"Begeisterter Jäger" soll ab April übernehmen und will politische und wirtschaftliche Netzwerke nutzen, um Image der Jagd aufzupolieren
Ex-Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll ist an der Spitze angelangt - zumindest im niederösterreichischen Jagdwesen. Der ehemalige Spitzenpolitiker löst Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad als Landesjägermeister ab, wie ORF Niederösterreich und Österreich berichten. Im Drei-Fragen-Interview mit letzterer erklärt Pröll, dass er seit über zehn Jahren begeisterter Jäger sei und ihm als Bauernkind die Jagd auch ein Anliegen sei. Falls er im April zum Jägermeister gewählt wird, will er seine politischen und wirtschaftlichen Netzwerke nutzen, um das Image der Jagd aufzupolieren.
Pröll wird der vierte Landesjägermeister seit 1949 sein: Ludwig
Strobl war Oberjäger von 1949 bis 1966, danach folgte Matthias Bierbaum von 1966 bis 1991, dann übernahm
Konrad.
2013 will Konrad auch als Raiffeisen-Generalanwalt in Pension gehen. Pröll ist seit seinem Rückzug aus der Politik Vorstandschef bei dem zu Raiffeisen gehörenden Mischkonzern Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI). (red, derStandard.at, 16.12.2011)