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Der Wirt vom Beisl ums Eck werde die Gebührenerhöhungen zu spüren bekommen, fürchten Interessenvertreter.
Wien - Die Pläne für weitere Gebührenerhöhungen der Stadt Wien stoßen auf heftige Kritik. Die Wirtschaftskammer (WK) fürchtet einen Schaden für den Wirtschaftsstandort, die FP bangt um die Klein- und Mittelbetriebe, die VP betont, für die U-Bahn bekomme die Stadt seit Jahren Mittel vom Bund, die Zusatzbelastung für Betriebe durch die Erhöhung der U-Bahn-Steuer sei abzulehnen.
Neben der U-Bahn-Steuer werden die Ortstaxe und die mit den ORF-Gebühren eingehobene Landesabgabe erhöht, außerdem die Gebrauchsabgabe, die bei der Benützung öffentlichen Raums, etwa bei Schanigärten, fällig wird.
Wilhelm Turecek, Obmann der Fachgruppe Gastronomie der WK Wien, kann sich eine "wirtschaftlich vertretbare" Staffelung der Schanigarten-Gebühren durchaus vorstellen. Obwohl eine Einteilung rein nach Bezirken auch Ungerechtigkeiten mit sich bringen könne. In weniger guter Lagen in den Außenbezirken bringe ein Schanigarten außerdem keinen zusätzlichen Umsatz: "Die Wirte verkaufen dadurch kein Krügerl mehr." Die Gäste würden sich in der schönen Jahreszeit nicht ins Lokal setzen, wenn draußen kein Tisch frei ist, so Turecek.
Preiskampf sei schon jetzt hart
Abgelehnt wird die geplante Abgabenreform von Peter Dobcak. Der Wirteobmann im Wirtschaftsbund sieht darin einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz. Wirtschaftsrechtler Michael Potacs von der WU Wien wirft ein, allein weil Differenzierungen gemacht werden, liege nicht automatisch ein Verstoß vor; es komme auf die Begründung an.
Dobcak wirft weiters ein, dass der Preiskampf schon jetzt sehr hart sei, die Belastung daher an den Wirten hängenbleibe. Egon Smeral vom Wifo stimmt der Einschätzung zu - in Bezug auf Gastro-Betriebe, die nicht im hochpreisigen Segment angesiedelt sind. "Der Plachutta kann das leicht überwälzen, der Wirt ums Eck wirds schwer haben."
Michaela Reiterer von der Hoteliervereinigung lässt das Argument der Stadt, die Ortstaxe sei lang nicht erhöht worden (jetzt von 2,8 auf 3 Prozent) nicht gelten. Der Heizkostenzuschlag sei auch gleich geblieben - bei steigenden Energiekosten. Da die Taxe in Wien prozentuell errechnet wird, werde sie nicht extra ausgeschildert wie anderswo, die Hoteliers müssten die Erhöhung also schlucken. (fern/spri, DER STANDARD, Printausgabe, 16.12.2011)
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Die Wirten haben ja noch ein anderes, betriebsschädigendes Problem:
Die Gäste suchen sich das Wirtshaus hauptsächlich nicht nach Ambiente, Service und Ware aus, sondern ob sie rauchen dürfen. Für mich kommt ein verrauchtes Wirtshaus nicht in Frage, und vielen anderen wirds inzwischen genauso gehen. Wenn wir endlich ein vollständiges Rauchverbot in der Gastronomie hätten, würde es nur noch auf Ambiente, Service und Ware ankommen - also das Wesentliche.
Man wacht frühmorgens auf, sucht sofort das nächste (erst zu montierende) Steuerkastl auf und wirft € 100,- hinein.
Jetzt sind alle zusätzlichen Steuren und Abgaben für den Tag bezahlt.
Ein Gratistip für die Wr. Grünen!
Witzigerweise plakatierte die Wiener ÖVP kürzlich noch den Vorwurf an die rotgrüne Stadtregierung, die Schulden erhöht zu haben, während aktuellere Plakate dagegen wettern, ihn abzubauen. Die schwarze Inkompetentgruppe verliert nach neuesten Umfragen ehemalige ihrer Wähler zu grün und blau. Wirklich kein Mirakel, wieso.
schanigärten, dort wo sie hinpassen. dass seit einigen jahren jeder mini-wirt sein mobiliar auf den gehsteig stülpt, und damit den öffentlichen raum halbiert, sollte eingeschränkt werden. mehrkosten werden sowieso auf die konsumenten abgewälzt.
Der Vorteil der Schanigärten auf Parkstreifen ist die innerstädtische Reduktion von Parkplätzen. Hab allerdings nicht in Erinnerung dass die Blauen und ihre blaugesoffenen Anhänger jemals dagegen protestiert hätten. Die stören nur Fahrradabstellplätze...:)
Ein Rauchverbot würde ein Wirtshaussterben auslösen, jetzt sind es höhere Abgaben, die sie umbringen werden... Was ist es morgen?
Oder ist es nur die heiße Luft von irgend welchen Interessenvertretern?
Heiße Luft schon eher!
Hat irgend jemand vielleicht mal geschnallt, dass das Leben auf Pump nicht mehr geht? Ich bin auch nicht glücklich über höhere Gebühren in vielen Bereichen, aber es wäre mir lieber, wenn die Generationen vor mir nicht so einen wahnsinnigen Schuldenberg aufgehäuft hätten und meine Generation den Scheiß jetzt ausbügeln muss!
Die Generationen vor mir gehen in Frühpension und ich kann hackel, bis ich vom Bürosessel in die Kiste falle - tolle Aussichten!
pu-ha. da hat's wer schnell checkt.
... die övp wollt die 24h u-bahn (auch)
... die bürger wollten die 24h u-bahn (mehrheitlich)
... jeder wusste, dass das nicht gratis gehen kann
jetz brüllen trotzdem alle.
wie kurz ist österreichs langzeitgedächtnis?
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