Aufsichtsratssitzung

Voestalpine strafft Struktur an der Konzernspitze

15. Dezember 2011, 12:44

Weichenstellung für effizientere Konzernstruktur und einen weiteren Generationswechsel im Top-Management

In der heutigen Aufsichtsratssitzung der voestalpine wurden einstimmig die Weichen für eine effizientere Konzernstruktur und einen weiteren Generationswechsel im Top-Management gestellt. Die bisher getrennt geführten Divisionen Automotive und Profilform werden künftig zu einer Division zusammengeführt. Damit einher geht auch ein seit längerem vorbereiteter Wechsel im Vorstand. Herbert Eibensteiner übernimmt die Leitung der neuen Division und folgt auf Wolfgang Spreitzer (bisher Leitung Division Profilform) und Franz Hirschmanner (bisher Leitung Division Automotive).

Gemäß dem heutigen Beschluss des voestalpine-Aufsichtsrates werden die organisatorischen und personellen Veränderungen per 1. April 2012 wirksam. Die Detailorganisation der neuen Division soll in der nächsten Aufsichtsratssitzung Ende März 2012 abgesegnet werden. Zukünftig werden die Kräfte des Konzerns somit nicht mehr in fünf sehr unterschiedlich großen, sondern in vier annähernd gleich großen Divisionen gebündelt. Durch die Zusammenfassung der beiden Divisionen werden eine Reihe von Synergieeffekten erzielt. So gab es schon bisher eine enge Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung, am Markt wird künftig die einheitliche Betreuung wichtiger Kundensegmente, insbesondere der Automobilindustrie und des Energiesektors möglich.

Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder erwartet sich von der Zusammenlegung aber auch deutliche Impulse für das weitere Wachstum gerade dieser Zukunftsbereiche. "Die neu geschaffene Division wird noch wesentlich stärker als bisher auf den globalen Märkten aktiv sein. Dafür sind wir nun optimal gerüstet. Mit Herbert Eibensteiner haben wir darüber hinaus einen sowohl im Konzern als auch in Internationalisierungsbelangen erfahrenen Manager als Nachfolger der beiden hochverdienten Vorstandskollegen Spreitzer und Hirschmanner gewinnen können." 

Schienenauftrag von Deutscher Bahn

 

Inmitten des noch laufenden Kartellverfahrens wegen illegaler Preisabsprachen zwischen internationalen Schienenherstellern in Deutschland hat der Stahlkonzern voestalpine die Klägerin Deutsche Bahn offenbar milde stimmen können. Die Bahn hat nun einen 300 Mio. Euro schweren Großauftrag für 2012 an mehrere Anbieter vergeben - darunter auch an den österreichischen "Kartellsünder". "Ich kann Ihnen formell bestätigen, dass wir im Tenderverfahren erfolgreich waren und einen Teilauftrag bekommen haben", sagte Kommunikationschef Gerhard Kürner.

Zum Volumen des Teilauftrags, Preis und Mengen dürfe die voestalpine keine Angaben machen. Branchenkennern zufolge ist die voestalpine der Deutschen Bahn aber beim Preis massiv entgegengekommen - von einem "aggressiven Angebot" ist die Rede. Der Unternehmensbereich Bahnsysteme, zu dem 42 Weichenwerke gehören, erzielt weltweit einen Jahresumsatz von über 2 Mrd. Euro.

Die Deutsche Bahn deckt ihren Schienenbedarf im kommenden Jahr laut deutscher Tageszeitung "Handelsblatt" bei den Stahlproduzenten voestalpine, Tata und Moravia - diese Hersteller teilten sich demnach den 300-Millionen-Euro-Auftrag. Mit Kartellvorwürfen konfrontiert sind die Voest und Moravia. (red/APA)

tri tra trallala
00
15.12.2011, 12:27

15. Dezember 2011 11:57

+++Meldung folgt+++

Aha.... Mittagspause dazwischen gekommen ;-)

white knight
00
15.12.2011, 13:21

das ist das neue zielgruppenerweiterungsprogramm von standard.at. damit fühlt sich auch die wirtschaftskompetenz der övp angesprochen.

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