Voranschlag

Zuschuss des Bundes zu den Pensionen steigt 2012 um 16,5 Prozent

16. Dezember 2011, 15:21

Pensionsversicherungsanstalt beschließt Voranschlag für 2012

Wien - Der Bund wird im kommenden Jahr um 16,5 Prozent mehr zu den Pensionen zuschießen als heuer. Nach dem am Freitag von der Pensionsversicherungsanstalt beschlossenen Voranschlag für 2012 wurde die Abgangsdeckung des Bundes mit 4,588 Milliarden Euro veranschlagt. Das sind um 651 Millionen mehr als 2011.

Insgesamt rechnet die Pensionsversicherung nächstes Jahr mit Beitragseinnahmen in der Höhe von 24,218 Mrd. Euro im ASVG-Bereich. Dem steht ein Pensionsaufwand von 26,420 Mrd. Euro gegenüber. Dies entspricht einer Deckungsquote von 91,7 Prozent.

2,67 Millarden für Invalide und Hinterbliebene

Von den insgesamt veranschlagten Ausgaben von 26,420 Mrd. Euro für die Pensionen entfallen auf Alterspensionen 20,34 Mrd. Euro, auf Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen 2,67 Mrd. Euro und auf Hinterbliebenenpensionen (Witwen, Witwer, Waisen) 3,40 Mrd. Euro. Die Ausgaben für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation werden für das Jahr 2012 mit 767,6 Mio. Euro veranschlagt. Für die Krankenversicherung der Pensionistinnen und Pensionisten sind 1.052,6 Mio. Euro und für Ausgleichszulagen 670 Mio. Euro budgetiert. Der Verwaltungsaufwand soll bei 296,39 Mio. Euro oder einen Anteil von knapp einem Prozent des Gesamtaufwandes liegen.

Das gesamte Budgetvolumen der Pensionsversicherungsanstalt beläuft sich 2012 auf 31,57 Mrd. Euro und wird sich gegenüber dem vorläufigen Ergebnis 2011 um 6,2 Prozent erhöhen.(APA)

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24 Postings
Markus Alexander
00
Im Letzten Jahr hat man sich bei genau der Berechnung um die Kleinigkeit von

EUR 400,000.000,-- geirrt. In welche Richtung? Man hat einen viel zu hohen Bundeszuschuss geplant....Außerdem wäre wohl zwischen den einzelnen Systemen zu unterscheiden. Das ASVG-System deckt sich zu 90% selbst und weit mehr als die restlichen 10% Zahlen die Pensionisten via Lohnsteuer (für einen "Lohn" der keiner ist....).

vito don´s schwester
00
20.12.2011, 12:59
die höhe der pensionen

sollte auf das durchschnittsbruttogehalt aller begrenzt werden. das ist ausreichend für ein gemütliches leben im ruhestand und wer mehr braucht kann ja während seiner berufskarriere vorsorgen. zuschüsse aus dem laufenden staatlichen budget sollten verboten werden und höchstens an invalide und menschen mit behinderungen erlaubt sein.

jane doe2
65
17.12.2011, 15:43

Ich lese hier kein Wort, das man bei den Beramten sparen will, und ebenso auch bei den aktiven Frühpensionisten, die zwischen 50 und 61 in Pension gegangen sind. Wieso sollen wir (Jahrgänge ab 1954) für deren Freizeitvergnügen viel länger arbeiten müssen und dann wegen höherer Abschlägen, längeren Durchrechnuszeiträumen usw. weiniger Pension erhalten als jene die heute schon nach ca. 35 bis 40 Jahren im Arbeitsleben Welnesspensionisten spielen!

Tiger00
01
20.12.2011, 17:20
ich bin mir nicht sicher

aber soweit ich weiß, zahlt der bund für seine aktiven beamten keinen arbeitnehmerbeitrag in die pensionsversicherung ein. hier spart sich also der staat als arbeitgeber eine menge steuergelder. dafür hat er sich verpflichtet, bei der pension der beamten zuzuschießen - irgendwoher muss ja das geld für die pensionen kommen.

Management Quatscher
01
19.12.2011, 19:25

offzielle Begründung:

Eingriff in bestehende Verträge formaljuristisch sehr bedenklich bzw. gar nicht möglich wegen Vertrauensschutz, Rechtssicherheit, Lebensplanung und Gleichheitsgrundsatz.

Wahrheit:

Politiker schei..en sich vor nichts mehr an, als jenen die recht gut versorgt sind auch nur einen Cent "wegzunehmen". Die Rache bei den nächsten Wahlen wäre fürchterlich.

Die Wahrheit kann natürlich nicht gesagt werden, da Politker dann als stimmengei.e Hosenschei..er dastehn, die nichts weiter tun als auf den nächsten Wahltermin zu schielen. Also schiebt man die formaljuristischen Argumente von der Rechtssicherheit und dem Vertrauensschutz vor.

Christoph Karl Steininger
27
17.12.2011, 02:12
91 % Deckung durch Beiträge!

Das ist ein phantastischer Wert! Keine Pensionsversicherung für so große Mengen von Leuten ist so gut aufgestellt!

Ich würde gerne wissen ob das Verhältnis bei den Beamten auch so gut ist!

Dilbert
00
20.12.2011, 15:25

Das ASVG wird ja auch seit 1995 von den Eisenbahnern subventioniert.

Peter Lustig2
210
17.12.2011, 09:31
Beamtenpensionen sind das Problem!

Nein, das eigentliche Problem sind die Beamtenpensionen. Was hier nicht erwähnt wird: Für Beamtenpensionen wird fast genausoviel zugeschossen wie für ASVG-Pensionisten. Und das obwohl es 10 Mal so viele ASVG-Pensionisten wie Beamtenpensionisten gibt! Aber bei einer Durchschnittspension für Beamten von 3.500 € (zum Vergleich: Die ASVG-Durchschnittspension beträgt 1.000 €) braucht man sehr viel Geld.

gütenand der fertige
36
17.12.2011, 08:55
Beamte

Nachdem der Staat als Arbeitgeber keine Arbeitgeberbeiträge zur Pensionsversicherung bezahlt, kann der Deckungsgrad naturgemäß nicht so hoch sein.

Peter Lustig2
32
18.12.2011, 08:58

Die Zuschüsse des Bundes sind pro Beamten 10 Mal (!!!) so hoch wie bei ASVG-Pensionisten. Das hat mit den Arbeitgeberbeiträgen lange nichts mehr zu tun.
Liegt halt auch daran, dass die Beamtenpensis eine exorbitant hohe Pension von 3.500 € bekommen. Da könnte man auf jeden Fall sparen - zB eine Kürzung auf 2.000 € vornehmen. Dann wären die Haushaltsprobleme gelöst.

rari
01
18.12.2011, 22:01
alle ?

"nein, aber die meisten !"
die meisten ?
"nein, aber viele !"
viele ?
"nein, aber die, auf die ich gerade eine Sauwut habe !"
warum ?
"weil das ja überall zu lesen und zu hören ist."
welche Beamte, Polizisten ? Feuerwehrleute ?
"die Beamten halt !"

rari
24
16.12.2011, 23:45
bevor man die Pensionisten...

...mit dem Bade ausschüttet und sich von einigen volksverhetzenden Medien ein Feindbild einreden läßt ("wir müssen für die zahlen") sollte man auch einmal daran denken, wieviele Arbeitsplätze vom Konsumieren durch die PensionistInnen abhängen. Die meisten Pensionen kommen rasch wieder in den Wirtschaftskreislauf und das bedeutet Sicherung von Arbeitsplätzen. Vielleicht könnte das ein Volkswirtschaftler auch einmal untersuchen.

jane doe2
41
17.12.2011, 15:21

Das ist ein sau blödes Argument. Die Jungen würden wenn sie das Geld hätten (aber bei den Familien wird ja gespart - die Familienbeihilfe schon seit vielen Jahren nicht mehr der Inflation angeglichen) auch sehr gerne Geld ausgeben. Sie sind nämlich die, die sich ein leben aufbauen müssen (Wohnung, Familie usw.)! Das würde auch viele Arbeitsplätze sichern.
Viele Pensionisten machen ber ihre Urlaube im Ausland im Süden, und geben ihr Geld dort aus!

rari
01
18.12.2011, 19:21
fix verdrahtet ?

daß die Familien zu wenig unterstützt wird, hängt nicht davon ab, ob Pensionisten die Existenzberechtigung abgesprochen wird. Ich habe auch diese Ihre Erfahrungen gemacht, aber fragen Sie doch mal, wieviel österreichisches Kapital steuerschonend im Ausland geparkt ist. Griechenland versucht mit der Schweiz schon eine Nachversteuerung auszumachen.
Fixverdrahtet ? Man drückt auf einen Knopf oder spricht das Zauberwort aus und siehe da ! Schon reagiert der werte Leser/Hörer/Seher so, wie es gewisse volksverhetzende Medien von ihm erwarten mit: Konflikt Jugend gegen Alt, Arbeitende gegen Pensionisten, Singles gegen Familien usw. usw. Und das alles um die wahren Ursachen zu verbergen.
Übrigens: auch Sie werden einmal alt.

nvidia
 
00
17.12.2011, 15:54

Aus Ihnen spricht mein Sohn, der im Alter von ca.5 Jahren meinte wenn er groß ist gehört ALLES ihm und wir (seine Eltern) brauchen nichts mehr.

silberstürmer1
26
16.12.2011, 23:41
...Deckungsquote von 91% im ASVG

da sieht man wie absurd die diskussion geführt wird; wenn sich die Arbeitnehmer 91% ihrer Pensionen selbst durch Beiträge finanzieren wo ist das problem? bei den Gewerbetriebenden ist deckungsrate 50%, bei den bauern 30%, und der Pensionsaufwand für Beamte beträgt 10 Mrd jährlich ( 9 Mrd Bundesbeamte und 1 Mrd Landesbeamte); aber gespart werden soll immer bei den ASVGlern

Ober gscheit
21
17.12.2011, 17:38

die Gewerbetreibenden haben aber jahrelang im ASVG eingezahlt, bevor sie das Gewerbe gegründet haben. Die Pension zahlt aber die Pensionskassa bei der man in Pension geht.

Bei den Bauern ist das Problem, das die Anzahl der Bauern immer weniger wird - und ein Nebenerwerbslandwirt ja auch im ASVG einzahlt, obwohl er eine Bauernpension bekommt.

franz fröhlich
08
17.12.2011, 00:19
Es ist schlimmer,

bei den Selbständigen ist der Deckungsgrad bei rund 25 % bei den Bauern weit unter 20 %.
Darum gehen Bauern auch so früh wie möglich in Pension. Sie bekommen durch die Ausgleichzulage die selbe Pension, egal ob sie mit 45 oder mit 65 in den Ruhestand gehen, da sie praktisch nichts einzahlen.

Tiger00
00
20.12.2011, 17:12
da sie praktisch nix einzahlen?

ich weiß nicht: eine freundin von mir ist nebenerwerbslandwirtin, d.h. sie geht 15h/woche auswärts arbeiten, den rest der zeit arbeitet sie am hof, schupft den haushalt, versorgt die 3 kinder und die altersschwchen schwiegereltern. und ihr gehalt aus den 15 wochenstunden muss sie praktisch vollständig der sozialversicherung der bauern überweisen, weil das halt grad zufällig dem SV-beitrag entspricht....

neeeed
81
16.12.2011, 22:15
die höchstpensionen müssen runter!

von ca. 3.000 brutto auf z.b. 2.200
weil gerade diese leute haben doch schon alles und alles abbezahlt usw. - grad diese brauchen diese 800 brutto am allerwenigsten

halihalo!
02
17.12.2011, 16:54
Hast du eine Pension von 2200€ Brutto?

neeeed
10
17.12.2011, 17:53

nein, aber ein gehalt von 3.000 brutto - von dem sich theoretisch grund+haus usw. ausgehen sollen, es aber nicht wirklich tun
egal, jedenfalls weiß ich dass wenn ich 70 bin ich mein haus usw. abbezahlt habe und somit keine 3000 brutto mehr brauche

Zensi
010
16.12.2011, 21:37
Wie ist die Deckungsquote bei den Bauern, Gewerbetreibenden

und wie hoch ist der Zuschuss (Förder. d. Staates) zu den Produkten der 2.Säule?
Angeblich ist der Verwaltungsaufwand der PVA etwa 1% = 99 % bleiben den Versicherten, bei den Privatpensionen liegt der Verwaltungsaufw. über 10 % = 90 % nur für die Leistungsempfänger. Die Zuerkennungsquote für Inv/Berufsunf.Pensionen beträgt kanpp 30 % im ASVG, bei den ausgeschundenen Selbständigen über 60 % und bei den Bauern fast 80 %. Darum sieht man ja keinen 60 jährigen Bauern mehr bei der Arbeit??? So ehrlich ist die Berichterstattung der Medien zum Thema Pensionen. Ich wünsche den Arbeitnehmern eine ähnlich standfeste Interessensvertret, wie die der Bauern und Gewerbetreibenden. Die bekommen sogar die Schwerarbeiterpension, die kaum ein "Hackler" beko

Tiger00
00
20.12.2011, 17:16
Wann warens das letzte Mal in der Nähe eines Bauernhofs

Die Bauern und Bäuerinnen, die ich kenne - und das sind viele - lassen nicht mit 60 die Mistgabel fallen und fahren nach Mallorca.

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