Gesund und trotzdem umstritten - Pistengeher geraten häufig mit Liftbetreibern in Konflikt
Mit dem Trend zum Skitourengehen hat in den letzten Jahren auch das Pistengehen an Beliebtheit gewonnen. Unter 700.000 Skitourengehern in Österreich finden sich laut Schätzungen 80.000 "Fitnessgeher", die regelmäßig auf planierten Pisten unterwegs sind. Vor allem in den Skigebieten in der Nähe der Ballungszentren. Die Gründe dafür sind vielfältig: zunehmende Gesundheitsorientierung in der Bevölkerung, teilweise schlechte Tourenbedingungen im alpinen Gelände und der überschaubare Zeitaufwand bei Pistentouren.
Die gesundheitlichen Effekte dieser Bewegungsform sind unbestritten, Konfliktpotential birgt das Thema Pistengehen aber trotzdem genug. Insbesondere Abendskitouren sorgen für Unstimmigkeiten. Um diese Tageszeit erfolgt die Pistenpräparierung häufig mit Hilfe von Seilwinden. Diese Stahlseile die quer über die Pisten gespannt werden, können lebensgefährlich sein. Von Seiten der Seilbahnbetriebe und Liftbetreiber wird unter anderem auch ungeordnetes Aufsteigen kritisiert und die Zerstörung frisch präparierter Pisten beklagt.
Der Österreichische Alpenverein empfiehlt Pistengehern Verhaltensregeln zu beherzigen und kritisiert Bestrebungen einiger Regionen, Pistengeher zu den normalen Betriebszeiten aus den Skigebieten auszusperren. (red)