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Und zu allen Misslichkeiten kommt jetzt, unnötig wie ein Kropf, auch noch die Neuauflage der Ausgrenzungsdebatte. Wenn sich wenigstens einmal jemand anderer ausgegrenzt fühlte! Während es anderswo wenigstens Tragödien sind, die sich als Farce wiederholen, soll hierzulande die Wiederholung der Haider'schen Provinzposse als Rüpelstück Straches für Zulauf sorgen. Der Ruf der Regierung ist derzeit ja nicht der beste, aber im Vergleich zu den Darbietungen des FPÖ-Obmannes wirkt sie geradezu verhaltensoriginell. In den ihr auferlegten Grenzen natürlich. Aber während die Beseitigung der Folgen freiheitlichen Mitregierens die Justiz noch Jahre später an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit (hoffentlich nicht -willigkeit) treibt, wo also täglich bewiesen wird, wie segensreich eine wirkliche Ausgrenzung von Straches Idol gewesen wäre, fällt ihm nichts Besseres ein, als die Ausgrenzungsmasche wieder aufzugreifen. Nur frech!
Nicht einmal das ist neu, dass auch er sich bei erster Gelegenheit als die Inkarnation des Volkes, das mit seiner Person ausgegrenzt werde, zu positionieren versucht. Alles schon dagewesen. Und alles nur, weil der Bundeskanzler in nüchterner Einschätzung, dass mit Straches EU-Vorstellungen kein Staat zu machen ist, erst recht nicht in einer Krise, ein Gespräch für sinnlos hält. Auch die Regierung hat in der Debatte um eine Schuldenbremse in der Verfassung Fehler gemacht, und sie erst spät und unter dem Zwang der Mehrheitsverhältnisse zu korrigieren versucht. Aber von Anfang an war klar, dass zwei der drei Oppositionsparteien für eine Zustimmung zu Bedingungen haben wären, die, wie immer man dazu steht, EU-kompatibel sind. Ausgegrenzt hat sich Strache mit populistischer Stimmungsmache, an deren Umsetzung in Taten er selbst keinen Augenblick glaubt.
Wenn Werner Faymann dem entgegentritt, handelt er, nicht zuletzt im Hinblick auf historische Erfahrungen, richtig. Nur: Das allein reicht nicht. Und es reicht auch nicht, die fruchtlose Arbeit an den Vizekanzler zu delegieren. Die Hoffnung, ein Gespräch mit dem schwarzen Part würde Strache das Ausgrenzungsgejammer schon austreiben, wird nicht aufgehen. Das angepeilte Alleinstellungsmerkmal des Volkshelden in der Isolationshaft von EU-Marionetten lässt sich Strache nicht abkaufen, umso weniger als auch Spindelegger dessen plebiszitären Aspirationen kaum etwas abgewinnen dürfte.
Man lasse Strache ruhig den Ausgegrenzten spielen, er hat nichts anderes. Worauf es ankäme wäre, der Öffentlichkeit klar zu machen, wie richtig seine Ausgrenzung ist. Zunächst dadurch, dass die Krot der verfassungsmäßigen Schuldenbremse, wenn sie schon in der Märkte Namen geschluckt werden soll, unter möglichst wenig Sodbrennen hinuntergeht, wozu man sich möglichst rasch einmal in der Regierung einigen müsste.
Und dann dadurch, dass die FPÖ klar als parlamentarischer Arm eines heimischen Rechtsextremismus und europäisch vernetzten Nationalismus kenntlich gemacht wird, dessen Schmuddelfinger bis ins Parlamentspräsidium reichen. Auch da gäbe es einen Fehler zu korrigieren. Aber das folgende Ausgrenzungsgeschrei ließe sich gut erklären.(DER STANDARD, Printausgabe, 16.12.2011)
Sich Mut zuzusprechen soll im Wahlkampf erlaubt sein, mögen die Anlässe dafür auch dürftig sein
Die Ergebnisse der vier Landtagswahlen dieses Jahres geben weder der einen noch der anderen Koalitionspartei Anlass zu Optimismus
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Am Sonntag könnte sich abzeichnen, was sie im Herbst erwartet
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Es war die Woche, in der Arnie eine terminatorische Heldentat an die nächste reihte
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In der roten Armee braver Parteisoldaten muss man schon den Rang eines Landeshauptmannes bekleiden, um leise Zweifel an der Strategie der obersten Führung anmelden zu dürfen
Erleben werden wir faule Ausreden, warum die Volksbefragung doch nicht so ausgegangen ist, wie es sich gehört hätte
Der Wiener Bürgermeister und mit ihm der Bundeskanzler haben eine Heeresdebatte vom Zaun gebrochen, die das Land in diesen Zeiten so nötig gehabt hat wie einen Kropf
Nun ist der Kampf Kanada gegen Niederösterreich eröffnet
Schaut einmal wie die FPÖ Tripple A schreibt!
Dass ist der Original Text!
Die Nachbarn lachen schon alle über ihre Rechtsschreibkünste!
Die Bürgermeister/Bundeskanzler Partei!
Bruhahahahahahahahahahahahahahahaha
http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachricht... 10,4150900
Drippel-A hahahahahahaha der neue Bundeskanzler und seine Leute können nicht einmal schreiben!
Alle lachen schon!
Eine Schande diese Partei!
Lt Duden gibt es das Wort gar nicht, sehr wohl jedoch das Gegenteil: 'Eingrenzen'! Dennoch eines der Lieblingswörter der 'Eingegrenzten', die auf der Suche nach dem Gegenteil erfinderisch wurden - oder jener, die es zum Vorwurf machen, nicht 'engegrenzt' und damit zum Gegenteil erklärt zu werden.
niemand kann mich zwingen, auch in einer demokratie nicht, mit leuten zu reden/kooperieren, deren überzeugungen, ziele und motive ich ablehne!
noch lehnt eine schwache mehrheit das braune heimat-erwache!-gegröhle der blaunen ab. und der heisere zahntechnikerassistent mit den krachblauen augen spielt ja nur damit, als ausgegrenzter noch ein paar stimmen von sich auch 'ausgegrenzt' fühlenden unter- und nieder-ösis zu erheischen.
was nichts daran ändert, dass die 'performance' von vp und sp den absoluten nullpunkt erreicht hat!
also gehen wir nicht nur einer stürmischen nacht sondern vielmehr stürmischen zeiten entgegen.
hr. traxler hat in seinem - wie immer kompetenten text - hier zu wenig zwischen ausgrenzung und ablehnung differenziert.
eine gefestigte demokratie - die ist österreich noch immer - kann manches aushalten. und die menschen empfinden - auch die vom stammtisch - die ausgrenzung als undemokratischer als die ablehnung. dort wo die fpö in alte ideologie verfällt, ist sie abzulehnen. sie deswegen von demokratischen geschehen auszugrenzen (und das wort wird als aussperren interpretiert) ist kontraproduktiv.
da spö und övp nur aus dummer rivalität die fpö mit zucker und peitsche behandeln, jeder für sich und beide zusammen wenig zustande bringen, bestellen sie so erst recht die braune scholle.
zielführendes politisches mittel halte ich nicht besonders viel.
denn der daraus resultierende mitleidseffekt bzw. der vorwurf der "undemokratischen
gesinnung" bringt mehr an stimmen als er verlieren lässt.
denn in der bildungsschicht, aus der strache seine wähler und wählerinnen bezieht, haben intellektuelle und pragmatische begründungen wenig resonanz.
hier war der schüsselplan - einbeziehung, verantwortungsübertragung und aufzeigen der unfähigkeit bzw lösungsinkompetenz - durchaus probater.
denn wenn mir zu jemanden nichts mehr einfällt, dann ist mir auch kein einfall zuzutrauen.
würden sie einen skinnhead im asylheim arbeiten lassen?
es gibt einfach ideologien die sich abstoßen...
dass ein sozialdemokrat mit den "nazis der neuzeit" nichts zu tun haben will finde ich nicht schlecht sonder ist für mich sogar ein muss um gewählt zu werden...
ich will keine rechten unterstützen...in keinster weise, diese niederträchtige ideologie ist in jeglicher hinsicht abzulehnen wen man von mir gewählt werden will...und ich denke da bin ich lange nicht der einzige...
... so ganz und gar keine Skrupel hatten, mit den Nazis der Nazizeit zusammenzuarbeiten (Kreisky - Friedrichs) nehm ich den heutigen Sozialdemokraten ihren Ekel vom rechten Rand nicht ab. Zudem die Sozis in der Zwischenzeit mit Loeschnak und Schloegl zwei Innenminister stellten, die eine recht-aussen Innenpolitik verfolgt haben.
Nein, die Gruende der SPOE gegen die FPOE sind viel profaner: Beide Parteien haben dieselbe Basis. Die SPOE verliert ihre Waehler zum Grossteil an die Effen und umgekehrt. Buergerliche Waehler haben mit Strache und Co viel weniger am Hut als der Mundl im Gemeindebau. Deshalb gilt es moralische Schranken zu setzen. Funktioniert immer weniger. Strache wird Faymann wohl bald uberholt haben.
Wenn Ehs nur mit Linken redets, werts wohl kaum FPÖ-Argumente hören, und wenn'S dazu noch in einem roten Hiebe wohnets, auch keine geistesmichlen.
Habets schon einmal mit freiheitlichen Anwälten, Kriegstrechteinen oder Ärzten gesprochen?
soweit ich es verfolgen kann halten sich die Verurteilungen von Schwarz Blau noch in Grenzen. Stehen also in keiner Relation zum Aufwand der von den ganzen "Jägern" betrieben wird. Spannend werden hier die Ergebnisse des Untersuchungsausschuss. Ich gehöre übrigens zu den Freiheitlichen die die Spaltung begrüßt haben.
Zu den ganzen Rechts Diskussionen, wir haben ein sehr strenges Wiederbetätigungsgesetz. Und auch anklagen ohne ende. Also bitte, wenn ihr glaubt die Fpö ist so Böse und Rechts sammelt Fakten und tragt sie zur dankbaren Wiener Staatsanwaltschaft. Jedoch halte ich diese ständigen Untergriffe, das aberkennen von Demokratischen Grundrechten für wirklich gefährlich. Ihr solltet mal die offene Gesellschaft und Ihre Feinde lesen
Personen und Überzeugungen a la Strache, Graf und Co haben einfach keine Berechtigung zur Einbindung in eine demokratische Gesellschaft! Und das gilt auch, vielleicht sogar umso mehr, wenn die derzeitige Regierung eine Flaschensammlung sondergleichen stellt. Die Dummheit einer Rudas und eines Kopf ist mir lieber als die Verhetzung durch Strache, Scheuch etc.
tja erinnert mich an die zeit als die journaillie schrieb man muesse ja rohstoffe kaufen und da ist dann eine inflation entstanden, die dem staat dient, der gesellschaft kaum, denn die zahlungen die erst zu taetigen sind koennen locker die schulden uebersteigen. wenn man sich eben wie dieser artikel an ausgrenzung absichert wird man selbst ausgegrenzt, ich wuerde niemals so etwas gefaehrliches schreiben. aber der standard zieht aus bestimmten opfern sinn.
Herr Traxler, ich teile Ihre Einstellung zu Strache und seinen Anhängern.
Trotzdem glaube ich, dass Faymann's Gesprächsverweigerung ein taktischer Fehler war. Es ist richtig, wenn sich der Bundeskanzler in aller Deutlichkeit gegen eine Koalition mit der FPÖ ausspricht.
Im aktuellen Fall wäre es aber meines Erachtens klüger gewesen, nicht nur mit Bucher und Glawischnig, sondern auch mit Strache ein Gespräch zu führen. Bei dieser Gelegenheit hätte man ihn nämlich an seinen Slogan "Unser Geld für unsere Leut" erinnern können ebenso wie an den Haider-Hunderter für einkommensschwache Kärntner.
In logischer Konsequenz hätte Strache dann die von SPÖ und den GRÜNEN geforderte Vermögenssteuer ohne Wenn und Aber befürworten müssen .....
Man betet, dass uns eine rot-grüne Koalition auf
ewige Zeiten erspart bliebe.
Ein wahres Wunder wäre, wenn ein Mehrheits-wahlrecht zustande käme, dass unsinnigen groKo's
die Grundlage entzöge. Positiver Nebeneffekt:
Populistische Parteien würden dezimiert werden.
Wie das Mehrheitswahlrecht populistische Parteien eliminiert müssen Sie mir jetzt erklären?
In den USA hat die Tea Party die Republikaner einfach in Geiselhaft genommen.
Mehrheitswahlrecht könnte in Österreich auch zu drei gleich starken Parteien führen.
auch hier wird "ausgegrenzt": http://derstandard.at/132391652... forumstart
tsts immer diese gutmenschen-apartheid.
Das eigene Nest beschmutzen und sich's mit dem Oscar verscherzen? In Zeiten wie diesen? Linientreu bleiben und nirgends anecken - das sind die Gebote der Stunde; auch Postings werden immer genauer selektiert - schließlich dürfen die Märkte nicht verunsichert werden :-)
Der FPÖ würde das Wasser durch eine g'scheite Politik abgegraben werden.
Die ist aber nicht in Sicht. Also wird die FPÖ ihren Aufmarsch weiterhin hinbringen.
Nicht an die FPÖ denken (reine Zeitverschwendung), an politische Alternativen denken.
Nein, nein, nein......so geht das nicht. Auf diese Weise kriegt Strache noch einmal volle Aufmerksamkeit. Wenn da jemand Straches Ausgrenzungsargument aufgreift, dann der Artikelschreiber.
Karl Kraus hat es richtig gemacht: Zu Hitler fällt mir nichts ein.
Ja, genau, zu einem Herrn Strache kann einem - sofern man sein Mütchen an ihm kühlt - nichts Vernüftiges einfallen. Ende der Debatte.
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