A-Tec-Treuhänder

Abschluss des Emco-Verkaufs vor Weihnachten

15. Dezember 2011, 12:24

Mehrere verbindliche Angebote eingetroffen - Streit mit A-Tec-Chef Kovats geht weiter

Wien - A-Tec-Treuhänder Matthias Schmidt will bis Weihnachten den Verkauf des Salzburger Maschinenbauer Emco unter Dach und Fach bringen. Mehrere Interessenten haben fristgerecht verbindliche Angebote für den Erwerb der Emco gelegt. "Wir haben aus den eingelangten Angeboten die besten ausgewählt. Mit den betreffenden Investoren gehen wir nun in die Endverhandlungen", teilte Schmidt in einer Aussendung am Donnerstag mit.

Der Treuhänder kämpft hinter den Kulissen auch weiterhin gegen die Einmischung von A-Tec-Chef Mirko Kovats in den Verkaufsprozess der übriggebliebenen A-Tec-Firmen, berichtet die "Wiener Zeitung" am Donnerstag. In einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss wird unter anderem dem A-Tec-Boss aufgetragen, im Rahmen des Verkaufsprozesses "die Behauptung zu unterlassen, ihm stünde ein Aufgriffs- und/oder Vorkaufsrecht an Geschäftsanteilen" der Emco zu. Gegen diesen Beschluss will Kovats nun einen Rekurs einlegen. Er wolle sich das Recht auf Meinungsäußerung durch den Beschluss des Gerichts nicht nehmen lassen.

Erst Anfang Dezember konnte sich Kovats gegen einen Beschluss des Handelsgerichts beim Oberlandesgericht (OLG) Wien teilweise durchsetzen, der ihm unter anderem aufgetragen hatte, den Verwertungsprozess schlechthin nicht zu stören. Dies sei nicht exekutierbar gewesen, die konkrete gerichtliche Weisung - nämlich der Verkauf der ATB an die chinesische Wolong-Gruppe - sei nach Ansicht des OLG sehr wohl möglich gewesen, so Schmidt damals. (APA)

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