Oberösterreich

Landesrätin fordert Probejahr für Junglehrer

16. Dezember 2011, 12:08

Doris Hummer will die Direktoren mit mehr Macht ausstatten: Sie sollen ihre Wunschlehrer auswählen und nach einem Jahr bewerten

Die Entscheidung, an welcher Schule Junglehrer eine Stelle bekommen, soll in Oberösterreich in Zukunft nicht mehr der Landesschulrat alleine treffen. Die Direktoren sollen ein Wörtchen mitzureden haben und sich aus einer Gruppe von Bewerbern ihren Wunschkandidaten auswählen dürfen. Das sieht ein Gesetzesentwurf der ÖVP-Bildungslandesrätin Doris Hummer vor, berichten die Oberösterreichischen Nachrichten.

Das landesweit gültige Objektivierungsgesetz bleibe dabei bestehen. Junglehrer, die auf eine Stelle in einer Volks- oder Hauptschule warten, werden weiterhin nach bestimmten Kriterien wie Ausbildung, Zusatzqualifikation, Berufsbiographie oder sozialen Komponenten gereiht. Wer an erster Stelle gereiht ist, darf sich für eine frei werdende Stelle bewerben.

Kandidatenauswahl

Gibt es in einem Schulbezirk aber beispielsweise acht freie Stellen und ebenso viele Bewerber, kann der Direktor seinen Wunschkandidaten wählen. Wählen mehrere Direktoren denselben Kandidaten, darf sich der Lehrer aussuchen, an welche Schule er gehen will. Wird ein Bewerber von keinem Direktor gewählt, "dann bemüht sich der Bezirksschulinspektor um eine Lösung." Aber keinem Direktor dürfe ein Kandidat aufgezwungen werden, sagt Hummer.

Beurteilung durch Direktoren

Hummer fordert zudem, dass die Arbeit der Junglehrer nach einem Jahr vom Direktor bewertet wird. Fällt die Beurteilung positiv aus, kann der Lehrer an der Schule bleiben. Fällt sie negativ aus, muss sie der Lehrer verlassen und sich anderswo um eine Stelle bewerben. "Die Ablehnung eines Lehrers muss natürlich sachlich und schlüssig begründet werden", sagt Hummer in den OÖN. 

Das Mitspracherecht für Direktoren muss allerdings erst vom Landtag beschlossen werden. Grüne und FPÖ signalisierten Zustimmung. Die SPÖ ist skeptisch: "Wir wollen kein Hire and Fire. Wichtig ist, dass die Junglehrer bestmöglich ausgebildet und beim Berufseinstieg begleitet werden", sagte Klubchefin Gertraud Jahn. Es gebe noch sehr viele offene Fragen. (red, derStandard.at, 16.12.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 88
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665
00
22.12.2011, 17:40
weltfremd

Zuerst Lehrer 4 Jahre gratis ausbilden und dann 6 Jahre prüfen ob sie dafür geeignet sind. Die meisten Lehrerinnen gehen dann in Karenz und fangen dann nach 3 Jahren wieder von vorne an.
Das ist schwachsinnig, sozial unverantwortlich, volkswirtschaftlich schädlich. Wir müssen zuerst den Studierenden die Chance geben sich ihren Beruf bewußt auszusuchen und dann eine Ausbildung einzugehen. Es ist bekannt, dass gute Lehrer sich von schlechten Lehrern primär durch ihre sozialen Fähigkeiten, ihr Engagement, kurzum durch die Pädagogik unterscheiden, sekundär durch die Fachlichkeit.
Also: 1 Jahr Einführung, dann 1 Jahr Praxis (z.B. als Zivi), dann entscheiden, fertig studieren, Einführungsjahr, arbeiten und ganz normal überprüfen und coachen.

jana_einsteinova
00
27.1.2012, 13:47
1 Jahr Praxia als Zivi ...

... find ich gut.
dann könnten die Zivis die Kinder/NM betreuung übernehmen und dann müssten nicht überqualifizierte LehrerInnen auf Kinder aufpassen.
Bei diesem Lärm, wenn die Kinder am nm völlig überdreht sind, kann man sicher schwer Vorbereitungen treffen bzw korrigieren uuund
billiger wärs auch

asinus
22
20.12.2011, 07:05

Wenn ich daran denke, dass in den beiden AHS in meinem Schulstandort bereits Studenten im 3. (!) Semester in einer AHS unterrichten, weil man keine geprüften Lehrer gefunden hat, dann kann ich über den Vorschlag der ahnungslosen Landesrätin nur milde lächeln. Die Direktoren haben die Studenten durch Mundpropaganda gefunden....

we wall
010
18.12.2011, 17:18
Probejahr

Hinweis 1:
Alle Junglehrer/innen werden nur mit einem Einjahresvertrag angestellt.
(wenn man als Landesrätin keine Ahnung hat, soll man keine "schlauen" Meldungen von sich geben)
Hinweis 2: Lehrerbesoldung:
Als Lehramtsgeprüfter für technische Fächer (Mathematik, Physik, Chemie)
betrug mein erstes Gehalt ATS 2500,- (netto in Schilling) - nach 6 Semestern Studium;
Vergleich aus dem Bekanntenkreis:
abgeschlossenes Technikstudium (nach 8 Semestern) - Anfangsgehalt ATS 16500,- (netto)
Folgerung:
Wer ist so blöd und wird heute noch Lehrer ?
Ich wünsche allen viel Spaß bei der Suche nach geeigneten Junglehern/innen.

marie berg
81
19.12.2011, 20:49
wir schreiben

das jahr 2011, rechnen noch in ats und vergleichen eine 3 jährige pädak mit einem hochschulstudium. mich wundert nix mehr.

clangi
25
20.12.2011, 08:53
aber das ist ja jetzt wirklich sehr leicht...

müsste selbst eine bergmarie kapieren!
also: er schrieb "betrug ... ATS 2500,-" und dürfte wohl schon einige jahre her sein (so wenig verdient ein lehrer aktuell auch wieder nicht!)
folglich gab es damals noch die Schilling...

wie kann man solch einfache zusammenhänge nicht verstehen?

lassen sie mich raten: gar nichts studiert und nur neidisch, oder?????????????

marie berg
71
20.12.2011, 13:16
neid

scheint ein dominierender faktor ihres denkens zu sein. vielleicht können sie ja die weihnachtsferien dazu nützen, sich darüber gedanken zu machen. in diesem sinne: frohe gesetzliche feiertage!

clangi
33
20.12.2011, 19:59
ebenfalls schöne feiertage!

vielleicht könnten sie das neue jahr mit dem vorsatz beginnen, EINMAL auf irgendein posting auch einzugehen!
einmal reicht sicher jedem hier - käme einem wunder gleich!

marie berg
71
21.12.2011, 08:01
ach wissen sie,

meine deutschprofessorin hat uns beigebracht, nicht mit menschen zu disktuieren, die sich hinter "jedem" oder "allen" verstecken. sie meinte, die haben keine argumente, agieren untergriffing uns sind oft sehr sehr dumm. dem hab ich ansich nichts hinzuzufügen.

kuonrad
24
21.12.2011, 09:02
Dieses einzige Mal

(sozusagen als Weihnachtsgeschenk) möchte ich mich direkt an Sie wenden - um Ihnen aus ganzem Herzen zu Ihrer gelungenen Selbsterkenntnis ("keine Argumente, untergriffig, oft? sehr dumm") zu gratulieren.

Sie haben aber auch 5 Monate Zeit dafür gehabt, gönnen Sie sich ruhig noch weitere Auszeiten, Sie haben es verdient.

clangi
23
21.12.2011, 09:16
bergmarie...

die lustigste person des jahres 2011!
da kann failmann einpacken ;)

asinus
25
20.12.2011, 23:28

Ja, ja, die Bergmarie muss halt auch wieder ihren ungustiösen Senf, mit Unterstellungen gepaart, von sich geben. Nehmen Sie sie nicht ernst....

clangi
24
21.12.2011, 09:18
ach, ich kenn die schon lange...

wird immer lustiger, gehässiger, primitiver, usw.!
muss man als kabarett sehen, dann kann mans wirklich geniessen!

Cato der Ältere1
60
19.12.2011, 08:30
..bitte nich Äpfel mit Zwetschken vergleichen

..ein Lehramtsstudium hat nichts, aber schon gar nichts mit einem Studium zu tun.

Lehrer müssen jedes Jahr evaluiert werden. Es kann nicht sein das es 15jährige gibt die nicht lesen und schreiben können. Von Sonstigen red ich gar nicht.

Hier hat nicht der Schüler versagt, hier hat das Lehrpersonal versagt.

Lehrer die es nicht schaffen jemanden etwas beizubringen und diesen dann doch 9 Jahre durchtragen, müssen dafür geradestehen.

Wie in einem normalen Job. Keine Leistung, kein Job.

Murmelchen1
04
20.12.2011, 10:50
Wieso sollte ein Lehramtsstudium nichts mit einem Studium zu tun haben?

Ich hatte genau 7 Prüfungen weniger als die Diplomstudenten, alle anderen Prüfungen mit ihnen (d.h. gleiche Prüfung, gleicher Stoff) - dafür habe ich ein zweites Fach dazustudiert und damit insgesamt deutlich mehr Semesterwochenstunden als meine Diplomkollegen. Die Diplomarbeit schrieb ich bei einem sehr renommierten Professor und habe Teile davon in Nature veröffentlicht.

asinus
01
20.12.2011, 07:02

Na ja, das Versagen einer Gruppe zuzuschieben, ist schon recht billig, und Sie müssten alle einzelnen Fälle kennen, um das zu behaupten.

sy
02
19.12.2011, 16:24

Nein, natürlich hat ein Lehramtsstudium nichts, aber auch gar nichts mit einem Studium zu tun... nach 198 absolvierten Semsterstunden bin ich völlig unstudiert und jede Prüfung war watschneinfach...

und kommens ma jetzt nicht mit Vergleich zu Medizin oder TU....Gratulation, wenns ein besonder schweres Studium geschafft haben...

drwestbahn
00
19.12.2011, 13:20

Ein Absolvent eines technischen Studiums steht sogar noch schlechter da, da er mindestens 3 Jahre Berufspraxis benötigt und diese Vordienstzeiten ihm nur zur Hälfte angerechnet werden.

stall
01
19.12.2011, 12:51
hätten sie gerne

die lehrer für den misserfolg der schüler verantwortlich zu machen. wie bei den banken, die gewinne privatisieren, die verluste sozialisieren.
cato hätte leute wie sie wahrscheinlich kreuzigen lassen.

Cato der Ältere1
40
19.12.2011, 15:27
Wenn jemand und da meine ich die Lehrerschaft jemanden 9 Schuljahre durchkaut ,

und dieser nicht in die Lage versetzt ist lesen und schreiben zu können, das ist ein Unvermögen der Lehrer.

Wir sprechen hier nicht von Einzelfällen. Das ist Masse.

Wenn in der letzten Erhebung rund 300 000 Österreicher zu den Analphabeten gehören, dann stimmt mit der Schule etwas nicht mehr.

Wenn ich dann so Aussagen höre, wie "wir müssen die Rechstschreibprüfung bei den Einführungsprüfungen zur UNI" überdenken, dann sieht man eine Anpassung der Schulbildung an die Lehrer.

Je unfähiger die Lehrer, desto tiefer die Latte der Bildung.

Strikte Einstellungstests, strengste Überprüfungen des Lernerfolges mit Knock out

Wenn als Lehrer eingestellt, jährliche Überprüfung des Lernerfolges der Schüler als Grundlage zur Überprüfung der Lehrer

Dr_Olaf
 
04
21.12.2011, 23:20
Finde ich gut.

Und Fahrschullehrer sollen 10% der Gesamtsumme aller Verwaltungsstrafen ihrer ehemaligen Fahrschüler vom Gehalt abgezogen bekommen, und Polizisten sollen durch Vandalismus während Ihrer Dienstzeit entstandene Schäden vom Privatvermögen kompensieren müssen.

Cato der Ältere1
10
23.12.2011, 09:39
..nicht die Tatsachen verdrehen her Oberlehrer

..nciht nachfolgend, nein, jedes Jahr indem sich die Schüler "in den Händen" der Lehrer befindet, muß es eine Überprüfung des Lernerfolges geben.

Nicht im Nachhinein.

Sie scheinen ja viel Angst zu haben und sich selbst nichts zuzutrauen.

Ja, wenn das so ist, haben sie den Job sicher verfehlt. Wenn sie niemanden etwas beibringen können, dann sollte man Ihnen die Möglichkeit geben, sich einen Ihrer Möglichkeiten entsprechenden besseren Arbeit zu suchen.

Dr_Olaf
 
02
24.12.2011, 10:23
Was hat das mit "im Nachhinein" zu tun?

Wenn -so wie Sie sich das vorstellen- der Lernerfolg der Schüler einzig von der Leistung des Lehrers abhängt (was nebenbei gesagt völliger Schwachsinn ist), dann ist die logische Folge daraus, dass die Fahrleistungen von Fahrschülern auch zu großen Teilen von der Leistung der Fahrlehrer abhängen müssen. Na und dann kann man letztere ja auch in die Pflicht nehmen, oder?

PS: Wenn jemand schon bei der kleinsten Kritik mit Wörtern wie "Herr Oberlehrer" um sich schmeisst, dann lässt sich daraus recht einfach ableiten, woher dieser Hass auf die Lehrerschaft zu kommen scheint.

Cato der Ältere1
30
24.12.2011, 13:05
..stellen Sie sich nur dumm, oder sind SIe es??

..Ich weiß schon, Sie sind Lehrer.

Wohl auch einer, der nur Analphabeten produziert.

Und dafür werden Sie auch noch bezahlt.

Wie gesagt, wer nicht in der Lage ist eine Leistung zu bringen, sollte die Möglichkeit gegeben werden, dort zu arbeiten, wo er es kann.

Das Bildungssystem auf das Niveau der Masse der Lehrer herunter zu holen, kann nicht der richtige Weg sein.

Dr_Olaf
 
12
25.12.2011, 09:21
Ihr Posting ist weder

eine Antwort, geschweige denn ein Argument oder wenigstens eine auf Fakten begründete Aussage.
Es ist eine sinnlose Aneinanderreihung von haltlosen Beleidigungen.
Ich würde empfehlen, Sie lesen sich etwas in die Materie ein - Entwicklungs- und Gedächtnispsychologie / Lerntheorien / Neuropädagogik und argumentieren dann sachlich mit.
Auf dem momentanen Niveau ist eine Diskussion sinnlos, ich sehe diese hiermit als beendet an.
PS: Ich "produziere" keine Analphabeten, sondern, sehr erfolgreich, junge Menschen mit Universitätsreife.

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