Zynga-Gründer Pincus: Ein Internet-Goldgräber am Ziel

16. Dezember 2011, 14:23
  • Artikelbild
    foto: apa

Seine erste Firma, den Daten-Dienstleister Freeloader, verkaufte Pincus nach weniger als einem Jahr für 38 Mio. Dollar

Mehr als 15 Jahre lang verfolgte Mark Pincus den Traum vom ganz großen Geld. Mit dem Börsengang seiner Onlinespiele-Firma Zynga ist der 45-jährige Seriengründer nun endlich am Ziel: Sein Anteil an dem Anbieter populärer Facebook-Spiele wie "Farmville" dürfte mindestens eine Milliarde Dollar (768 Mio. Euro) wert sein. Und das Beste: Dank Super-Aktien mit besonders vielen Stimmrechten hat Pincus auch weiterhin das Sagen bei seinem Unternehmen.

Unternehmergeist

Der rastlose Pincus könnte ein gutes Symbol für amerikanischen Unternehmergeist abgeben. Nach mehreren Jahren in der Finanzbranche machte er sich 1995 selbständig. Seine erste Firma, den Daten-Dienstleister Freeloader, verkaufte Pincus nach weniger als einem Jahr für 38 Mio. Dollar - und startete danach bald die nächste Firma. Sean Fanning, der später die Musikbranche mit der Tauschplattform Napster erschüttern sollte, arbeitete einen Sommer lang für ihn. Im Jahr 2000, auf dem Höhepunkt der Internet-Blase, brachte Pincus seine zweite Firma, den Software-Spezialisten Support.com, an die Börse.

Benannt nach seinem Hund Zinga

Danach versuchte der Sohn einer Architektin und eines Unternehmensberaters aus Chicago sein Glück unter anderem 2003 mit dem Online-Netzwerk Tribe. Schließlich stieß er auf Online-Spiele als Goldgrube und gründete 2007 Zynga - benannt nach seinem Hund Zinga. Noch vor zwei Jahren warf das einflussreiche Technologie-Blog "Techcrunch" dem Unternehmen vor, Nutzern zum Teil mit unfairen Tricks das Geld aus der Tasche zu ziehen. Inzwischen hat sich Pincus aber zu einem respektablen Internet-Unternehmer gemausert. (APA)

Link

Zynga

Kommentar posten
15 Postings
12345 ... weiter weiss ich nicht!
00
19.12.2011, 11:14
Gratulation ...

bin´s ihm nicht neidig ...

paulchenpanther
02
16.12.2011, 14:58
Ein Internet-Goldgräber am Ziel

Warum ist eigentlich das Ziel, ein Startup, sobald es einen bestimmten "Wert" hat, zu verkaufen? Warum führt man es nicht selbst weiter? Bringt das zuwenig Geld bei zuviel Aufwand in zuviel Zeit?

samuel vimes
00
weil...

... start-ups selten eine vertriebsstruktur oder eine interne organisation haben, um auch nur annähernd einen wachsenden kundenstock bedienen zu können.
dafür haben sie gute ideen und produkte, die von den grossen global players gerne geschluckt werden.

und die global players stecken schon seit jahren nix bis sehr wenig in die eigene forschung... die kaufen sich das alles mit den start-ups.

Erdül the turk
00
18.12.2011, 14:26

Im Silicon Valley werden fast alle Startups von Venture Capitalists gepusht - ausnahmslos mit dem Ziel, in 1-5 Jahren mit dem Unternehmen ordentlich Kohle zu machen. So gut wie jedes Startup hat externe Geldgeber, die die Entwicklungskosten die ersten 1-2 Jahre tragen. Diese Kosten gehen leicht in die 100.000ende bis Millionen, sowas geht nicht mehr mit privatem Eigenkapital.

Rj01
00
18.12.2011, 00:39
Würd ich beim Ersten Startup auch so machen!

Ständig das selbe zu machen ist doch langweilig. Man hat dann genug Geld und vorallem keine Sorgen mehr und kann mit dem Kapital was neues aufbauen ohne das Risiko zu scheitern.

LtCdr Data
00
17.12.2011, 11:07

Weil die Venturekapitalgeber das möchten?

peak all
00
19.12.2011, 22:37

klar die VC geber schreiben von anfang an das ziel in die verträge ihre anteile versilbern zu können. sogar bei staatlichen VC geldgebern wie dem awsg steht dieses verbriefte recht in den verträgen...

Resteverwerter
00
16.12.2011, 16:17
man kann sich selten auf mehr als eine Sache konzentrieren

und wenn man aktuell ein Unternehmen mit einem Marktpotential von XX und eine neue Idee mit Marktpotential XXX hat, muss man sich eben entscheiden ... Dieser Pincus hat ganz offensichtlich die richtige Entscheidung getroffen, aus heutiger Sicht.

androide
00
16.12.2011, 15:17

Weil man nie weiß ob der aktuelle Internethypeliebling nächstes Jahr auch noch existieren wird.

Also besser schnell zu Geld machen.
Und, ja, es wird meist weit über Wert verkauft.

Ghettoblaster
00
18.12.2011, 13:11
Ja, weil Konzerne immer nach der Suche nach Technologie sind.

Kauf um 38 Mill., bau es in dein eigenes Produkt ein und mache 1 Mrd. Umsatz. Oracle, Cisco sind alles Unternehmen, die aus dem Nichts kamen - sagt man. Doch im Grunde sind sie eine unglaubliche Anzahl an Start Ups gewesen. Das Karusell dreht sich auch immer weiter (z.B. Siri kommt aus einem Start Up das mehrmals gereicht wurde, Pay Pal (500 Mill.), Flickr etc.)

Sie sind ein Troll

PedaW
00
16.12.2011, 15:05

Weil weit über Realwert des Unternehmens verkauft wird wahrscheinlich.
Irgendwie eine schlechte Entwicklung. Es gibt nur mehr ein paar global Player die alle Start Ups aufkaufen...

Tomminger
12
16.12.2011, 14:54
Symbol für Unternehmergeist?

"der Sohn einer Architektin und eines Unternehmensberaters" <-- stimmt, er hatte einen schweren Start hat sich alles selbst erarbeitet.

Get rich or die tryin'
10
19.12.2011, 07:02
Wahnsinn

Sind Sie ein armes, neidisches Würstchen...

Tomminger
00
19.12.2011, 14:16
nix neidisch ..

.. nur meiner Meinung unpassend.
Ich missgönne dem Herrn ja seinen Erfolg nicht, nur steht meiners Erachtens jemand nicht für Unternehmergeist, dem ebendieser in die Wiege gelegt wurde, inklusive der dafür erforderlichen oder zumindest hilfreichen finanziellen Startmittel.

Mathias Steinlaus
 
04
16.12.2011, 14:48
Der rastlose Pincus könnte ein gutes Symbol für amerikanischen Unternehmergeist abgeben.

Eher ein Symbol für das alte Kredo:

"Das schnellste Geld macht man mit den Dummen."

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.