ATX

Auf die dividendenstärksten Aktien setzen

Christian Scheid, 16. Dezember 2011, 12:53

Rund zwei Drittel des Umsatzes erzielt Tesco auf dem schwachen britischen Markt. Große Sprünge sind nicht zu erwarten

Statistisch ist bewiesen, dass sich Aktien mit hoher Dividendenrendite langfristig besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Denn Unternehmen, die ihre Anteilseigner großzügig am Gewinn beteiligen, gelten in der Regel als besonders solide und sind bei Anlegern begehrt. Gut abzulesen ist dieser Zusammenhang anhand eines Vergleichs des ATX Top Dividend Net Total Return-Index mit dem ATX.

Das erste Auswahlbarometer, das die dividendenstärksten Aktien aus der obersten österreichischen Börseliga zusammenfasst, hat den ATX klar hinter sich gelassen. Die Wiener Börse berechnet den ATX Top Dividend Net Total Return seit dem 20. September dieses Jahres. Der Index setzt sich aus den zehn Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite des ATX zusammen und beinhaltet im Gegensatz zum ATX auch Dividenden, was einen Teil des Performanceunterschieds erklärt.

Als Startdatum für das Auswahlbarometer wurde der 22. September 2008 festgelegt, der Startwert beträgt 1.000,00 Punkte. In der Rückrechnung markierte der Index seine Extremwerte bei rund 572 und 1.276 Zählern. Schwergewichte sind Telekom Austria (21,48 Prozent), OMV (18,83 Prozent) und Andritz (18,53 Prozent). Wie beim ATX wird die Zusammensetzung des ATX Top Dividend vierteljährlich durch ein Komitee überprüft. Alle indexrelevanten Infos wie Richtlinien, Zusammensetzung, Beobachtungslisten und Änderungen sind für Investoren auf dem Indexportal der Wiener Börse unter www.indices.cc zugänglich.

Der Index wird real-time in Euro berechnet und veröffentlicht. Konzipiert als handelbarer Index kann der ATX Top Dividend als Basiswert für strukturierte Produkte sowie für standardisierte Derivate (Futures und Optionen) herangezogen werden. Ein Partizipations-Zertifikat auf den Index (ISIN DE000HV5LHH1) hat am 24. Oktober Unicredit onemarkets begeben. Die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs (Spread) beläuft sich auf moderate 0,4 Prozent.

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