Werner Hammer, Vize-Bezirkschef der Donaustadt, hat Anzeige erstattet - Vermutet Tat eines "Psychopathen"
Wien - Ein Wiener FPÖ-Politiker hat kürzlich eine
unappetitliche Postsendung erhalten: Werner Hammer, stellvertretender
Bezirksvorsteher in der Donaustadt, wurde von einem unbekannten
Absender ein verwestes Schweineherz geschickt. Hammer bestätigte im
APA-Gespräch einen entsprechenden Bericht der Gratiszeitung "Heute".
Der Freiheitliche ortet die Tat eines "Psychopathen". Er habe bei der
Polizei Anzeige erstattet.
Laut Hammer traf am Montag ein "fürchterlich riechendes" Kuvert an
seinem Arbeitsplatz in der Bezirksvertretung am Schrödingerplatz ein.
Der Inhalt lieferte die Erklärung für die olfaktorische Belästigung.
Zum Vorschein kam ein vergammeltes Schweineherz. Der Briefumschlag
war mit der Aufschrift "Dem Bezirksvorsteher der Herzen" versehen.
"Das ist ein Angriff auf meinen Spitznamen", so Hammer. Dieser sei
ihm einmal von einer Bürgerin bei einer Sozialveranstaltung
"umgehängt" worden. "Ich bin 16 Jahre in der Kommunalpolitik und
somit derbe Angriffe gewohnt", räumte der Freiheitliche ein. Auch
Kothaufen vor der eigenen Haustüre seien schon vorgekommen. Die
Schweineherz-Aktion sei jedoch die bisherige Spitze: "Sowas ist neu."
Fürchten vor weiteren derartigen Angriffen tue er sich nicht, "aber
meine Familie kann nicht lachen".
Der blaue Politiker vermutet politische Hintergründe. Möglich sei
ein Zusammenhang mit der jüngsten Bezirksvertretungssitzung in der
vergangenen Woche. Dort seien u.a. die Themen Nordostumfahrung und
Gebührenerhöhungen heftig diskutiert worden. Einen konkreten
Verdacht, aus welchem politischen Eck der Absender des tierischen
Organs kommen könnte, wollte Hammer nicht äußern: "Ich will mich
nicht ins Feld der Mutmaßungen begeben." Eines stehe jedenfalls fest:
"Das kommt von einem Psychopathen. Fertig." (APA)