Pistengehen

Mit den Tourenski auf die Piste

15. Dezember 2011, 12:27

Gesund und trotzdem umstritten - Pistengeher geraten häufig mit Liftbetreibern in Konflikt

Mit dem Trend zum Skitourengehen hat in den letzten Jahren auch das Pistengehen an Beliebtheit gewonnen. Unter 700.000 Skitourengehern in Österreich finden sich laut Schätzungen 80.000 "Fitnessgeher", die regelmäßig auf planierten Pisten unterwegs sind. Vor allem in den Skigebieten in der Nähe der Ballungszentren. Die Gründe dafür sind vielfältig: zunehmende Gesundheitsorientierung in der Bevölkerung, teilweise schlechte Tourenbedingungen im alpinen Gelände und der überschaubare Zeitaufwand bei Pistentouren.

Die gesundheitlichen Effekte dieser Bewegungsform sind unbestritten, Konfliktpotential birgt das Thema Pistengehen aber trotzdem genug. Insbesondere Abendskitouren sorgen für Unstimmigkeiten. Um diese Tageszeit erfolgt die Pistenpräparierung häufig mit Hilfe von Seilwinden. Diese Stahlseile die quer über die Pisten gespannt werden, können lebensgefährlich sein. Von Seiten der Seilbahnbetriebe und Liftbetreiber wird unter anderem auch ungeordnetes Aufsteigen kritisiert und die Zerstörung frisch präparierter Pisten beklagt.

Der Österreichische Alpenverein empfiehlt Pistengehern Verhaltensregeln zu beherzigen und kritisiert Bestrebungen  einiger Regionen, Pistengeher zu den normalen Betriebszeiten aus den Skigebieten auszusperren. (red)

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14 Postings
talvisota
11
15.12.2011, 17:44
das zerstören frisch präparierter pisten - für die couchpotatoes

ist ein problem, weil die tourengeher beim abfahren auf den - meist blauen pisten (keider klescht mit stirnlampe über die schwarze) - tiefe furchen in die weiche piste schneiden. diese gefrieren in der nacht und am nächsten morgen sind die eisrillen unfahrbar und gefährlich.
wie kommen zahlende schifahrer dazu, sich auf blauen pisten mit ihren pizzastückfahrenden kindern über pickelharte furchen zu quälen...

Antonius Birnstingl
00
16.12.2011, 07:50
Bin ganz...

...Ihrer Meinung.

Der/die Rotstrichler ist offensichtlich noch nie über solch eine zermarterte Piste gefahren. Gehe übrigens selbst gerne mit den Tourenski in Gebieten mit den Tourenski, wo sich eine bewirtschaftete Gstwirtschaft am Gipfel befindet ;-)

Der Ferdl
01
15.12.2011, 16:25
Das erinnert mich doch ganz stark an das Beförderungsverbot für Snowboarder.

Hat sich damals auch recht schnell herumgesprochen das diese seltsame Gesellschaft ein enormer Wirtschaftsfaktor ist.

"zawos brauch ma den schaaas"-Mentalität unserer allseits beliebten Liftbetreiberschädel.

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
15.12.2011, 16:09
Am Loser geht das.

Leider gibt es unter den Tourengehern ein paar Unverbesserliche, außerdem hat die Anzahl der Pistentourengeher stetig zugenommen. Ich bin selbst so ein Pistentourengeher, ideal nach dem Büro mit der Stirnlampe rauf und wieder runter. Weil es laut der Loser AG doch nicht ganz funktioniert hat, haben sie für heuer eine neue Schneise gebaut, die zum Aufstieg zu nutzen ist. Abwärts geht es dann über die Straße, die im Winter nicht geräumt wird. Die Piste ist ab heuer tabu, bis letzten Winter durften Pistentourengeher abends die Piste abfahren, wenn ausdrücklich nicht gesperrt war. Auch hier gibt es einen Abschnitt, der mit Seilsicherung präpariert wird. Das Seil ist dann bis ca. 100 m gespannt, sehr gefährlich!

Ludovico Settembrini
00
16.12.2011, 03:09

ui....groebere zusammenstoesse mit rodlern sind wohl kaum zu vermeiden...speziell wenn sich diese beim heli "staerken" :-)

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
17.12.2011, 12:22
Der Weg... äh...

... der Heli ist das Ziel! (C:

Carla Sociale
02
15.12.2011, 15:17
So geht das nicht.

Gesunde Bewegung in sauberer Luft, ohne dafür zu zahlen. Die Lift- sollten sich mit den Fitnesscenterbetreibern zusammentun und jede kostenlose sportliche Betätigung gesetzlich verbieten lassen.

talvisota
00
15.12.2011, 17:40
haben sie jemals einen von einem drahtseil geköpften menschen

aus der nähe gesehen? ziemlich ungustig, das ganze schlauchzeugs.

Carla Sociale
01
15.12.2011, 20:09
Ich gehe mit Freunden seit Jahren in verschiedensten Schigebieten abends Touren.

Die Hänge, die mit Seil präpariert werden müssen sind uns bekannt und werden gemieden.
Ich lasse mir doch nicht verbieten, in frei zugänglichem, öffentlichen Gelände meine Freizeit zu verbringen.
Es geht wieder einmal nur darum, eine neue Einnahmequelle zu erfinden.

evidenzbasierer
00
20.12.2011, 00:34
diszipliniert alles kein Problem...

...ich sehe den Artikel auch nicht als "Tourengeherfeindlich". Und ich glaube auch nicht, dass Liftbetreiber tatsächlich so mächtige Ertragseinbußen haben wenn sich Leute da stundenlang abquälen um ein-, zweimal die Piste runterzufahren.

So das aber stimmt, dass die Pistenpräparierung da tatsächlich drunter leidet, dann ist das tatsächlich ein Problem. Denn ich brauche auf einer blau markierten Piste keine vereisten Spuren, und andere unerwartete Dinge. Ich hätte vom skifahrerischen Können kein Problem damit, ein Kind, am "Stemmbogenlevel" hingegen sehr wohl.
Abgesehen davon wird die allnächtliche Präparierung der Pisten ja einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwand bedeuten.
Auch dieses frei zugängliche Gelände hat einen Eigentümer..

Antonius Birnstingl
00
16.12.2011, 07:52
Sie dürfen nicht...

...von sich auf andere schließen. Nicht jeder geht offenen Auges durchs Leben.

Carla Sociale
10
16.12.2011, 09:13
Die "natürliche Selektion" hat je evolutionären Sinn.

Ludovico Settembrini
01
16.12.2011, 03:12

ich bin ihrer meinung, aber mit frei zugaenglich und oeffentlich wuerd ich vorsichtig sein....

evidenzbasierer
00
20.12.2011, 00:37
wollen wir eingezäunte Pisten?

eben... und darauf läufts hinaus, denn dann wäre der Bereich nicht mehr von allen in gleichem Maße benutzbar und somit nicht mehr öffentlich.

Und schon ist es vorbei mit dort auch nur einen Fuß ohne Erlaubnis hineinzusetzen.
Fraglich ist auch, nachdem da ja wahrscheinlich eine Alm oder ähnliches sich unter der Schneedecke befindet, ob sich rechtlich da nicht auch was, was den Landfrevel angeht tun lassen könnte...

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