Journalisten des Jahres

Print- und Online-Preis: derStandard.at-Bloggerinnen ausgezeichnet

16. Dezember 2011, 14:37
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    foto: standard

    Sonderpreis für Online- und Print-Zusammenarbeit: Tanja Paar (links) und Mirjam Harmtodt.

Sonderpreis für Tanja Paar (STANDARD) und Mirjam Harmtodt (derStandard.at) für ihr gemeinsames Blog "Nacktscanner" - Journalist des Jahres: Hubert Patterer ("Kleine Zeitung") - Sonderpreis an Anneliese Rohrer für ihr Lebenswerk

Jährlich vergibt das Branchenmagazin "Der Österreichische Journalist" seine Auszeichnungen für die besten Journalisten des Jahres. Der Sonderpreis der "Journalist"-Redaktion in der Kategorie Print & Online geht an derStandard.at-Redakteurin Mirjam Harmtodt und ihre Ressort-Kollegin Tanja Paar vom STANDARD für den Blog "Im Nacktscanner". Die beiden machen, "was alle Medien-Gurus fordern: Verknüpfung von Print und Online", schreibt das Branchenblatt. Anneliese Rohrer wurde für ihr Lebenswerk geehrt.

Hubert Patterer ist "Journalist des Jahres"

Zum "Journalist des Jahres" wurde Hubert Patterer von der "Kleinen Zeitung" gekürt. Gewählt werden die "Journalisten des Jahres von einer Jury aus Chefredakteuren, Medienjournalisten sowie den Vorjahressiegern. Als beste Chefredakteure des Jahres wurden nach Patterer Michael Fleischhacker von der "Presse" sowie Alexandra Föderl-Schmid vom STANDARD gewählt. Zur besten Redaktion kürte das Magazin erneut den ORF vor der "Presse" und STANDARD. Auf Platz vier liegt "profil" vor "Kurier" und "Falter".

Die Kategoriensieger

  • Die Wirtschaftsberichterstattung wurde heuer zum wiederholten Mal von Michael Nikbakhsh vom "profil" dominiert.
  • In der Innenpolitik gewann Rainer Nowak von der "Presse".
  • In der Kategorie Investigation kam Kurt Kuch von "News" auf den ersten Platz,
  • zur besten Kultur-Journalistin wurde ORF-Moderatorin Barbara Rett gewählt.
  • Auch die Kategorie Außenpolitik ging an den ORF: Hier gewann der Korrespondent Karim El-Gawhary.
  • Der Titel "Kolumnist des Jahres" geht wieder an Rainer Nikowitz vom "profil",
  • die Kategorie Unterhaltung gewann Karl Hohenlohe ("Kurier", ORF).
  • Sportjournalist des Jahres ist Wolfgang Winheim vom "Kurier".
  • Der erste Platz in der Kategorie Foto ging zum wiederholten Mal an APA-Fotograf Robert Jäger. (red/APA)
Kommentar posten
12 Postings
holloway
01
23.12.2011, 09:23

Autsch ... die "Verknüpfung von Print und Online" .... da hat man ein hochwertigeres Produkt wenn man den Bildschirm in eine Zeitung einwickelt.

Also ich find den "Nacktscanner" aus ganzem Herzen alles andere als auszeichnungswürdig ...

gütenand der fertige
01
18.12.2011, 09:59
Frau Rohrer war eine brave linientreue Kommentatorin

der schwarzen Politik bis sie - um das Jahr 2002 - ein Erweckungserlebnis gehabt haben mußte. Seit dieser Zeit schreibt sie etwas kritischer. Wobei, seit sie wieder in "Die Presse" kommentieren darf, wird sie schon wieder etwas handzahmer.

Was Rainer Nowak anbelangt, so kann sich der interessierte Zeitungsleser nur die Augen reiben, ob der Entscheidung der Jury. Ich kenne kaum einen Zeitungsredakteur, der tendenziöser - und zwar in Artikeln und Kommentaren - schreibt als Nowak. Die inzwischen weit verbreitete Unsitte, die eigene Meinung bereits in die - eigentlich objektive sein sollende - redaktionelle Berichterstattung einfließen zu lassen, hat Nowak perfektioniert. Nur Schellhorn ist darin noch "erfolgreicher".

verwerfungen
00
17.12.2011, 14:48
auch typisch österreichisch: patterer läßt sich heute in der kleinen zeitung gleich ordentlich feiern, wohl verschweigend, wer dafür die maßstäbe anlegte...

das traurige dabei: immer die gleichen medien, es gibt ja nur mehr rd. 10 zeitungsverlage und 20 medien...
vor 35-40 jahren waren es noch rund 70 titel in österreich fast 30 Tageszeitungen

I'll shit on your nick
00
17.12.2011, 18:22
Und:

Tageszeitungen sind sowieso aussterbende Rindviecher, die Zukunft gehört dem Netz und Nischenpublikationen.

gütenand der fertige
00
18.12.2011, 10:05
Tageszeitungen könnten deshalb eine aussterbende Gattung werden,

weil sie unbedingt glauben, aktuell sein zu müssen. Bei diesem Geschäft sind sie aber naturgemäß den elektronischen Medien unterlegen.

Die Stärke der Zeitungen, informative, gut recherchierte Hintergrundberichte zum gesellschaftspolitischen Geschehen, können sie mehr und mehr nicht ausspielen, da aufgrund der grottenschlechten Arbeitsbedingungen von Journalisten die Qualität der Berichterstattung immer schlechter wird und der Informations-Journalismus vom Gesinnungs-Journalismus abgelöst wurde.

"Das Netz" bietet aber im Allgemeinen noch weitaus weniger Qualität und kann daher nie und nimmer ein - seriös gemachtes - Printmedium ersetzen.

Ein Pferd namens Horst
43
17.12.2011, 14:44

Hat die Frau Sterkl eigentlich schon einen Preis für ihre Berichterstattung über den Tierschützerprozess bekommen? Falls nein, bitte unbedingt nachholen.

wolfgang10005
00
18.12.2011, 15:53
ein seriöser Journalist wäre in den Reportagen unparteilich geblieben !!!

mels gels
00
22.12.2011, 20:12
was für reportagen denn?

Kondratjew -Zyklus
 
01
17.12.2011, 04:26
"Die beiden machen, "was alle Medien-Gurus fordern:" - Print zu Online-Gehältern.

Bim Beau
09
17.12.2011, 01:58

Das sagt wirklich viel über den Journalismus in Österreich aus.

der schwitzbär der schwitzt sehr
00
17.12.2011, 00:02
HLKK

Hoch lebe Kurt Kuch!

onlooker
00
17.12.2011, 09:11
und sein buch, "land der diebe" sehr lesenswert und eine fortsetzung sollte es auch geben

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