Rektoren erfreut über Kanzleransage
Wien - Die Ankündigung von Bundeskanzler Werner Faymann bei der Standard-Jugenddiskussion "Zukunft am Wort", wonach die von den Unis heiß ersehnte "Hochschulmilliarde" tatsächlich kommen soll, wurde von der Universitätenkonferenz (Uniko) am Donnerstag als "wichtiges Signal der Regierungsspitze" gewertet.
Allerdings, sagte Uniko-Präsident Heinrich Schmidinger zum Standard: "Bei Geld glaubt man es ja immer erst dann, wenn es wirklich da ist." Sollte die Milliarde aber wirklich realisiert werden, müsste man das "schon sehr anerkennen als beachtliche Leistung des Wissenschaftsministers". Es war ja der parteifreie, auf einem ÖVP-Ticket amtierende Karlheinz Töchterle, der im September die Hochschulmilliarde auf die politische Agenda gesetzt hatte - als früherer Rektor der Uni Innsbruck wissend, dass das jener Betrag ist, den die Unis für 2013 bis 2015 wenigstens brauchen, um den Status quo aufrechtzuerhalten.
"In einer Zeit, in der der Staat Milliarden einsparen muss, ist diese Selbstverpflichtung der Regierung zu einer Hochschulmilliarde nicht selbstverständlich", sagt Rektorenchef Schmidinger, der die Universität Salzburg leitet. So könnten Leistungskürzungen an den Unis vermieden werden. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, Printausgabe 16.12.2011)