weihnachtsfriede im größten österreichischen Spital: Das Allgemeine Krankenhaus erhält eine Überbrückungshilfe. Die drohenden Einsparungen und damit Proteste der Belegschaft sind nun vom Tisch - vorerst.

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Wien - Am Wiener AKH wird der angedrohte Sparkurs, verbunden mit neuerlichen Protesten der Belegschaft, wieder abgeblasen. Das Spital erhalte für das fehlende Geld eine "Überbrückungshilfe" , erklärte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (VP) am Freitagabend nach einem Gespräch mit Vertretern der Uni, des AKH und der Stadt Wien.

Damit wird es die ab Februar geplanten Einschränkungen nicht geben. Vorgesehen war etwa eine Reduktion bei den Nacht- oder Wochenenddiensten. Die Ärzte am AKH hatten dagegen zuletzt im Rahmen mehrerer Betriebsversammlungen protestiert. Mit der Vereinbarung sei die Finanzierung der Journaldienste bis zum Sommer 2013 sichergestellt, "sämtliche Leistungen für Patienten bleiben im bestehenden Umfang erhalten" , erklärte Töchterle.

Die Medizin-Universität, in deren Sold das Personal steht, bekommt die nötigen Mittel als Vorgriff auf das Budget der kommenden Leistungsvereinbarung. Diese Mittel seien dann "entsprechend zu refundieren" , so das Wissenschaftsministerium. Die Voraussetzung für den einmaligen Vorgriff sei, dass alle Beteiligten bis dahin kostensparende Journaldienstmodelle und Modelle der Betriebsführung und Synergien mit der Stadt Wien ausarbeiten. Damit müsse künftig verhindert werden, dass eine derartige Finanzlücke wieder entstehe, hieß es in der Aussendung.

Nun sollen AKH, Med-Uni und der Betriebsrat strukturelle Maßnahmen ausarbeiten. Offenbar versteckt sich dahinter der Plan, das AKH einer von Stadt Wien und dem Bund getragenen Betreibergesellschft zu unterstellen. Auch der Rektor der Med-Uni, Wolfgang Schütz und Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SP) begrüßten die Einigung.

Probleme gibt es dafür bei den acht Wiener Ordensspitälern:"Wir stehen mit dem Rücken zur Wand" - mit diesen Worten haben Vertreter am Freitag von der Stadt Wien eine Anhebung der Subventionen um 18 Millionen Euro für 2012 gefordert. Die Subventionen seien zwar 2010 auf 37 Millionen gestiegen, gleichzeitig habe die Stadt aber Mittel für Investitionen gesenkt. "In den vergangenen Jahren sind unsere Patientenzahlen kontinuierlich gestiegen", sagte Manfred Greher, Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu-Spitals. 20 Prozent der Patienten werden in Wien in Ordensspitälern behandelt.

"Wir können kein Bekenntnis der Stadt zu den Ordensspitälern wahrnehmen", konstatierte der Gesamtleiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, Reinhard Pichler, der gleiches Geld für die selben Leistungen fordert. Gemeindespitäler erhalten für dieselbe Operation mehr Geld aus dem Wiener Gesundheitsfonds als Ordensspitäler. Die Stadt verwies darauf, dass die Subventionen kontinuierlich erhöht worden seien. 2012 werde gleich viel fließen wie heuer, betonte Gesundheitsstadträtin Wehsely. (fern, APA/DER STANDARD, Printausgabe, 17.12.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 72
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Zweitgeist
00
17.12.2011, 17:46
nachhaltige lösungskompetenz

hab ich das jetzt richtig verstanden: die zusätzlichen mittel sind dann in den folgejahren zurückzuzahlen? sicher sind jetzt alle stolz auf ihre nachhaltige lösungskompetenz.

brennender luster
00
17.12.2011, 17:00
eingangstüre

was den eingangsbereich betrifft,so wird so verhindert das die Zugluft so durch die halle fährt,das man sie noch in der ukraine spüren kann!!!!
Sich über das zu mokieren ist echt schwach!!

ich nicht
20
17.12.2011, 14:43
fuer george michael ist genug an ressourcen da, um die aids station abzugiegeln...

...beim normalverbraucher wird dann die kohle knapp

Jehane
00
19.12.2011, 11:07

Ich glaub, George Michael wird sich die Behandlung im AKH locker leisten können, der kostet uns keinen Cent.

Herr Plumm
00
17.12.2011, 16:21
pffff.

keine sorge, für den zahlt seine private krankenversicherung eh alles.

woody999
01
17.12.2011, 13:42
die ordensspitäler werden ausgehungert

die arbeiten viel kostengünstiger .

warum werden die nicht besser unterstützt? dort wäre unser geld doch viel effizienter eingesetzt!

aber an eine große reform des spitalswesen traut sich keiner drüber!

haben wir nur unfähige feiglinge in der politik?

Thomas Duck
00
20.12.2011, 12:52
Klingt nach professionellem Posting ...

Das Wording dieses Postings wirkt doch etwas zu gut vorbereitet.

hot doc
01
17.12.2011, 22:07
die ordensspitäler betreiben rosinenklauberei.

das allerwichtigste ist den betreibern, dass genügend sonderklassepatienten aufgenommen werden, damit der hausrücklass fett ist, und die primar- und oberärzte nicht über das miese grundeinkommen des krankenhauserhalters klagen. sk-gelder machen für oberärzte eine vedopplung bis vervierfachung des einkommens aus, von primaren ganz zu schweigen.
und deshalb macht man nicht auf medizinische versorgung, sondern sucht sich raus, was einerseits geld über lkf-punkte reinbringt, andererseits die sonderklassestationen zu füllen, bzw den geldbeutel reicher witwen zu öffnen imstande ist (spenden, erbschaften). basisversorgung ist ein lippenbekenntnis, bzw. ein mittel zum zweck, weil sonst unsere steuergelder nicht mehr reinregnen würden.

woody999
00
18.12.2011, 09:40
interessante information

danke!

Titus Petronius
20
17.12.2011, 17:42

Deswegen werden die Ordensspitäler ja ausgehungert. Peppone will den Kostenwahnsinn so gerne als alternativlos argumentieren können.

Das einzig mittelfristig Gute daran ist, dass sich die Sozialisten immer selbst zugrunde gewirtschaftet haben, früher oder später. Es dauert halt lang.

In den letzten 30 Jahren ist wenigstens der Konsum, Bawag, die Z, Bank Austria, etc. weggebrochen und der ÖGB hat massiv an Einfluss verloren.

In der Gesundheitsversorgung herschen halt noch die alten Pfründe, wo der Patient nichts weiter als ein notwendiges Übel ist, das man locker an jeder Station 5 Stunden warten lassen kann.

Dieselbe Chuzpe wie auf den Magistraten, und sogar dort wird es mühselig langsam besser.

Klimagott himself
00
17.12.2011, 14:09

kurze antwort auf all ihre fragen: wo viel geld ist, ist auch viel sumpf und korruption. die, die was zu sagen haben, hängen meist alle mit drin (mit ihren beiden händen) und haben kein interesse daran, daß das geld anders verteilt wird.

in der politik haben wir keine feigen, sondern gekaufte. ihre interessen oder die des volkes werden nicht vertreten. wer zahlt, schafft an, das ist die einzige regel.

Erwin Wolfram
00
17.12.2011, 12:17
Uebersetzung

Unsere IT geht gar nicht und wir haben gar kein Geld deshalb verkaufen wir unsere Daten nein Taten an die Politik, denn unserer Psychiatrieabteilung fuellen wir ja auch mit den Opfern. Mal sehen wie viel das wert ist.

RS69
 
00
17.12.2011, 11:51

Wieder eine Sparmassnahme als "zusätzliches Geld für's Bildungssystem" verkauft.

Wer fällt den auf sowas rein?

Franz Schwingenschrot
00
17.12.2011, 11:18

Na hoffentlich ist in der Finanzspritze auch genug finanzserum drin.
http://gedaunknsplitta.blog.de

der schalldämpfer
02
17.12.2011, 11:15
Das bringt mich auf eine großartige Idee…

… wir haltn’s lünftig mit den Politikergehältern genau so. Das Gehalt ist grundsätzlich als Überbrückung anzusehen, die bei Mißwirtschaft wieder zurückerstattet werden muß. Je länger ich dran denk, desto besser gefällt mir diese Idee… :)

Und im Übrigen bin ich der Meinung, sämtliche Parteispenden über 100 Euro müßten offengelegt werden.

Hans-Georg Peitl
10
17.12.2011, 10:05
Mal ganz ehrlich

Mal ganz ehrlich: Sollte man in den Privatfirmen in Zukunft auch einmal probieren.

Wenn man also entlassen werden soll: Nicht die Firma verlassen. Auf seinen Platz setzen und solange streiken, bis man bleiben darf.

Oder???

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen
http://jachwe.wordpress.com

IHR WERNER HANSCH
00
17.12.2011, 12:11

ja unbedingt...in der ach so tollen privatwirtschaft geht es ja um leben und tod...

bei aller polemik sollte man vielleicht mal daran denken was ärzte in 60+ stunden wochen leisten....und für (relativ gesehen) welchen lohn...ihr leistung kann man halt nicht so gut in zahlen messen wie die irgendwelchen firmenbosse....

IHR WERNER HANSCH

Hans-Georg Peitl
00
17.12.2011, 12:38
Was sich Ärzte leisten

Was sich Ärzte leisten habe ich nunmehr gut sieben Jahre feststellen dürfen, indem man

.) meiner Frau eine Zyste nicht herausgenommen hat, die man angeblich trotz des bereits beginnenden Knochenabbaus auch im AKH nicht entdecken konnte
(die Zyste musste letztendlich im Ausland entfernt werden)

.) man in weiterer Folge den Knochenaufbau so verhunste, dass man nur mit Mühe überhaupt Implantante setzen konnte

.) Die Implantate so gesetzt wurden, dass ein jeder andere Arzt sich fragt, wer da eigentlich gearbeitet hat.

Ich bin der letzte, der nicht für eine gute Medizin eintritt, aber bitte eine Gute.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen
http://jachwe.wordpress.com

hot doc
00
17.12.2011, 21:55
es gibt keine freiheitlichen christen.

was die fpö vertritt, hat zweifellos mit der lehre jesu gar nichts zu tun, und sie sind ein irrlichternder wirrkopf.

ansonsten sollten sie schon präzisieren, an welcher abteilung das beschriebene vorgekommen ist, denn "das akh" besteht aus verschiedenen unabhängigen kliniken, wobei die guten nicht schuld an der existenz schlechter kliniken sind. ich nehme an, es handelt sich um die kieferchirurgie, dann verstehe ich auch ihr problem - unabhängig von meiner verachtung für ihre weltanschaung.

Klimagott himself
10
17.12.2011, 14:11

wenn sie gute versorgung wollen, gehen sie nicht ins akh. im besten falle haben sie jemanden bei der hand, der ihnen sagen kann, welcher arzt auf welchem gebiet gut ist und gehen gezielt zu diesem typen.

ins akh sowie in bestimmte andere krankenhäuser würd ich mich nichtmal zum sterben reinlegen.

ich nicht
21
17.12.2011, 09:03
das akh ist weder medizinisch noch organisatorisch weltspitze.

...das ist nur die exzessiven kosten dort

hot doc
00
17.12.2011, 09:22
man sont sich im akh unverschämt an den wenigen oasen der intelligenz,

die noch nicht vom intrigenstadel sogenanter "hochschulpolitik" umgebracht wurden. ein paar wenige kreative arbeitsgruppen bringen regelmäßig toppublikationen zustande,und der rektor (was hat dieser übrigens in letzter zeit publiziert?) macht einen auf eliteuniversität.der ärztliche direktor ist kellerchirurg, der noch nie eine bettenstation oder ambulanz geführt hat.die jungen kollegen werden verheizt zwischen ärztlicher ausbildung und einer vorgabe an wissenschaftlicher publikationstätigkeit,sodass man am ende der facharztausbildung entweder gescheiterter wissenschaftler,oder gescheiterter facharzt ist - nur die letzteren haben eine chance zu bleiben.patienten sind nur als lieferanten wissenschaftlicher daten willkommen,studenten niemals.

Mick_Jagger
00
17.12.2011, 11:53
Das stimmt!

Mehr_Freiheit
00
17.12.2011, 08:34
Was die da mit Geld herumspritzen geht auf keine Kuhaut;-)

Ich bin ein*_e Wiener*_In
01
16.12.2011, 23:44
Beim Anker im AKH....

....gibt's recht leckere Camembert-Laugenstangen!

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