Wetten auf den Euro

Kaufen, wenn die Ratingagenturen wettern

Christian Scheid, 16. Dezember 2011, 12:45

Der Euro ist seit Wochen unter Dauerbeschuss, doch gerade jetzt könnte sich der Einstieg lohnen - Von Christian Scheid

Der Euro ist seit Wochen unter Dauerbeschuss, doch gerade jetzt könnte sich der Einstieg lohnen // Mit einem Discount Call Optionsschein schaffen sich Anleger einen Risikopuffer, falls die Wette schiefgeht.

Mit großer Spannung blickten Anleger Ende vergangener Woche dem EU-Gipfel entgegen. Zwar wurden striktere Regeln zum Schuldenabbau und engerer wirtschaftspolitischer Koordination beschlossen. Der große Wurf blieb jedoch aus: Den Ratingagenturen gingen die Ergebnisse nicht weit genug. Moody‘s kritisierte, dass nur wenige der angekündigten Krisenmaßnahmen neu seien. Weil Entscheidungen zur kurzfristigen Stabilisierung der Kreditmärkte fehlten, sei die Eurozone und die gesamte Europäische Union nach wie vor anfällig gegen externe Schocks. Moody‘s bekräftigte daher die Ankündigung von November, die Ratings aller EU-Staaten im ersten Quartal 2012 genau zu prüfen. Kurz vor dem Gipfel hatte auch die Ratingagentur Standard & Poor‘s mehrere der 17 Euro-Länder vor einer möglichen Herabstufung gewarnt, darunter auch Deutschland und Frankreich.

Die Schuldenkrise übt Druck auf den Euro aus: Allein seit Ende August ging es mit dem Wechselkurs von rund 1,45 auf aktuell rund 1,30 Dollar je Euro nach unten. Bei genauerem Hinsehen sind solche Bewegungen nicht neu: Euro und Dollar liefern sich schon lange einen Abwertungswettlauf: In den letzten fünf Jahren tendierte der Wechselkurs zwischen 1,19 und 1,60 Dollar je Euro seitwärts. Aktuell bewegt sich die Notiz eher im unteren Bereich dieser Spanne. Doch das Sentiment am Devisenmarkt könnte sich bald drehen. Denn wegen des bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampfs 2012 dürfte die US-Schuldenkrise bald wieder in den Vordergrund rücken - zumal die Vereinigten Staaten gemessen an der Schuldenquote im Vergleich zur Eurozone noch weitaus schlechter dastehen.

Mit einem Discount Call (ISIN DE000BN9SNW1) von der BNP Paribas können Anleger schon dann profitieren, wenn sich der Euro zum US-Dollar am Laufzeitende im September 2012 zumindest auf dem aktuellen Niveau behaupten kann. Das Papier bietet im Vergleich zu einem klassischen Optionsschein ein moderates Chance-Risiko-Profil. Den Maximalertrag von 30,5 Prozent bzw. 41,4 Prozent p.a. wirft das Papier ab, wenn der Wechselkurs am 3. September 2012 mindestens bei 1,30 Dollar je Euro steht. Zwischenzeitliche Notierungen unterhalb dieser Marke sind ohne Belang. Entscheidend ist lediglich das Laufzeitende. Erst bei einem Kurs von 1,20 Dollar je Euro oder darunter verfällt der Discount Call wertlos. Liegen Basispreis und Cap jeweils nur um fünf Cent höher (ISIN DE000BN9SNY7), steigt die maximale Renditechance bereits auf 49,0 Prozent. Um diese zu erreichen, müsste der Euro zum Dollar jedoch auf mindestens 1,35 steigen.

Plato
00
18.12.2011, 21:18
mit so einem Papier im Portfolio ist's vorbei mit einem ruhigen Schlaf ...

rowdy "the furious"
00
16.12.2011, 21:13
und schon wieder die nächste Abzockerei

jetzt voll auf den Euro setzen, hihi!

nbergmann
00
18.12.2011, 09:57
die us notenbremse schafft gerade mal einen leichten dollar anstieg gegenüber dem euro

irgendwann ist da auch die luft raus, dann haben die usa ihre schuldenprobleme im griff oder aus die maus

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