Ein Wassertier als kulinarisch wertvolle Alternative zur Weihnachtsgans - besonders wohlschmeckende Flugenten vom Bauernhof
Die Martinigans wurde an dieser Stelle, wie es dem faserfleischigen Vogel gebührt, nicht einmal ignoriert.
Angesichts des nahenden nächtlichen Fressfestes sei nun aber doch noch ein Wassertier als kulinarisch wertvolle Alternative zur Weihnachtsgans empfohlen: die besonders wohlschmeckenden Flugenten vom Bauernhof der Familie Ringl in Rappolz im Waldviertel nämlich.
Ihr zarter Wohlgeschmack wird durch die bäuerliche Haltung, vor allem aber durch die Qualität des Futters bestimmt. Neben allerhand Getreide und Erbsen vom eigenen Hof macht nämlich altbackenes Brot von Österreichs unbestritten bestem Bäcker (und einzigem Slow Baker) Erich Kasses aus dem nahen Thaya einen wesentlichen Teil des Futters aus.
Dass die Enten im Vergleich zur Gans weniger ausgeben würden, ist das am öftesten angeführte Argument für den zähen Großvogel. Im Fall der Prachtexemplare von Familie Ringl greift das aber ins Leere: Sicher, es gibt auch zarte Vögel mit nur 1,6 Kilo - die wirklich großen Oschis aber bringen gut und gern vier Kilo auf die Waage.
Weil es sich um Flugenten handelt, ist da (im Gegensatz zu Ganseln) nur vergleichsweise wenig Fett, dafür aber viel zartes, saftiges Fleisch dran. Reservieren ratsam! (Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.12.2011)
Waldviertler Brotenten bei Kaas am Markt, Karmelitermarkt, 1020 Wien, Tel.: 0699/18 14 06 01 (€ 13,90/kg) und bei Delikatessen Rumpel, Hietzinger Hauptstr. 13, 1130 Wien, Tel.: 01/877 52 40 (€ 14,90/kg)
>> Von China weit, da komm ich her!