Bundeskanzler

Faymann: "Führe mit gutem Grund kein Gespräch mit der FPÖ"

Interview | 16. Dezember 2011, 18:30
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    foto: standard/cremer

    Die Koalitionschefs streiten mittlerweile völlig offen, ob ihnen Grün oder Blau zur Zweidrittelmehrheit für die Schuldenbremse verhelfen soll. Kanzler Werner Faymann hält fest, dass er "mit gutem Grund kein Gespräch mit der FPÖ zur Schuldenbremse führt". Ihre Forderung, kein Geld für den Euroschutzschirm zur Verfügung zu stellen, würde den Austritt aus der EU bedeuten: "Das würde unser Land in den Abgrund und zu Massenarbeitslosigkeit führen. Ich sage ganz deutlich: Das kann und darf keine Gesprächsgrundlage sein."

    ÖVP will "breiten Konsens"

    Die ÖVP stellt klar, dass ihr die SPÖ nicht ihre Gesprächspartner diktieren könne und sie einen "breiten Konsens" zur Schuldenbremse in Krisenzeiten erzielen wolle. Parteiobmann und Vizekanzler Michael Spindelegger betont, er wolle mit jeder Oppositionspartei reden. Das erste Treffen mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sei jedenfalls "auch konstruktiv" gewesen - eben wie jene der Regierungsspitze mit BZÖ und Grünen. "Ich habe mit Klubobmann Strache gesprochen - ob Sie das lustig finden oder nicht!" (Mehr dazu hier. )

Der SP-Chef lehnt Verhandlungen mit der FPÖ strikt ab - Um vermögensbezogene Steuern umzusetzen, will er die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen ändern

STANDARD: Wie sicher sind Sie, dass der Euro die Schuldenkrise überleben wird und nicht auch noch die EU ins Verderben reißt?

Faymann: Im Unterschied zu Spekulanten wette ich nicht. Schon gar nicht darauf, dass etwas schlechter wird. Tatsächlich stehen wir vor einer extremen Belastungsprobe. Rechnet man auf, wie viel Refinanzierungsbedarf die großen Länder in den nächsten zwei Jahren haben werden, und setzt man dem gegenüber, was wir in unseren Schutzschirmen geparkt haben, kann man unschwer erkennen, dass das zu wenig ist, um in einem absoluten Ernstfall wirklich ein Auseinanderreißen der Eurozone zu verhindern. Wir haben zu wenig Löschwasser. Jetzt kann man es natürlich optimistisch angehen und sagen, so schlimm wird es nicht werden. Italien und Spanien können immer noch am freien Markt ihre Staatsanleihen platzieren, und mit geringen Hilfsmaßnahmen lässt sich das Schiff steuern. Aber versprechen kann das niemand.

STANDARD: Wie viel bräuchte man?

Faymann: Wir hätten gerne eine Ausnutzbarkeit des Schutzschirms - Stichwort Hebelmechanismus - von einer Billion, aber so weit sind wir noch nicht. Wenn ich zwei, drei Jahre überspringe und frage, was wäre nachhaltig und ausreichend, bin ich bei einer Feuermauer mit Eurobonds. Die andere Möglichkeit wäre, dass sich der Europäische Stabilitätsmechanismus ESM mit einer Bankenkonzession bei der Europäischen Zentralbank refinanzieren kann. Beide Modelle würden eine viel höhere Verpflichtung bedeuten und auch viel höheres Risiko. Dazu brauchen wir funktionierende Regelwerke wie eine Schuldenbremse. Im Moment muss man sagen, dass wir stark genug sind, um Gewitterwolken auszuhalten, aber nicht stark für ein richtiges Gewitter. Da fehlt es an Zusammenarbeit in der Union.

STANDARD: Welches Modell präferieren Sie?

Faymann: Mir gefällt der Vorschlag gut, dass sich der Schutzschirm mit einer Bankenkonzession refinanzieren kann. Aber dazu müssten die Regelwerke in Ordnung sein.

STANDARD: Noch sind die Regelwerke aber vage, da machen vielleicht nur 17 von 27 EU-Staaten mit.

Faymann: Nach unserem Plan legen wir im März einen Text vor, wie wir einander verpflichten. Diesem Vertrag werden nicht alle 27 zustimmen, ich schätze aber, es werden mehr als 20 mitmachen, vielleicht sogar alle außer Großbritannien.

STANDARD: Wo könnte es noch krachen, ehe das Regelwerk steht?

Faymann: Italien muss für seine Anleihen zu hohe Zinsen zahlen. Schwierigkeiten gibt es bei der Refinanzierung von Banken, das können manche Länder nicht mehr leisten, wenn ihre Banken staatliche Hilfe brauchen. Bei uns haben die Banken erklärt, sie schaffen das aus eigener Kraft, für Bereiche wie Volksbanken oder Hypo laufen Gespräche. Andere Länder können das gar nicht selbst in Angriff nehmen, da müsste der Schutzschirm aushelfen.

STANDARD: Für die Verankerung der Schuldenbremse in der österreichischen Verfassung brauchen Sie Unterstützung der Opposition. Wie optimistisch sind Sie, Grüne oder BZÖ noch ins Boot holen können?

Faymann: Gerade die Grünen haben immer wieder sehr konstruktiv mitgewirkt bei den Diskussionen. Zeit hätten wir bis Ende 2012 oder vielleicht bis 2013. Wir wollen aber schneller sein und zeigen, in welche Richtung wir Österreich führen. Daher würde ich es mir sehr wünschen, dass es uns am Anfang des Jahres gelingt, einen weiteren Partner zu finden, um die Schuldenbremse in der Verfassung zu verankern.

STANDARD: Sie hoffen also auf die Grünen?

Faymann: Ich habe das Gefühl, dass die Gespräche konstruktiv laufen. Man kann sich im Leben auch irren - aber ja. Ich habe da ein gutes Gefühl.

STANDARD: Warum verhandeln Sie nicht mit der FPÖ, und wie geht es Ihnen dabei, dass die ÖVP sehr wohl direkte Gespräche mit Strache führt?

Faymann: Ich führe mit gutem Grund kein Gespräch mit der FPÖ zur Schuldenbremse, denn sie stellt die Bedingung, dass kein Geld für den Euroschutzschirm zur Verfügung gestellt wird. Diese Forderung bedeutet nichts anderes als den Austritt aus der Europäischen Union und die Zerschlagung der gemeinsamen Währung - mit unabsehbaren Folgen für Österreich und Europa. Diese Forderung würde unser Land in den Abgrund und zu Massenarbeitslosigkeit führen. Ich sage das ganz deutlich: Das kann und darf keine Gesprächsgrundlage sein.

STANDARD: Was eine Vermögenzuwachssteuer betrifft, sind Sie mit den Grünen praktisch einer Meinung. Was müssen Sie tun, um die ÖVP davon zu überzeugen?

Faymann: Der Vizekanzler legt großen Wert darauf, dass wir zuerst über die Einsparungen befinden und dieses Thema besonders in den Vordergrund stellen. Mir ist es wichtig, dass insgesamt etwas passiert, einnahmen- und ausgabenseitig. Die Reihenfolge darf nicht heißen, dass man nach dem ersten Schritt stehenbleibt, nämlich nur ausgabenseitig zu sparen. Wir brauchen auch einnahmenseitige Maßnahmen. Ich habe das Gefühl, da ist jetzt Bewegung hineingekommen. Aber ich würde noch nicht so weit gehen, dass ich sage, das ist positiv erledigt. Da wird es noch heftige Diskussionen geben. Nämlich insbesondere um die Frage, ob man die Spekulationsfrist für Immobilienverkäufe mit zehn Jahren aufhebt und eine Vermögenssteigerung beim Grundstücksverkauf besteuert - ausgenommen Hauptwohnsitz.

STANDARD: Wie viel könnte diese Maßnahme bringen?

Faymann: Die Grünen haben einmal den Betrag von eineinhalb Milliarden genannt. Ich möchte jetzt keine Beträge nennen, weil ich zuerst verhandeln muss, aber mit einem symbolischen Beitrag von 50 Millionen ist es sicher nicht getan.

STANDARD: Wen wollen Sie damit treffen?

Faymann: Wenn jemand mehrere Grundstücke und Immobilien hat und damit Gewinne macht, soll er für diese zusätzlichen Erträge Steuer zahlen. Auch jeder Bäcker und Mechaniker zahlt Steuern. Es sollen sich aber nicht die Falschen betroffen fühlen. Deshalb der Ausdruck soziale Gerechtigkeit. Es geht um mehr soziale Gerechtigkeit. Reich und Arm entwickeln sich auch nach der Krise stärker auseinander. Und Österreich gehört zu den Ländern mit gerin- gen vermögensbezogenen Steuern. Das ist kein Naturgesetz, gegen das man nichts machen kann. Das ist eine gesellschaftspolitische Rahmenbedingung, und die kann man ändern.

STANDARD: Und Sie haben einen Koalitionspartner, und der sieht das anders.

Faymann: Da ist jetzt guter Wille und Durchsetzungsvermögen nötig. Man kann nicht einfach sagen: "Da kann man nichts tun."

STANDARD: Die ÖVP argumentiert gerne, dass man damit die Reichen vertreiben würde.

Faymann: Dieses Argument kann ich nicht akzeptieren. Ich glaube nicht, dass die Reichen dann alles ins Ausland verfrachten würden. Viele Menschen, gerade auch wenn sie wohlhabend sind, wissen, dass sie von der sozial ausgewogenen Gesellschaft in Österreich profitieren. In anderen Ländern sind die sozialen Spannungen derart groß, dass reiche Menschen sich abschotten und für Security-Dienste zahlen müssen. Ich kenne eine Reihe von Menschen, die zu den Vermögenderen gehören, die sind darauf stolz, dass man in Österreich so leben kann, und die wären auch bereit, einen höheren Beitrag zu leisten. Und bei Immobilien ist es ja gar nicht so leicht mit dem Davonlaufen. Das sagt ja schon der Begriff Immobilie.

STANDARD: Sie haben sich mit der ÖVP auf einen Konsolidierungsbedarf von zwei Milliarden Euro geeinigt, es geht also um Einsparungen und zusätzliche Einnahmen. Für zusätzliche Einnahmen müssten Sie doch längst die Weichen gestellt haben. Neue Steuern lassen sich nicht von einem Tag auf den anderen in Kraft setzen.

Faymann: Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten in unserem Steuersystem, um auch während des Jahres Maßnahmen setzen zu können. Aber Ihre Vermutung stimmt, dass viele Einnahmen- und auch Ausgabenveränderungen erst 2013 greifen werden.

STANDARD: Eine kurzfristige Maßnahme, die viel Geld bringen würde und laut Experten auch sozial sehr verträglich wäre, ist eine stärkere Besteuerung des 13. und 14. Monatsgehalts.

Faymann: Da denke ich nicht an eine Änderung.

STANDARD: Wer wird von diesem Konsolidierungspaket am meisten betroffen sein?

Faymann: Wir wollen uns bei den einnahmenbezogenen Maßnahmen nicht an die kleinen Einkommensbezieher wenden. Eine Vermögenssteuer wäre bei einem Vermögen von mehr als einer Million Euro wirksam.

STANDARD: Da kommt ein anderes Thema quer hinzu, die Frage der Studiengebühren. Es wird kolportiert, da könnte es einen Abtausch geben: Die SPÖ stimmt den Studiengebühren zu, die ÖVP akzeptiert dafür im Gegenzug Vermögenszuwachssteuern. Was ist da dran?

Faymann: Der Beschluss der SPÖ ist gegen Studiengebühren. Wenn wir jetzt einen Schritt machen in Richtung Finanzierung außerhalb der öffentlichen Hand für die Universitäten, dann werden derzeit verschiedene Modelle diskutiert. Wichtig ist, dass es keine finanziellen Hürden für Studierende gibt. In den USA gibt es beispielsweise die Tradition, dass ein Absolvent immer wieder für seine Universität spendet. Das wäre dann eine Art Solidarbeitrag, das könnten wir auch machen.

STANDARD: Sie könnten sich das verpflichtend vorstellen?

Faymann: Richtig, ein solches Modell wird diskutiert. Vermögende sollen mehr zum Wohl der Allgemeinheit beitragen als in der Vergangenheit. Wir haben eine Reihe von Modellen, die man im weitesten Sinne des Wortes als "solidarisches Verhalten" über das direkte Steuersystem hinaus bezeichnen könnte. Bei den Unis ist klar, dass der Zugang nicht erschwert werden darf. Jede Regelung, die jetzt diskutiert wird, wird zum Schluss daran gemessen werden, ob sie den Zugang zu den Unis für Kinder aus Haushalten, die keine Akademikerfamilien sind, erleichtert oder erschwert. Wenn der Zugang erschwert wird, ist es falsch. Wenn er erleichtert wird etwa durch Verbesserung von Stipendien und im Gegenzug Modelle greifen wie Solidarbeiträge von Wohlhabenden, dann ist das eine Richtung, die unsere Prinzipien beibehält. Und darauf wird es ankommen.

STANDARD: Ihr Internet-Auftritt in den Social-Media-Foren war ja nicht unbedingt ein Erfolg. Wird es da Änderungen geben?

Faymann: Im Vergleich zu einer lustigen Facebook-Seite wird die Seite des Bundeskanzlers immer eher langweilig sein. Als Bundeskanzler möchte ich ja nicht durch besonders gute Comedy auffallen, sondern durch sinnvolle Maßnahmen, die im Land gesetzt werden. Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass wir lustig sein werden, auch nicht, dass wir die beste Facebook-Seite zustandebekommen. Ich kann Ihnen nur sagen, dass wir seriös damit umgehen.

STANDARD: Aber Sie werden diesen Kanal weiterhin bedienen?

Faymann: Ja, mit meinem Team, auf der seriösen Seite. Dabei hätte ich oft auch lustige Einfälle, aber ich bin der Bundeskanzler. (Michael Völker, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.12.2011)

WERNER FAYMANN (51) ist seit Dezember 2008 Bundeskanzler. Ab 2007 war er Infrastrukturminister, davor 13 Jahre lang Wohnbaustadtrat in Wien.

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Mostbluzza
00
19.12.2011, 09:54
lest sowas irgendwer?

oder gleich die antworten und meinungen hier ...

wenigstens wird er bald teilentmündigt, wenn die verfassungs-schuldenbremse bald kommt.
aber es wird gute gründe geben, sie nicht einzuhalten.
wie überall.

Plato
00
19.12.2011, 07:46
2 Perioden Schwarz-Blau haben die unverschaemtesten Korruptions-Skandale der 2. Republik auf dem Gewissen !

"Mehr privat, weniger Staat" bedeutete: nimm Volksvermoegen und verteile es an Guenstlinge - also ein Griff in die Taschen jedes Staatsbuergers zur Bereicherung von wenigen.
Woher das FPOe-Waehlerpotential die Meinung hat, dass diese Partei, wieder gemeinsam mit der VP, auf einmal ihr soziales Gewissen entdeckt, ist mir ein Raetsel.

F. T.
00
19.12.2011, 07:01
Weitere "Leistungen von ÖVP u. FPÖ/BZÖ

Gruppenbesteuerung eingeführt, bei der wirtschaftliche Pleiten im Ausland auf Kosten der österreichischen Staatskasse abgeschrieben werden können. Wieso dürfen Arbeitnehmer ihre Pleiten nicht genauso abschreiben?

Posten und Pfründe wurden von ÖVP-FPÖ in noch nie da gewesener Geschwindigkeit umgefärbt. Wobei sich vor allem die FPÖ ziemlich hervortat. Man muss sich ja nur die Lebensläufe ihrer Kurzzeitpolitiker anschauen. Die wegen Unfähigkeit oft schneller ausgewechselt wurden, als sie am Schreibtisch des Ministeriums saßen.

Jetzt muss man nur noch hochrechnen, was ÖVP u. FPÖ/BZÖ mit den Österreichern in Krisenzeiten angestellt hätten, wenn sie schon in besten Wirtschaftszeiten so fuhrwerkten! Das hätte es ein Gemetzel gegeben!

F. T.
00
19.12.2011, 06:59
Wie "Sparen" und "genug bezahlt" von Schüssel-ÖVP und Haider FPÖ/BZÖ in den BESTEN(!) WIRTSCHAFTSZEITEN nach dem Krieg ausgeschaut haben!

Autobahnvignette um 100% erhöht. Ambulanzgebühr eingeführt und Rezeptgebühren hinaufgeschnalzen (die Entlastungen für chronisch Kranke u. dgl. wurden von der SPÖ durchgeführt).

Behördengebühren (Stempelgebühren usw.) um 100% oder sogar noch mehr hinaufgeschnalzen. Studiengebühren eingeführt.

Bestens gehende oder mit dem Geld der Steuerzahler sanierte Staatsbetriebe verscherbelt und teilweise auch völlig unter ihrem Wert verkauft.

Bei der ÖBB die Zahl der bestbezahlten Posten vervielfacht(!) und Zocken an der Börse als Teil der Geschäftsführung eingeführt.

Budgetschönung durch Ausgliederungen u.a. Budgettricks eingeführt.

Verdoppelung des EU-Mitgliedsbeitrages in die Wege geleitet.

holeinone
00
18.12.2011, 18:32

dümmer kann man gar nicht argumentieren !!!

holeinone
02
18.12.2011, 18:30
Wir Brauchen Experten !

Der größte Teil des Gespräches mit Herrn Faymann
bezog sich auf die Schuldenbremse und das notwendige Sparpaket. Faymann will neue Steuern und von Sparen
ist keine Rede.
Das ist der eigentliche Skandal.
Die Unfähigkeit schreit zum Himmel und nach EXPERTEN !!!!!! wie in Italien.
Ob F. mit der FPÖ redet oder nicht ist irrelevant, F. hat einen Komplex, hat Angst vor den freiheitlichen und sonst gar nichts. F.überschätzt sich andauernd und
schadet unserem Österreich. Er gehört zusammen mit einigen anderen in der sogenannten Regierung von
Experten ersetzt.
Ich vertraue dem Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl
der sagt, wenn Bund, Länder und Gemeinden ihre
Ausgaben um 5% kürzen, ist das Defizit weg. Bravo !
Verstanden Herr Faymann ???

Mann40
00
18.12.2011, 16:23

mir wäre es lieber Hr. Faymann würde gemeinsam mit der FPÖ gegen die ÖVP mobil machen, ausserdem könnte er dann die verlustig gegangenen SPÖstimmen, die Richtung FPÖ wanderten, wieder retour zur SPÖ lenken...die Grünen haben sowieso keine Zukunft.

Luziwuzi
15
18.12.2011, 14:13
Die einzige und größte Leistung

von Faymann als Bundeskanzler ist, dass er die FPÖ wieder zur stärksten Partei gemacht hat.

ensan
05
18.12.2011, 13:14

sie führen nur deshalb keine gespräche mit der fpö, da sie sonst noch die letzten überzeugten soziwähler vertreiben würden. wie habe ich diese lügen satt.

Idefix der zweite
 
04
18.12.2011, 12:50

Im Unterschied zu Spekulanten wette ich nicht.

Ein paar Sätze weiter:

Wir hätten gerne eine Ausnutzbarkeit des Schutzschirms - Stichwort Hebelmechanismus - von einer Billion, aber so weit sind wir noch nicht.

Ist so eine Blödheit noch zu toppen?

na_derdingseben
33
18.12.2011, 12:50
Der Standard selbst...

... hat vor einigen Monaten selbst festgehalten das die FPOe die höchste Akademikerquote aller im NR vertretenen Parteien hat.

Das einzige echte Problem das die FPOe hat ist die renitente Ausländerfeindlichkeit.

Wenn man über diese, bittere, Tatsache hinwegsieht muss man erkennen das die FPOe demokratisch legitimiert ist und mit 17,54% der abgegebenen Wählerstimmen von der NR-Wahl 2008 (entspricht ca. 850.000 Wählern) im Parlament sitzt.

Vom Volk hat die FPOe einen klaren Auftrag erhalten. Ob einem das passt oder nicht ist irrelevant. Faymann's Verhalten ist kontraproduktiv und undemokratisch.

Die Leute sehen das und die Löwelstrasse darf sich nicht wundern wenn die nächste Regierung nicht schwarz-blau sondern blau-schwarz ist

runas /user:public\ivan
00
18.12.2011, 15:08
auch wenns jahre her ist

Die Justiz ist immer noch beschäftigt mit den damaligen Ministern.
So performant war die f auch nicht. Also Regierungstauglichkeit sieht anders aus.
Und Europatauglich war lediglich das Fremdschämen.

Eva Ulrich
00
18.12.2011, 15:00

Schwarz-blau oder blau-schwarz - was macht das für einen Unterschied?

Markus Vorzellner
00
18.12.2011, 12:42
Hier zeigt sich wieder einmal

daß Herr Faymann seiner Rolle als SPÖ-"Führer" nicht gewachsen ist. Seine panische Angst vor der FPÖ läßt ihn jedes Gespräch meiden, das doch in einer demokratischen Kultur konstituierend sein sollte. Auch der sinnvollen Option eines EU-Austritts steht dieser Fay(g)mann in panischer Angst gegenüber. Herr Bundeskanzler: Wann treten Sie endlich zurück?

r3al
00
18.12.2011, 12:33

Bei Feys Ausgrenzungsaktion spielt viel persönliche Befindlichkeit ein eine Rolle. Die hat in der Politik nicht verloren. Hier zählen nur Interessen. Im Falle der SPÖ sind es die Interessen der SPÖ Wählerklientel.

Pepperoncino
12
18.12.2011, 12:09

Tipp fürn Werner: mit HC treffen, sich dessen Mist anhören, dann vor die Presse treten erzählen was der HC für unrealistische Ideen im Kopf hat, abhaken.

Zwei Fliegen mit einer Klappe...

r3al
00
18.12.2011, 12:49

Eine hervorragende Idee.

Bitte an Fay weiterleiten.

Markus Vorzellner
20
18.12.2011, 12:43
Ist es sooo unrealistisch

was HC meint? EU-Austritt? In der jetzigen Situation wäre das wohl die einzige Möglichkeit, um die Länder Europas vor dem kompletten Untergang zu retten!

r3al
02
18.12.2011, 12:08

Mit der Ausgrenzung der FPÖ hat sich die SPÖ ein saftiges Eigengoal geschossen. Denn viele SPÖ Wähler können das nicht verstehen. Immerhin ist Österreich eine Demokratie. Die Sozis haben das aber anscheinend nicht ganz verstanden.

Just N. Opinion
 
11
18.12.2011, 20:42
Ausgrenzung, Ausgrenzung, Ausgrenzung.

Wie beschränkt muss man sein, um einem Heinz-Christian Strache so auf den Leim zu gehen?

Es gibt keinerlei Verpflichtung irgendeiner Partei und auch nicht des Bundeskanzlers, mit jeder anderen Partei zu reden. Weder moralisch noch nach dem Wahlrecht noch den Regeln der Demokratie.

Dass sich eine Partei, die sich praktisch ausschließlich in Form von übelriechendsten Rülpsern äußert, darüber aufregt, dass der Regierungschef nicht mit ihr reden (gemeint: verhandeln) will, ist so lächerlich, als würde ein ang'soffener, ang'spiebener Clochard lauthals "Ausgrenzung" schreien, weil man ihm mit gerümpfter Nase ausweicht.

Ich empfehle Faymann, zu dieser "Ausgrenzung" zu stehen wie seinerzeit Vranitzky.

Eva Ulrich
00
18.12.2011, 15:01

Ich kanns auch nicht verstehen.
Wähle aber trotzdem deswegen nicht blau oder schwarz.

ceterum censeo faymanem esse d...
10
20.12.2011, 16:01
Das wundert mich nicht!

Ich meine, dass du auch nicht verstehst, dass Ö eine Demokratie hat. Schliesslich verehrst du die vom Vorposter genau dieses Uverständnisses verdächtigte Partei ja bis zur Selbstverleugnung.

Verstehen kann nämlich nur, wer nachdenkt und zuhört! Aber da fehlt es gewaltig bei einer der vernageltsten roten Baddeikrakelerinnen, gell?
Warum gehst du nicht einfach wieder auf Tauchstation? Es war so angenehm während deiner Abesenheit und vermisst hat dich auch niemand.

Bernhard98
00
22.12.2011, 23:37
Dich würde auch keiner vermissen, glaub mir!

DarwinsHammer
01
18.12.2011, 12:04
Werner Failmann

Die FPÖ hat mit uns die Abschaffung der Studien- und die Erhöhung der ORF-Gebühren beschlossen. So eine Partei ist kein Partner für mich.

niki123
13
18.12.2011, 11:25

das donald duck imitat spricht erst bei den nächsten wahlgeschenken wieder mit strache. weiß doch eh jeder. lachnummer.

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