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vergrößern 800x600Das im "Innovationspark Wlasak" neu errichtete Finanzamt Schwaz/Kufstein wurde am Donnerstag offiziell eröffnet. Mit diesem Objekt wurde bundesweit erstmals das ...
vergrößern 800x600... "Büro-Konzept 2020" der Finanzverwaltung in der Praxis umgesetzt, das neben einer Ablauf- und Prozessoptimierung auch ...
vergrößern 800x600... besondere schallschutztechnische Maßnahmen beinhaltet.
vergrößern 800x534Am Standort Hintere Zollamtsstraße 2b in Wien-Mitte wurde schon davor ein "Musterbüro" eingerichtet.
vergrößern 800x534Hier herrschen optimale akustische Bedingungen.
vergrößern 800x534Der Besprechungsraum dient auch als "Denkerzelle". Im Bild, von links: Leopold Paar, Gerhard Pipal, Friedrike Schwarzendorfer (alle BMF) und TU-Professor Alexander Redlein.
Der Kollege oder die Kollegin telefoniert, und schon ist die Konzentration weg - viele (Großraum-)Büromenschen kennen das nur zu gut. Dabei würde oft schon ein geringfügiger Eingriff in die Büroinfrastruktur reichen, um den Geräuschpegel auf ein vernünftiges Maß zu senken. Gerhard Pipal, hochrangiger Beamter im Wiener Finanzministerium (BMF), weiß, warum: "Sobald man nichts mehr versteht vom Hintergrundlärm, hört man automatisch weg"- und die Konzentration bleibt. Die Schallgrenze, bis zu der sich noch konzentriert arbeiten lässt, liegt bei unter 50 Dezibel.
Die Abteilung I/3 im Ministerium hat im Jahr 2004 mit den Planungen am "Bürokonzept 2020" des BMF begonnen. Damals wurde eine völlige Umstrukturierung der Finanzverwaltung ins Auge gefasst, die seither Zug um Zug umgesetzt wird.
Einen Meilenstein wird dabei das neue "Finanzzentrum Wien-Mitte" darstellen: Dieses wird in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 in der neuen Überbauung der U3-/U4- und S-Bahn-Station Landstraße einziehen (der Rohbau wurde, wie berichtet, vor wenigen Wochen fertig). Die bisherigen neun Wiener Finanzämter werden dann an einem Ort konzentriert.
Effizienz-Steigerung erwünscht
Gemeinsam mit der TU Wien und der Universität Wageningen (NL) hat Ministerialrat Pipal nach "innovativen Büroraumlösungen" für das künftige Finanzzentrum gesucht. Ein "auf die Bedürfnisse der Finanzverwaltung angepasster Büro-Formenmix" sollte kreiert werden, unter besonderer Berücksichtigung der Arbeits- und Ablaufprozesse der Finanz- und Zollverwaltung. Denn eines sei immer klar gewesen, bekräftigt Pipal: "Es ging dabei natürlich auch um die Steigerung der Effizienz der Arbeitsprozesse."
Gefordert war eine Lösung, die keine Großraumbüros, sondern Einzel- und Gruppenbüros mit 2er- bis 6er-Belegung hervorbringt, die außerdem nach neuesten Erkenntnissen der Ergonomie, Akustik und Büroraumplanung gestaltet sein sollten. Ferner mussten neun "globale Megatrends" berücksichtigt werden, die die Forscherteams unter der Leitung von Professor Alexander Redlein (für die TU Wien) als maßgeblich betrachteten. Zu diesen zählten etwa die "Alterung der Belegschaften", der unaufhaltsame Siegeszug der "Smart Devices" wie Smartphones, Tablet-PCs etc., "flexible Arbeitsformen" oder auch generell der "Megatrend Internet" (alles nachzulesen etwa hier).
Die Ergebnisse der jahrelangen Forschungen wurden in den vergangenen Wochen und Monaten erstmals "1:1" umgesetzt: In den neuen Büros des Finanzamtes Schwaz (Tirol), das am gestrigen Donnerstag sein neues Quartier im "Innovationspark Wlasak" bezog. Schon davor wurde aber auch im BMF-Gebäudekomplex in der Hinteren Zollamtsstraße in Wien ein "Musterbüro" nach den Erkenntnissen der Forscherteams eingerichtet.
Wie im Swimmingpool
Beim derStandard.at-Lokalaugenschein wird dort gleich die gedrücktere Raumatmosphäre spürbar: Nicht der kleinste Nachhall beim Sprechen, hier wird alles von den zahlreichen Schallabsorbern geschluckt. Diese sind knallrot, raumhoch und wurden in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut entwickelt. Ihr Innenleben dominieren Vlies und eine schwingende Stahlplatte. Positioniert wurden sie vorrangig in den Ecken des Raums, denn der Schall wirke üblicherweise wie die Wellen in einem Swimming-Pool, erklärt Pipal: "Da schwappt das Wasser auch vor allem in den Ecken über den Beckenrand." In der Mitte einer Wand aufgestellt, wäre der Effekt der Schallschlucker gleich null.
Wichtig sei auch, Augenmerk auf einen hohen Absorbtionsgrad der Decken zu legen, denn diese würden allein 40 bis 50 Prozent des Schallverlusts ausmachen, erklärt Pipal. Dabei sei kein teures Material nötig, lediglich eine handelsübliche, aber hochwertige abgehängte Deckenverkleidung.
Denkerzelle und Lombard
Dominiert wird das Musterbüro aber von einer verglasten Zelle, die als Besprechungsraum oder auch als so genannte "Denkerzelle" dient. Die Wände dieser Koje bilden frei schwingende Glasplatten und doppelt montierte Absorberpaneele. Spricht jemand hinter der Verglasung in normaler Lautstärke, wird das an den Schreibtischen nur noch als Flüstern wahrgenommen.
Komplettiert wird die Schalldämmung durch Büroschränke mit einer speziellen Oberfläche, allesamt Prototypen eines bekannten Büromöbelherstellers.
Ist das ganze Büro erst einmal richtig schallgedämmt, greift auch der so genannte "Lombard-Effekt": Wer beim Sprechen gegen erhöhten Umgebungslärm ankämpfen muss, erhöht nicht nur die Lautstärke, sondern unwillkürlich auch die Tonhöhe. Hier funktioniert es aber freilich umgekehrt: Die geräuschärmere Atmosphäre lässt auch die Beschäftigten leiser sprechen.
Informieren und mitentscheiden
Die Personalvertretung musste von Gesetz wegen - da es sich um einen öffentlichen Dienstgeber handelt - in die Umstrukturierungen voll eingebunden werden, was aber letztlich enorme Vorteile brachte, so Pipal. Auch TU-Professor Redlein empfiehlt Unternehmen, die ihre Büroräume neu gestalten, die Belegschaft stets möglichst umfassend zu informieren und auch mitentscheiden zu lassen. "Die Mitarbeiter sollten auch bei den Büromöbeln mitreden - das erhöht die Akzeptanz."
Anfangs werde ohnehin meist alles Neue abgelehnt. Die Mitarbeiter würden ihr neues Büro nur langsam in Besitz nehmen. "Erfahrungsgemäß passt zuerst nicht alles, aber bei guter Planung werden die neuen Strukturen angenommen." (Martin Putschögl, derStandard.at, 16.12.2011)
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für garderpobeschränke hat das geld dann nicht mehr gereicht oder für mülltonnen???
wenn die akten der finanzler, die hier arbeiten, ihrer privaten "ablage" entsprechen, brauchts nicht mal schmiere und kuvert: die verschlampen einfach irgendwas irgendwo in irgendeinem kastl...das aber modern schallgeschützt und nach letzten wissenschaftlichen erkenntnissen...
Habe auch einige Zeit in so einem neuen Büro-Gebäude mit Glaswänden gearbeitet. Das ist Großraumbüro 2.0. Die Firma kann wie bei einem traditionellen Großraumbüro die maximale Anzahl an Mitarbeitern pro Quadratmeter hinein stopfen. Man fühlt sich auch genau so dauernd überwacht, weil man ständig für alle sichtbar ist. Lediglich der Lärm wird durch die Glaswände wirksam gedämpft, aber auch nur, wenn man nicht mit Dauer-Telefonierern und -Quatschern im selben Raum sitzt. Eine Büro-Landschaft für die schöne neue Welt des beginnenden 21. Jahrhunderts.
....heißt die Firma, die von Anfang an als Lieferantin für das Finanzzentrum Wien Mitte, die Himmelpfortgasse und andere Projekte der Finanz feststand. Sie verdient sich eine goldene Nase mit sündteuren Glaswänden und deshalb nötigen Schallschutzabsorbern. Warum nur???? Läuft wie immer wie geschmiert!
Schauen Sie sich mal das vorletzte Bild in der Vergrößerung an:
Da der Oberboden bis zur Vorderkante der Türen herausragt, also nicht zwischen den Häuptern sitzt und somit als Deckel quasi fungieren soll, haben die Türen oben keine Aufschlagfläche und fallen somit praktisch nach innen. Wenn man bei dem Bild darüber genau hinschaut, sieht man dieses Problem am Unterboden auch. Da fehlen schlicht und einfach Stopper.
Schaut jetzt aus wie eine nicht ganz geschlossene Falttür. ;-)
Was mir auch nicht gefällt ist, dass das Glas der Teeküche nicht satiniert oder anderweitig gestaltet wurde.
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