Rücktritt

Umstrittener Pfarradministrator legt Amt zurück

16. Dezember 2011, 16:56

Nach wochenlangem Krankenstand gibt Skoblicki nun seine Gemeine auf

Linz - Der umstrittene konservative Pfarradministrator von Kopfing (Bezirk Schärding), Andreas Skoblicki, hat das Handtuch geworfen. In einem Brief an Bischof Ludwig Schwarz hat er das Amt zurückgelegt. Das berichtete die Diözese Linz in einer Presseaussendung am Freitag.

Skoblicki war seit Anfang Oktober im Krankenstand, weil seine Gesundheit aufgrund der heftigen Diskussionen um seine Person in der Öffentlichkeit sehr gelitten habe. Im November bat er um eine Auszeit. Die Zeit habe er genützt, um die pastorale Situation in Kopfing zu überdenken. Nunmehr teilte er seinen Entschluss mit, nicht mehr in die bisherige Aufgabe zurückzukehren und sein Amt als Pfarradministrator von Kopfing mit 31. Dezember 2011 niederzulegen. Da Schwarz die im Gespräch ausführlich dargelegten Argumenten gut nachvollziehen habe können, habe er diesen Rücktritt zum Jahresende angenommen, hieß es in der Aussendung.

Gmeiner bleibt Parrprovisor

Der Bischof dankte zugleich Skoblicki für seine geleistete seelsorgliche Arbeit sowie den Aufbau religiöser Gruppen in der Pfarre. Auch seinem interimistischen Vertreter Dechant Johann Gmeiner, Stadtpfarrer in Grieskirchen dankte er für dessen Einsatz und für Gespräche, in denen er sich um gegenseitiges Verständnis und um Versöhnung innerhalb der Pfarrgemeinde bemüht habe. Gmeiner habe sich bereiterklärt, weiterhin in Kopfing als Pfarrprovisor zu wirken, bis im kommenden Jahr eine definitive Nachbesetzung erfolgt.

"Kinder der Sünde"

Eine Aktionsgruppe hatte dem polnischen Geistlichen, der seit 2004 als Pfarradministrator in Kopfing tätig ist, vorgeworfen, für "sektenähnliche Zustände" verantwortlich zu sein. Beispielsweise habe er von unehelichen Kindern als "Kinder der Sünde" gesprochen, deren Nachkommen seien "verdammt bis in die dritte Generation". Schwarz wollte den Pfarradministrator ursprünglich per 6. Oktober entpflichten, weil ein Miteinander in der Gemeinde kaum mehr möglich schien. Später zog er seine Entscheidung wieder zurück. (APA)

tignosa
00
ich bin sooo froh, dass mich das genau genommen nix mehr angeht

ira2
 
02
24.12.2011, 19:41

Ohne Ressentiments, aber doch auffällig: der polnische Katholizismus hat die rückständigsten Repräsentanten.
Deren Missionstätigkeit bei uns hat ungeheuren Schaden - vor allen in Schulen - angerichtet, aber andererseits die positive Beschleunigung der Kirchenaustritte vorangetrieben.

mike1004
00
24.12.2011, 17:24
In den Zug und

ab nach Polen mit ihm.

Wer will nochmal??
10
24.12.2011, 08:00
Vorweihnachtliches Wunder! EINDEUTIG!

mstislav raskachlovitsch
00
19.12.2011, 07:49
Wie wärs mit "Pfarr-Administrator"??

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
20
16.12.2011, 17:13
bitte?

was ist ein Parrprovisor? Grundsätzlich ist nur die Kirchenregierung in Rom eine Strafe Gottes, per Definition!

Marlon62
00
16.12.2011, 18:07
Nach wochenlangem Krankenstand gibt Skoblicki nun seine Gemeine auf

Das ist sicher jener, der Skoblicki klar gemacht hat, dass der "seine Gemeine" aufgeben muss.

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