Wiener RUAG Space liefert wesentliche Teile der zentralen Computer an Bord
Der erste der beiden französischen Erdbeobachtungssatelliten "Pleiades" soll am Samstag (17. Dezember) mit einer Sojus Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana aus ins All abheben. Der zweite Satellit soll Mitte 2012 starten. Wesentliche Teile der zentralen Computer an Bord der beiden Satelliten wurden vom Wiener Weltraumtechnikunternehmen RUAG Space entwickelt und gebaut, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einer Aussendung mit.
"Spot"
Das optische Erdbeobachtungssystem "Pleiades" ist die Nachfolge der französischen "Spot"-Satelliten. Insgesamt fünf davon waren fast 20 Jahre lang im Einsatz. An der neuen Generation "Pleiades" konnte sich Österreich im Rahmen eines bilateralen Abkommens beteiligen. Unter der Führung Frankreichs sind neben Österreich auch Schweden, Belgien und Spanien an dem Satellitenprogramm beteiligt.
Mit dem neuen Konzept von "Pleiades", das auf zwei gleichzeitig im Weltall kreisenden Satelliten basiert und eine Auflösung im 50-Zentimeter-Bereich erreichen soll, plant die französischen Weltraumorganisation CNES ein breites Anwendungsspektrum auf dem Gebiet der optischen Erdbeobachtung sowohl für den Bereich der Forschung als auch für den kommerziellen Einsatz.
RUAG Space hat die Schnittstellenelektronik für die zentralen Computer der beiden Satelliten entwickelt und gebaut. Ermöglicht wurde diese Beteiligung nach Angaben des Unternehmens durch das Nationale Weltraumprogramm. (APA)