DocService

Uni Graz richtet Anlaufstelle für Doktoratstudierende ein

15. Dezember 2011, 17:17

Beratungen, Info- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Coachings für alle Phasen des Doktoratsstudiums

Graz - Eine Erstanlaufstelle für Studierende, die ein Doktoratstudium in Angriff nehmen wollen, wird an der Universität Graz eingerichtet. Das "DocService" wird Beratungen zur finanziellen Förderung der Dissertation und zu dissertationsbezogenen Weiterbildungsmöglichkeiten und Coachings z.B. bei Schreibblockaden anbieten, teilte die Universität am Donnerstag mit. An der Uni Graz werden rund 40 Doktoratsstudien, -programme und -kollegs angeboten.

Nach dem Master-Abschluss stellen sich viele Absolventen die Frage, ob sie die wissenschaftliche Karriereleiter weiter erklimmen wollen oder nicht. Und wenn ja, welche Studienmöglichkeiten vorhanden sind, welche finanziellen Förderungen verfügbar sind oder wie man sich international vernetzen kann. Ziel der neuen Servicestelle sei es, die Beratung so früh wie möglich anzubieten, damit das Dissertationsstudium "so zielgerichtet und erfolgreich wie möglich" erfolgen kann, schilderte Mitarbeiterin Corinne Von der Hellen.

Schreibworkshops und Coachings

Zusätzlich will man im Laufe des kommenden Jahres Schreibworkshops oder auch Coachings bei Schreibblockaden abbieten. Damit will die Universität eine verbesserte Beratung und Betreuung der Doktoranden über die jeweiligen Studienfächer hinaus gewährleisten. Vorerst wird die Servicestelle mit zwei Personen besetzt, der laufende Betrieb soll im Frühjahr kommenden Jahres starten.

An der Universität Graz werden zurzeit rund 2.500 Doktorandinnen und Doktoranden gezählt. An den sechs Fakultäten werden zehn Doktoratsstudien, zwölf Doktoratsschulen der Naturwissenschaftlichen (NAWI) sowie der Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen (URBI) Fakultät, 14 interdisziplinäre Doktoratsprogramme und sechs drittmittelfinanzierte Doktoratskollegs angeboten. Über 500 Personen haben im Studienjahr 2010/11 an der Universität Graz ein Doktoratsstudium begonnen, rund 200 Personen haben es abgeschlossen.(APA)

Kommentar posten
12 Postings
Bortolino
00
11.1.2012, 15:24
Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Es wird in der politischen Diskussion ja immer wieder moniert, dass es den österreichischen Universitäten an "Exzellenz" mangle.

Eine der Ursachen dafür liegt in den Rahmenbedingungen, die Doktoranten an österreichischen Universitäten geboten werden können. Vergleicht man diese Bedingungen z.B. mit einschlägigen PHD-Programmen amerikanischer Universitäten, dann wird rasch klar, warum wir (u.A.) in der Spitzenforschung nachhinken.

Eine Dissertation oder ein PHD auf hohem Niveau kann nicht "nebenbei" aus dem Ärmel geschüttelt werden.

Das ist - ernst genommen - eine Vollzeitbeschäftigung für die auch Arbeitsbedingungen geschaffen werden müssen.

Bessere Betreuung ist ein Aspekt.

Lebensunterhaltssichernde Stipendien der Zweite.

Jurist08151
00
16.12.2011, 08:31
schön und gut

aber wenn man schon die haleb Fakultät nach einem Betreuer abgegrast hat und immer nur hört "Ich hab schon zu viele, ich nehm grad keinen" dann hat man auch die Nase voll.

Kondratjew -Zyklus
 
21
15.12.2011, 23:18
Sehr oft ist ein Doktoratsstudium nur eine versteckte Arbeitslosigkeit.

keywords
01
16.12.2011, 09:33

unterstellen sie doktoranden untätigkeit?

oder wollen sie darauf hinweisen, dass man seine doktorarbeit unter unmöglichen umständen für viel zu wenig bis kein geld macht?

kleiner Schelm
01
16.12.2011, 17:29

Er meint wohl, dass in vielen Geisteswissenschaften wo eben keine Berufsqualifizierung vorliegt, nach dem Master die große Ungewissheit kommt --- und viele halt einfach für eine Doktoratsstudium inskribieren, auch ohne die "sinnvolle" Assistentenstelle.

Kondratjew -Zyklus
 
00
16.12.2011, 11:51
Ich selbst habe für die für meine Dissertation erforderliche Technische Ausstattung etwa eine Million Schilling (Preisbasis 1995) ausgegeben.

Aber die Zahl der Dissertant/inn/en an meiner Universität ist durch die Einführung der Studiengebühr - die ich übrigens für irrelevant halte - wieder auf etwa ein Drittel - dem früheren Stand, etwa die Zahl der nichtpromovierten Assisten/inn/en - zurückgegangen.

beos
00
16.12.2011, 05:46

Nicht nur das Doktorratsstudium.

Kondratjew -Zyklus
 
00
16.12.2011, 11:51
Ah, ein/e Insider/in !

beos
00
16.12.2011, 12:21

? Das wird vermutlich jeder bestätigen können, der studiert hat bzw. studiert.

Kondratjew -Zyklus
 
00
17.12.2011, 03:37
Pardon, mein Posting war NICHT ironisch gemeint.

Aber als Studierenden GEHÖRT MAN DER UNIVERSITÄT AN (siehe UG 2002 § 94 (1) 1 (!) - "Angehörige der Universität").

http://www.bmwf.gv.at/uploads/t... r_2009.pdf

Aber nicht jede/r erarbeitet sich einen kritischen Blick auf die "Alma Mater".

Somebody Someone
00
15.12.2011, 23:37

Abgesehen davon, dass ihre Aussage nichts mit dem Artikel zu tun hat, liefert ihr nickname eh eine Teilantwort.

Kondratjew -Zyklus
 
20
16.12.2011, 05:10
Ihrer ein Ganze.

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