Genauer Starttermin und Tarife noch unbekannt - wirbt mit Preisen wie in Österreich
Der französische Unternehmer Xavier Niel hat angekündigt, mit Free Mobile den günstigsten Mobilfunkanbieter Europas zu starten. Genaues ist aber noch nicht bekannt, weder die Tarife noch der Starttermin. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, meinte Niel im Sommer 2011, dass zehn Euro pro Monat "teuer wirken". Seitdem haben die bestehenden französischen Provider attraktivere Angebote geschnürt. So hat die französische Telekom die Marke Sosh gestartet, die All-Inclusice-Tarife ab 19,90 Euro anbietet.
"Wir kommen"
Bei der Le Web-Konferenz gab sich Niel überrascht, dass seine Mitbewerber nicht mehr getan haben. Er sagte: "Reduziert eure Preise! Wir kommen. Fahrt über das Wochenende weg, überdenkt eure Marketing Strategie und auf diese Weise habt ihr eine Chance weiterhin zu existieren."
Günstige Kostenstruktur
Aufgrund der Kostenstruktur von Free Mobile könne man billigere Tarife anbieten, meinte Niel. Analysten haben jedoch Zweifel, dass der junge Provider etablierte Marken wirklich gefährden kann. Der Illiad Konzern, zu dem Free Mobile gehört, bietet in Frankreich ein Breitband-Triple-Play-Service an und hat bisher keine Erfahrung mit Mobilfunknetzen. Daher sind Analysten skeptisch, ob der Provider einen langfristigen Preiskampf überleben kann.
Starttermin unklar
Wann Free Mobile startet, ist weiterhin unklar. Niel hat am 13. Dezember in seinem ersten Tweet etwas kryptisch angekündigt: "Die Rakete ist auf der Startrampe". Laut dem französischem Telekom-Regulator Arcep, hat Free Mobile die benötigte 3G-Netzabdeckung bereits erreicht. Als der Provider die Lizenz im Jahr 2009 erwarb, verpflichtete er sich, bis 12.Jänner 2012 mehr als 25 Prozent der Einwohner zu erreichen. Es wird erwartet, dass Free Mobile noch vor diesem Datum startet.
Der Mobilfunker hat mit Orange zudem einen Roaming-Vertrag abgeschlossen, der ihm ermöglicht landesweit zu agieren.
"Preise wie in Österreich"
Vieles ist noch unklar. Bisher weiß man nur, dass die SIM-Karten über das Internet vertrieben werden. Es wird kaum eigene Geschäfte geben. Die Endgeräte müssen Kunden extra bezahlen. Die Tarife sollen "so günstig wie in Österreich werden", soll Niel gesagt haben. Schlussendlich dürften sie sogar noch günstiger sein als im Billig-Tarif-Land. (soc)