Einem Meisteragenten fehlt das Zeitgefühl

15. Dezember 2011, 17:38
  • Repräsentationsarchitektur und Hochleistungsaction, endlich vereint: Tom Cruise auf Wolkenkratzer-Klettertour in Dubai.
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    Repräsentationsarchitektur und Hochleistungsaction, endlich vereint: Tom Cruise auf Wolkenkratzer-Klettertour in Dubai.

Tom Cruise verkörpert wieder den Geheimagenten Ethan Hunt: "Mission: Impossible 4 - Phantom Protokoll" ist ein zeitweilig überzeugender Action-Hindernisparcours

Wien - Auf die allergeschmeidigste, musikalische Weise wird der Kinoheld am Beginn von Mission: Impossible 4 - Phantom Protokoll reaktiviert: Für Ethan Hunt, zum vierten Mal verkörpert von Tom Cruise, öffnen sich ferngesteuert die Eisengittertüren eines Moskauer Gefängnis-Hochsicherheitstraktes. Vor, hinter und neben ihm tauschen buchstäblich schwere Jungs mit dem Wachpersonal Tätlichkeiten aus, Hunt fightet sich derweil zu Dean Martins Ain't That A Kick In The Head lässig in die Freiheit.

Für die Zuspielung des Songs über die Gefängnistonanlage ist sein Teamkollege und Computerspezialist Benji verantwortlich - der britische Komödiant Simon Pegg (Shaun of The Dead u. a.) ist in dieser Rolle ein großer Gewinn. Ausgeklügelte Techniknutzung, wie bei klassischen Spionage- und Weltverschwörungsstoffen üblich, ist auch in MI4 ein unverzichtbarer Bestandteil:

Ein altertümliches eisernes Wählscheibentelefon entpuppt sich als Hightech-Kommunikationstool (das sich nach fünf Sekunden selbst zerstört). Über Kontaktlinsen läuft Gesichtserkennungssoftware. In einem Aktenkoffer ist ein Miniaturprinter versteckt, der geheime Dokumente druckfrisch einlegt.

Wenigstens einmal versteht man beim Zuschauen plötzlich das leidige Vorgehen der Securitys, die im Auftrag des Verleihers vor dem Einlass in den Kinosaal Mobiltelefone und unschuldige MP3-Player der Kritiker beschlagnahmen mussten: Wenn nicht einmal mehr das Sicherheitspersonal im Kreml der zeitgenössischen Hochtechnologie gewachsen ist, dann heißt es vorsichtig sein.

Besagte Szene im Kreml ist eines der beiläufigen Highlights im Film: Schauplatz ist ein nüchterner Korridor, an einem Ende sitzt ein Aufseher, ihm gegenüber prangt eine üppig goldene Skulptur. Ein Ablenkungsmanöver ermöglicht Hunt und Benji den Einzug einer Projektionswand - eine gerechnete Simulation des realen Raumes wiegt den Wächter dann vorübergehend in Sicherheit. Das erzählt nicht nur gewitzt vom Tarnen und Täuschen, der wesentlichen Praxis der Agenten. Es reflektiert auch noch die hinter allem liegenden Illusionierungstechniken des (3-D-)Kinos.

Echter Animationsfilmheld

Inszeniert hat diesen Teil der 1996 gezündeten Mission: Impossible -Filmserie Brad Bird - der preisgekrönte Regisseur von Ratatouille und anderen Animationsfilmen. Jemanden, der bisher immer ungeachtet der Koordinaten einer äußeren Realität seine beziehungsreichen Erzählungen entwerfen konnte, mit MI4 zu betrauen, macht Sinn. Die Action-Choreografien, Kickbox-Tänze und Materialschlachten behalten bis zum Ende eine relative Leichtigkeit - die wiederum hätte man dem verbissenen Hardbody Cruise, der nach zuletzt mäßigen Erfolgen ja auch für seine Karriere kämpft, gar nicht zugetraut.

Spektakuläre Pyrotechnik kommt eher reduziert zum Einsatz (die Sprengung des Kremls, die in weiterer Folge eine russische Atomrakete gen USA fliegen lässt, wird visuell verhältnismäßig wenig ausgeschlachtet). Die klassische Betonung von Körper und Gerät tut dem Film gut. Lange kann man die genretypischen Implausibilitäten - und das Produktplatzierungs-Stakkato - dabei ein wenig ausblenden.

Neben Autos, Handys oder Tablet-Computern müssen auch noch möglichst viele fotogene Realschauplätze ins Bild. Gerade die gigantomanische Repräsentationsarchitektur von Dubai und die übermenschlichen Fähigkeiten des Helden ergänzen einander aufs Trefflichste, und sinnvollerweise müsste Mission: Impossible 4 ebendort auch enden.

Dann könnte man das Kino nach gut 100 Minuten mit einem guten Gefühl verlassen, nach 133 hat sich diese Mission dann aber als unmöglich erwiesen.  (Isabella Reicher  / DER STANDARD, Printausgabe, 16.12.2011)

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Jeder Film mit/dieses Scientology-Zombies muss boykottiert werden!

!

BIN ABSOLUT IHRER MEINUNG!

Jetzt fällt mir wieder ein wieso ich mir mal vorgenommen habe hier keine Filmkritiken zu lesen.

Könnte mal bitte jemand den Standard-Rezensenten den Begriff SPOILER erklären!

Geht nicht!

Weil die ja nicht mal den seichtesten Film inhaltlich verstehen, aber immer nörgeln dass sie intellektuell unterfordert sind.

die spoilerei in dem artikel ist ein wenig fragwürdig.....

imdb 8.1

bei mittlerweile 1.200 votes, 32 reviews die großteils sehr begeistert sind -> macht mir die entscheidung ihn anzuschauen sehr einfach

also die imdb - naja

tatsächlich-subjektiv meine meinung , ist das einer der schwächsten action-filme aus 2011. fragwürdige selbstironie, action, nun - da haben schon manche andere in der nachbearbeitung bessere action geschafft. aber er ist eigentlich auch nur auf den zug aufgesprungen, wie so mancher alt-star, mit früher erfolgreichen filmtiteln niochmals kohle zu machen, verständlich und es ei ihm vergönnt.

rs.com

flat-tv und mein schatzi auf der anderen bank - mehr aufwand (ausserm schatzi) wirds nicht wert sein

rocketsoftware.com?

Ja, die Zeit dieser Serie ist eindeutig vorbei.

Und das Scientology-Backenhörnchen Cruise darf auch wieder in der Versenkung verschwenden.

offensichtlich nicht.

Weniger erzählen, mehr reviewen bitte.

die Sprengung des Kremls, die in weiterer Folge eine russische Atomrakete gen USA fliegen lässt

Oh du mein Deutsch, was musst du leiden!

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Ich habe MI 1 und 2 gesehen und mittlerweile boykottiere ich diese scientology-Schauspieler. Viel wird mir wahrscheinlich nicht entgehen.

Ratatouille war übrigens super. Obwohl ich ihn mit meiner Tochter wahrscheinlich schon 50 Mal gesehen habe - immer noch gut :-)

scientology-Schauspieler !!

genau,
die können ihre Filme...

Wann kommt endlich das aufregende Drama aus dem Urologenmilieu

"Pischen impossible"

??

Ich warte auf “Mischen impossible“ , wahlweise aus dem Zementmischer- oder dem Preisschnappsermilieu.

*ggg*

Für die Wartezeit empfehle ich das schöne Musikstück "Cement Mixer" von Slim Gaillard, etwa von ihm & Slam Stewart oder (sehr witzig!) von Liberace dargeboten, finden sich auf youtube.
Und natürlich nicht zu vergessen die fetzige Version von Charlie Barnet!

hui, könnte uns anon diesen film kostenlos zur verfügung stellen? ;)

Empfehlenswert

Superfilm .. ein muss für Actionliebhaber

SPOILER!

Frau Reicher sie kennen den Begriff Spoiler?

Unfassbar eigentlich! Dann zukünftig doch wieder "die Presse" lesen, was Kino betrifft.

hm

aber so fühlt man sich wenigstens erneut bestätigt, dass man sich den dreck nicht ansehen braucht.

Nicht einen lumpigen Cent für den Sektenzwerg.

der kleine kampfzwerg ist ja wirklich süß ;-)

das schwierige bei den dreharbeiten ist ja, dass er neben den anderen schauspielern nicht als zu klein erscheint, alle hauptdarsteller müssen in der größe auf ihn abgestimmt sein, bzw. wenn sie nebeneinander gehen, wird der zwerg immer angehoben...

Sind nicht viele andere Filmmacher Christen?

Der Glaube an UFOs gegen den Glauben an einen Zombie - was macht das für einen Unterschied?

Zombie = Bibel = 10 Euro
UFOs = Die Brücke zur totalen Freiheit = 300.000 EUR = Die Brücke zum totalen privaten Bankrott!

Unterschied?

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