Neue Formel soll Forscher-Karrieren vorhersagen können

15. Dezember 2011, 17:31

Berechnungsmethode misst und prognostiziert wissenschaftlichen Erfolg

Ein Psychologe von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat eine Formel entwickelt, mit der sich wissenschaftlicher Erfolg messen und auch vorhersagen lassen soll. Die von Claus-Christian Carbon, Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre, erarbeitete Formel basiert unter anderem auf der Anzahl der Publikationen eines Wissenschafters oder auf der Häufigkeit, mit der seine Arbeiten zitiert wurden, ergänzt mit dem Faktor Forschungsalter.

Im Jahr 2005 entwickelte der amerikanische Physiker Jorge E. Hirsch den sogenannten h-Index, der die Anzahl (h) der Publikationen eines Autors angibt, die jeweils mindestens h mal zitiert worden sind. Ein hoher h-Index spricht dem zur Folge für eine starke Durchdringung der eigenen Artikel in der Wissenschaftswelt, wird also als hohe Reputation eines Wissenschafters interpretiert. In den vergangenen Jahren hat sich diese Formel als Standardmaßstab zur Beurteilung wissenschaftlichen Erfolgs etabliert.

h-Index steigt selbst nach dem Tod noch an

Ein großes Problem des Index besteht jedoch darin, dass der h-Index mit fortschreitendem Forschungsalter selbst dann wachsen kann, wenn ein Wissenschafter kaum oder gar nicht mehr publiziert - Carbon kann zeigen, dass der h-Index sogar bei bereits gestorbenen Wissenschaftlern über die ersten Jahre nach ihrem Tod weiterhin nahezu linear ansteigt. Bei der Beurteilung wissenschaftlicher Reputation von forschungsälteren Wissenschaftern entsteht dadurch eine systematische Verzerrung, die sie gegenüber jüngeren Kolleginnen und Kollegen bevorteilt. Dies ist vor allem dann problematisch, wenn junge Wissenschaftskarrieren evaluiert werden sollen wie z.B. im Fall von Neubesetzungen oder Berufungen.

An diesem Punkt setzt Carbon an. In seinem aktuellen Forschungsartikel erweitert er die Formel von Hirsch um die wichtige Dimension des Forschungsalters. Im sogenannten Carbon_h-factor wird der h-Index an der Anzahl der forschungsaktiven Jahre (Zeitraum zwischen aktueller Messung und erster zitationserfassbaren Publikation) relativiert. Es resultiert ein Steigungsfaktor für den h-Index, der angibt, mit welcher Geschwindigkeit sich der h-Index entwickelt.

Karrieren berechnen

Carbon untersuchte 120 Karrieren und fand eine nahezu lineare Entwicklungskurve für insgesamt vier verschieden Fachbereiche, für die er unterschiedliche Performanz-Niveaus berechnete. Auf Basis dieser Daten ist es möglich, innerhalb der Interpretationsmöglichkeiten des h-Index, Vergleiche auch zwischen Wissenschaftern in unterschiedlichen Karriereabschnitten und über unterschiedliche Wissenschaftsgebiete systematisch durchzuführen. Dies soll dazu beitragen, auch Karrieren im jungen Forschungsalter adäquat einzuschätzen und entsprechend zu fördern. Carbon veröffentlichte seine Forschungsergebnisse im Fachjournal PLoS ONE. (red)

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wissenschaftlichen erfolg kann man nie vorhersagen. es gibt leute die publizieren 5 jahre nichts und dann den durchbruch. im h oder im c-h index stehen die aber schlecht da und da kann auch ein nobelpreis nichst aendern. die art wie heute forschung gefoerdert wird, laesst den wissenschaftlern kaum den atem, etwas großes zustante zu bringen.

man vergebe mir bitte die vielen tippfehler ...

Bamberg, Bamberg - ach ja

wie sieht denn diese wissenschaftliche Zukunft für diesen IT-Berater aus? Selbstverteidigungsminister war er ja schon…

Marketing statt Wissenschaft?

Ich habe immer mehr das Gefühl "Wissenschaft" hat mehr mit Marketing zu tun als mit ernsthafter Forschungsarbeit.
Besonders auffälig finde ich das bei den Geisteswissenschaften, siehe Gendersudies u.ä.

nein, darum gehts nicht. das rezitiert werden kann schon als maß genommen werden. wenn ich ein paper für einen bestimmten bereich, hausnummer quantengravitative effekte bei rotierende schwarze löcher im randall-bulk-universum nehme, dann kann ich mir

sicher sein, dass das alle in diesem speziellen fachbereich lesen werden. da zitiert zu werden, ist ein maß ob ich meine sache gut gemacht habe. ich brauch auch keine werbung für das paper zu machen, so viele forscherInnen gibts dann nicht die das verstehen und dies verstehen lesen das auch.

aber diese seltsame formel hat andere probleme, es gibt eben nicht soviele forscherInnendie das paper verstehen. also selbst wenn da viele zitieren daraus, werde ich trotzdem schlecht bei diesen h-index aussteigen. einE psychologIn oder wirtschaftswissenschfatlerIn mit einem breiten forschungsfeld wird da bestimmt öfters zitiert. ein anderes problem ist das, was atheist von gottes gnaden (richard j. gott, der theoretische us-physiker? ;-)) erwähnt hat.

Und

da ist er jetzt noch stolz drauf, der Herr Psychologe?

sozusagen der Google der Wissenschaft, je mehr Seiten auf dich verlinkt werden, desto höher kommst du in der Suche nach oben ..

Eine Formel mit der sich wissenschaftlicher Erfolg messen und auch vorhersagen lassen soll

Ein weiterer Nagel in den Sarg der Wissenschaften. Warum kapieren solche Typen nicht dass wissenschaftliche Qualitaet hoechstens durch intensives Lesen von Veroeffentlichungen beurteilt werden kann. Impact Factor, Citation Index, h-factor etc. sind nur fuer hirnlose Buerokraten.

Ich wusste bisher gar nicht, dass es soetwas gibt. Wenn solcher Unfug in der Wissenschaft akzeptiert wird steht es nicht gut um diese.

jetzt fehlt nur noch die Taschenbillardformel

die aus Kraftvektor, Bewegungsintensität, Versuchspersonenvitalität und dem Kongruenzeffizienten (Linksträger-linke Hand, oder umgekehrt) den Verseuchungsgrad der Untergattinger vorausberechnet

Das wichtigste für Forscherkarrieren ist, wie auch bei den meisten anderen Karrieren, Vitamin B.

*Würg*

Es gibt nichts gefährlicheres als die wissenschaftliche Betrachtung der Wissenschaft selbst. Denn da zeigt sich wie falsch und unzuverlässig die wissenschaftlichen Methoden wirklich sind.

hätten sie auch nur die geringste ahnung von dem was sie da reden (und sie haben schon mehrmals bewiesen, dass sie keine haben) und hätten sie popper gelesen, dann wüssten sie, dass es nicht die wissenschaftlcihe methode gibt. das hat der gute popper bei jeder vorlesung zur wissenschaftlichen methode seinen studentInnen eingebläut. es gibt nicht die methode, es gibt nur die permanente krise der forschung. also das ständige wissen, dass man nichts weiss. das bedeutet, dass theorien immer hinterfragt werden.

genau das will aber die moderne wissenschaft, nur leute wie sie, mit keiner ahnung, sehen das als schwäche einer "wissenschaftlichen methode" an.

also seiens mal so gut und bilden sie sich.

Ach und das ständige Hinterfragen von Theorien ist keine Methode? Sie wissen nur nicht was Sie sagen, das ist alles.

nein ist per definition keine methode. methode ist ein systematisiertes verfahren, das reflektieren über dieses verfahren widerspricht den systematisierten vorgehen.

bilden sie sich bevor sie sich lächerlich machen.

Systematisch etwas reflektieren geht bei Ihnen also nicht. Komisch, bei mir schon. Davon abgesehen, ohne objektiv nachvollziehbare Experimente und Theorien gibt es nichts zu reflektieren, da kann man nur blöd herumlavieren. Dieser Ansatz dürfte Ihnen besonders gefallen, mögen Sie deshalb keine Systematik?

wissenschaftliche Betrachtung der Wissenschaft selbst

Nein, dieser Ansatz ist Pseudowissenschaft pur. Natuerlich ist ein 'Psychologe' dafuer verantwortlich, also ein Pseudowissenschaftler par excellence.

Wieso Pseudowissenschaft? Es werden beobachtbare Phänomene mathematisch modelliert. Was genau soll daran pseudowissenschaftlich sein?

Etwas zu mathematisieren, ist noch keine Wissenschaft. Die Psycholgie hat zum Beispiel keinen wissenschaftlichen Begriff von "Intelligenz", der vielleicht auch gar nicht möglich ist, kennt aber schon lange Intelligenztests, an denen die statistischen Verfahren das eigentlich Wissenschaftliche sind, die aber nur eine tautologische Bestimmung von Intelligenz selbst ermöglichen. Intelligenten Psychologen dürfte das sogar klar sein, aber für Wissenschaft halten sie ihr akademisches Handwerk trotzdem, ähnlich wie das Gros der Juristen. Von den (Makro-)Ökonomen, die noch nicht einmal solide Handwerker, sondern eher akademische Wünschelrutengänger sind, ganz zu schweigen.

Ein Blick durch ein Teleskop zeigt auch nicht "das Universum" sondern nur einen Ausschnitt dessen. Soll man das jetzt nicht machen dürfen? Wo soll man sonst anfangen? Nick, würdest Du etwa zuerst beten?

weils

dann gleich zum schädelvermessen anfangen können.

Wenn die Vorhersagen objektiv nachprüfbar aussagekräftig sind, dann entsprechen sie den wissenschaftlichen Qualitätskriterien. Was Ihnen subjektiv gefällt oder nicht ist dafür irrelevant.

um es auf den punkt zu bringen: objektive nachprüfbarkeit ist kein kriterium für wissenschaftliche qualität. die falsifizierbarkeit ist das einzig relevante kriterium. es ist das was wissenschaftliche aussagen von metaphysischen trennt.

Nicht objektiv nachprüfbare Experimente und Theorien sind also auch mit der wissenschaftlichen Methode und Qualität vereinbar? Ach so, nein, bei Ihnen gibt's ja keine Methode. Qualitätskontrolle offenbar auch nicht.

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