Soll Anbindung an andere Clients erheblich vereinfachen - Wird auch von Google und Facebook genutzt
Historisch ist der Bereich der Instant Messenger einer, der mit proprietären Protokollen geradezu zugepflastert ist - und dabei eindrucksvoll veranschaulicht, wie unangenehm die Auswirkungen solch einer Entwicklungspolitik sein können. Beinahe jeder Hersteller bastelte vor ein paar Jahren noch an seinem eigenen Protokoll, mit dem Ergebnis, dass kaum ein Service zum anderen kompatibel war, in Folge oft multiple Accounts nötig waren, um mit all den eigenen Kontakten chatten zu können. Zwar etablierten sich mit der Zeit Multi-Protokoll-Clients, die aber erhebliche Zeit in die Abdeckung all der unterschiedlichen Lösungen investieren mussten.
Offenheit
In den letzten Jahren ist hier ein gewisser Gegentrend zu vermerken: So setzt Google Talk schon von Beginn an auf das ursprünglich vor allem bei Jabber genutzte, freie XMPP-Protokoll. Neben zahlreichen unabhängigen Jabber-Servern bietet mittlerweile auch Facebook eine XMPP-Anbindung für seine Chat-Funktionalität. Nun schließt sich ein weiterer großer Hersteller diesem Reigen an.
XMPP
Wie Microsoft verkündet, sollen sich künftig auch XMPP-Clients mit dem Windows Live Messenger verbinden können, hierfür stellt man nun ein eigenes Interface zur Verfügung. Zur Autorisierung wird OAUTH 2.0 verwendet, weitere Details finden sich im Blog-Eintrag von Microsoft. (red, derStandard.at, 16.12.11)