FPÖ-Kickl: "Klassischer Fall von Gutmenschen-Apartheid"
Wien - Die Debatte um den umstrittenen Ball des Wiener
Korporationsrings (WKR) im Jänner in der Hofburg reißt nicht ab: Am
Donnerstag meldete sich der Ballausschuss des Wiener
Korporationsballes in einer Aussendung zu Wort, um "sämtliche
Äußerungen" der Pressekonferenz vom Mittwoch (von u.a. SOS-Mitmensch
und dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel
Muzicant, Anm.) als "absurd" zurückzuweisen.
Man fordere alle Beteiligten auf, "die konzertierte Kampagne gegen
Institutionen und Leistungsträger dieser Republik zu beenden". Der
Ballausschuss habe seine Anwälte "mit der Bearbeitung dieser
Angelegenheit" beauftragt.
Auch parteipolitisch setzte sich die Diskussion fort: Die FPÖ
rückte mit Generalsekretär Herbert Kickl, dem Ring Freiheitlicher
Studenten und sogar dem Kärntner FPÖ-Obmann Christian Leyroutz aus,
um in Aussendungen den Ball zu verteidigen und dessen Kritiker zu
kritisieren. Kickl sprach von einem "klassischen Fall von Gutmenschen-Apartheid".
Als "Probe aufs Exempel" forderte unterdessen der Grüne
Abgeordnete Karl Öllinger Ball-Organisator Udo Guggenbichler, der
auch für die FPÖ im Wiener Gemeinderat sitzt, auf, den Ball zeitlich
und örtlich zu verschieben. (APA)