Eine Plateauwanderung über der Nebelzone

16. Dezember 2011, 16:55
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    Gesamtgehzeit drei Stunden, Höhendifferenz rund 200 Meter. Eichert-Hütte ganzjährig bewirtschaftet (Montag Ruhetag); Hubertushaus im Jänner und Februar geschlossen, sonst Dienstag und Mittwoch Ruhetage. ÖK25V Blatt 5201-West (Berndorf), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Atlas Wiener Hausberge, Maßstab 1:50.000

    Foto: flickr.com/ed.h unter cc-Lizenz

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    grafik: der standard

Eine gemütliche Runde von der Kleinen zur Großen Kanzel der Hohen Wand bei Wien

Bei Inversionswetterlagen, wie sie heuer leider häufig auftreten, ragen die oberen Zonen der Hohen Wand meist über die Nebeldecke hinaus und ermöglichen beschauliche Wanderungen in kristallklarer Luft. Da man bis zum Parkplatz bei der Kleinen Kanzel auf einer auch bei Schneelage gut geräumten Straße fahren kann, sind nur geringe Höhenunterschiede zu bewältigen. Die Routen zur Großen Kanzel weisen zumeist eine gute Spur auf, sodass sich auch hier die Mühen in Grenzen halten.

Bereits bei der Kleinen Kanzel bietet sich ein herrliches Panorama, in dem der Schneeberg - der höchste Gipfel Niederösterreichs und östlichster Zweitausender der Alpen - dominiert, zu sehen sind aber auch ein erheblicher Teil der Voralpen und ein Stück des Wienerwaldes. Übertroffen wird dieser Ausblick von jenem auf der Großen Kanzel. Auch hier zieht der Schneeberg, den Franz Grillparzer den König der norischen Alpen nannte, den Blick auf sich, doch zeigen sich auch die östlichsten Gipfel der Urgesteinszone mit Stuhleck und Hochwechsel sowie die bekannten Erhebungen rund um den Semmering. Zu sehen sind weiters das Leitha- und Rosaliengebirge, bei nebelfreiem Wetter auch ein Teil des südlichen Wiener Beckens. Dann erfreut sich man sich auch am beeindruckenden Tiefblick auf die ehemalige Bergbaugemeinde Grünbach, die vor der felsigen Kulisse des Geländes liegt.

Interessantes gibt es auch am Weg zu sehen. Bis zum Wanddörfl ist ein Baumlehrpfad mit informativen Tafeln ausgeschildert, dann bewegt man sich entlang eines Vogellehrpfades mit sehr guten Fotos und allen wichtigen Angaben über die Gefiederten.

Die Runde ließe sich auch "anstückeln" , wenn man vom Hubertushaus über das Hochkogelhaus zum Ausgangspunkt zurückkehrt, doch muss man dann den Leitergraben mit einem steilen und um diese Jahreszeit häufig rutschigen Ab- und Anstieg queren, was Probleme bereiten kann. Anzuraten ist diese Variante daher nur für die Zeit vom Frühling bis zum Spätherbst.

Die Route: Von der Kleinen Kanzel wandert man auf dem blau markierten Güterweg in leichtem Bergauf und Bergab bis zum Wanddörfl, dort schwenkt man nach rechts auf die rote Markierung ein, um in einem mäßigen Anstieg den Kamm zu erreichen. Bei der Naturwachthütte, welche bis 1994 als Bergstation eines Sessellifts fungierte, hält man sich links und gelangt im leichten Abstieg zur Wilhelm-Eichert-Hütte und zur Großen Kanzel. Gehzeit 1½ Stunden.

Auf der roten Markierung am oberen Rand der Felsen geht es weiter zur Hubertushütte, dort hält man sich wieder links und gelangt zum Güterweg, auf dem man über das Wanddörfl wieder zum Ausgangspunkt zurückwandert. Gehzeit ab Eichert-Hütte 1½ Stunden. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/17.12.2011)

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15 Postings
KomaPoster
00
20.12.2011, 12:49
Das ist doch bloß eine x-beliebe Wanderwiese, nur dass sie halt auf einem Plateau liegt.

Ich finde das Gebiet irgendwie seltsam. Man kann bloß Spazieren gehen und trifft auf jede Menge Kletterer, Paragleiter und Modellbaufreunde. Weiter als 15 Gehminuten ist man nie von einer Gastwirtschaft entfernt. Vergleichsweise ist da jeder Wienerwald-Wanderweg am Stadtrand von Wien eine idyllische Naturerholungszone mit mörderischen Anstiegen.

Arne Karlsson
00
20.12.2011, 00:06
Ich war dort...

Angeregt durch diesen Artikel war ich letzes Wochenende dort - zum ersten mal.

Fazit: von Wien leicht mit dem Auto erreichbar, eindrucksvolle Kulisse, tolle Aussicht, nette Bergstraße.

ABER: völlig zersiedelt, hinter jedem Baum ein Wochenendhaus, Zäune, sog. Schutzhütten fast in Sichtweite voneinander. DAS soll ein Naturpark sein? Nein, den stell' ich mir anders vor.

Das Gebiet Feuerwehr am Steinhof / Jubiläumswarte / Kreuzeichenwiese / Schottenhof ist trotz Wanderern, Gassigehern und Mountainbikern im Vergleich dazu als völlig menschenleer und verwildert zu bezeichnen

Also: schöne Landschaft, zerstört und zermenschelt - schade drum, wirklich!

Stefan Plha
04
19.12.2011, 11:09
Ein Naturpark...

...mit ausschließlicher Erreichbarkeit mit dem eigenen PKW. Symptomatisch im Klima- und Energiemusterland Niederösterreich.
Kein Kommentar.

FelixKrull
00
19.12.2011, 11:58

Das stimmt ganz einfach nicht - von Wiener Neustadt etwa gibt's eine Busverbindung (Partsch).

Stefan Plha
00
19.12.2011, 12:02
Ja...

Montag-Freitag bis zur Mautstelle am Wandfuß. Aber am Wochenende nichts Brauchbares. Und bis zum Plateau hinauf gibt es schon seit Jahren keinen ÖV mehr!

FelixKrull
00
19.12.2011, 12:27

Hab ich jetzt nicht gewusst - muss zugeben, fahre auch immer mit dem Auto hinauf.

FelixKrull
11
19.12.2011, 10:57
Was für ein Untertitel!

"Eine gemütliche Runde von der Kleinen zur Großen Kanzel der Hohen Wand bei Wien" -

Muss denn alles und jedes einen Bezug zu unserer natürlich über alles geliebten Bundeshauptstadt haben?

PS: Die Hohe Wand ist rund 50 km von Wien weg, also alles andere als "bei Wien".

Curzon Dax
00
18.12.2011, 09:38
Clicks sammeln?

Warum wird man beim wöchentlichen Wandertipp von der Titelseite immer auf derstandard.at/reisen verlinkt, und nicht direkt hierher zu Bernd Orfer?

Curzon Dax
00
19.12.2011, 08:18

Also ich hab mich heute wirklich gefreut, dass der Link bereits umgebogen wurde und nun direkt hierher zeigt.

Vielen Dank dafür! Ist zwar nur eine Kleinigkeit, doch es freut mich, dass sich jemand auch um die Kommentare kümmert.

0815-Kommentar
01
17.12.2011, 10:42

die hohe wand ist immer einen besuch wert!

Gary Grantscherbn
03
17.12.2011, 20:31
Kontrastprogramm

der Tiefe Graben auch...

Cavaliere Austriaco
00
ja ja das orient...

Gary Grantscherbn
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wobei ich natürlich nur die Bar kenne!!!!

Cavaliere Austriaco
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ich auch, was glauben sie denn?

Gary Grantscherbn
00

ah, von dort kennen wir uns...alles klar! D'Ehre!

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