Richtungsänderung

Microsoft verpasst Internet Explorer automatische Updates

Andreas Proschofsky, 16. Dezember 2011, 11:11
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    grafik: microsoft

Soll Probleme mit veralteten Versionen verhindern - Google Chrome und Firefox als Vorbild

Mit HTML5 und Co. hat das Web in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, wer sich auf aktuelle Browser-Versionen konzentriert, kann Designs umsetzen, die noch vor nicht all zu langer Zeit - zumindest ohne proprietäre Plugins - unmöglich erschienen. Das Problem dabei: "Aktuell" ist längst nicht jeder Browser, vor allem von Microsofts Internet Explorer schwirren noch immer reichlich veraltete Versionen durchs Netz, die mit modernen Web-Technologien so rein gar nichts anfangen können. Sogar Microsoft selbst sieht sich ja mittlerweile zu einer eigenen Kampagne genötigt, mit der man den gut eine Dekade alten Internet Explorer 6 loszuwerden trachtet.

Automatismus

Während sich dies als etwas mühsame Aufgabe erweist, verspricht Microsoft nun zumindest Besserung für die Zukunft: Wie das Unternehmen in einem Eintrag am IEBlog mitteilt, soll der Internet Explorer künftig automatisch - also ohne jegliches Zutun der NutzerInnen - aktualisiert werden. Bei Microsoft erhofft man sich durch diesen Schritt einerseits signifikante Sicherheitsverbesserungen, da entsprechende Updates rascher und zuverlässiger verbreitet werden können, aber auch die Möglichkeit flotter neue Web-Standards nutzen zu können.

Chrome als Vorbild

Damit folgt man dem Vorbild anderer Hersteller, vor allem Google hat für Chrome die Vorteile eines solchen Ansatzes eindrücklich demonstriert. Wie aus diversen Browserstatistiken ersichtlich ist, gelingt es Google regelmäßig innerhalb weniger Tage den allergrößten Teil der eigenen NutzerInnen auf eine neue stabile Version der Software zu aktualisieren. Zuletzt hatte auch Mozilla verkündet, ab Firefox 10 selbst automatische Updates einsetzen zu wollen.

Ablauf

Mit der Auslieferung der automatischen Updates will Microsoft ab Jänner beginnen, das System soll zuerst in Australien und Brasilien getestet werden, bevor andere Regionen folgen. Aktualisiert werden dabei nur die Versionen 8 und 9 des Internet Explorers, noch ältere Ausgaben wird man auf diesem Weg also nicht los. Für Firmen wird es zudem einen "Update Blocker" geben, mit dem der automatische Mechanismus deaktiviert werden kann. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 16.12.11)

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Posting 1 bis 25 von 39
1 2
Lesekrawatte
01
25.12.2011, 17:33

find ich super

Mit meinem iPhone 4S gesendet.

[citation needed]
00
19.12.2011, 12:44
die privatrechner, auf denen noch IE6 läuft

die haben erfahrungsgemäß auch auto-updates deaktiviert

und die firmen, die bewusst noch IE6 fahren, werden den blocker verwenden

aber nett gemeint ;-)

Standardabweichung
10
19.12.2011, 09:31

Der IE6 läuft hauptsächlich noch bei grossen internationalen Unternehmungen, bei denen die Stabilität der operativen Software oberstes Gebot ist. Oft wird dort erst nach vielen Jahren auf eine neue Softwareversion umgestellt, wenn sicher ist, dass es keine Probleme geben wird. Kosten spielen natürlich auch eine Rolle. Ich kenne eine Firma, die erst letztes Jahr von Windows 2000 auf XP umgestellt hat!! Speziell der IE6 ist mit dem Betriebssystem und Anwendungen wie SAP und Office so stark verzahnt, sodass man nichts riskieren kann.

M. P.1
01
19.12.2011, 10:32

Weil Sicherheit (!) das oberste Gebot ist, bleiben die beim IE6 (!!!).

Aha!

M. P.1
00
19.12.2011, 10:51

Hoppala, da stand Stabilität und nicht Sicherheit. Ist ja fast noch lustiger.

Klappe zu, Lindwurm tot.
00
17.12.2011, 19:53

Mein größtes Problem im Arbeitsalltag sind Kunden, die noch immer auf IE6 oder 7 setzen und den Einsatz moderner Browser ablehnen und im selben Atemzug moderne Webapplikationen fordern.

Standardabweichung
00
19.12.2011, 09:18

Sei doch froh, solche Kunden bescheren Dir genug Arbeit und Aufträge. Die wollen nichts von Problemen hören, sondern wollen Lösungen.

(°)(°)
00
18.12.2011, 14:56

Such dir neue Kunden.

:)

M. P.1
22
16.12.2011, 20:02
Es ist natürlich besser als nichts, aber es löst wieder nur einen kleinen Teil des Problems, weil:

* die meisten IE6 und IE7 werden wieder nicht updated.

* XP User bleiben weiterhin am IE8 hängen, weil kein neuerer IE dort läuft.

* auch für Vista-User (glücklicherweise gibt's derer nicht allzu viele) wird's keine neueren IEs als IE9 mehr geben.

* es gibt zu viele Opt-Out-Möglichkeiten.

Eine richtige Lösung wäre gewesen, IE10 auch für XP und Vista zu entwickeln (gewisse Grafikbeschleunigungs-Features, die auf XP nicht mehr laufen, kann man ja weglassen; Hauptsache, die bekommen den Großteil der Neuerungen), und dann den IE10 auf XP, Vista und Win7 per ServicePack auszuliefern. Und zwar ohne irgendwelche Genuine-Prüfungen, sodass alle die Möglichkeit haben, so ihre uralt-IEs zu entsorgen.

Aber leider wird das nicht passieren.

random25
00
16.12.2011, 16:38

"updates"

konichiwa
 
22
16.12.2011, 14:28
Mit HTML5 und Co. hat das Web in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht,

Kann er überhaupt schon HTML4 fehlerfrei?

Mag. Garnicht
41
16.12.2011, 14:27
ist das nicht der uralte dampfgetriebene browser?

FriedaKistner
62
16.12.2011, 14:19
Falsches Prinzip

Zwangsupdates beschönigend als 'silent updates' zu deklarieren, macht den unfertigen Microsoft-Pfusch auch nicht besser.

Würde sich MS mehr Mühe bei ihrer 'innovativen' Software-Entwicklung geben, und mehr gesunden Menschenverstand in die Testfälle investieren, dann müsste den Benutzern nicht so ein unsinniger Aufwand und den damit verbundenen Ärger mit Update-Problemen zugemutet werden.

Fazit: Jeder (ungewollte) Update ist ein Update zu viel, weil dadurch auch Aufwände, Kosten und das Risiko zum Endbenutzer verlagert wird.

Standardabweichung
00
19.12.2011, 09:23

Du tust so, als gäbe es fehlerfreie Software, und als ob Microsoft das einzige Unternehmen wäre, das laufend Updates nachschickt.

Systemanalytiker
11
17.12.2011, 12:57

Absolut richtig.

Microsoft geht zunehmend in die Richtung Kundenbevormundung.

Zwangsupdate, ZwangsAppStore, Zwangstouch usw.

Dass hier bezahlte MicrosoftPoster ihr Unwesen treiben, um diesen Zwangswahn zu verteidigen, ist klar.

Unbezahlte Anzeige
33
16.12.2011, 15:13
Hören Sie auf Ihre Mutter

und steigen Sie auf Linux um! Da ist alles bunt, riecht besser und IE gibt es sowieso keinen.

trollpower
35
16.12.2011, 14:53

wovon redest du bitte? Sammel mal Fakten begib dich in unsere Welt, eventuell redest du keinen absoluten Bullshit mehr.

Leech
33
16.12.2011, 14:36

nur weil sie die updates nicht wollen sind die noch lang nicht unnötig.

Is Firefox soviel besser? die bringen bei weitem mehr updates raus als es für den IE gibt.

mehr testfälle.... sie sollten bissl weniger punsch saufen glaub ich...
ein OS das auf so ziemlich jeder HW konstelation dieser welt läuft und software die das gleiche macht obwohl das OS von so tollen usern wie ihnen schon zerschossen is wie nur was, da regen sie sich drüber auf das des halt auch mal bugt oder wo abstürzt?

Sie sind sicher auch einer der "Never change a running System" deppen....

Systemanalytiker
31
16.12.2011, 12:46
Hoffentlich gibt es einen Updateblocker für Firefox

Von Zwangsupdates ala Google und Microsoft halte ich nämlich nichts.

Bundesministerium für Jenseitige Angelegenheiten
00
16.12.2011, 13:34

ob man sich für "silent updates" entscheidet, wird bei mozilla natürlich sowieso optional sein.

Whitesnake83
00
16.12.2011, 12:37
Web-Feiertag

Dass ich das noch erleben darf...

Rudolph Gottesheim
03
16.12.2011, 12:28

Für mich als Web Developer die schönste Nachricht des Jahres. Jetzt ist das Web als Plattform nicht mehr aufzuhalten. =)

Mode Biller
00
16.12.2011, 12:16

Hä? Worauf soll denn ein IE8 unter Win XP geupdatet werden?

Majakowski
00
19.12.2011, 12:05

Chrome Frame

Das scheue Reh
00
17.12.2011, 07:44

Auf Chrome natürlich.

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