Karin Küblböck, Attac-Ökonomin

    15. Dezember 2011, 16:56
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    Die Ökonomin fährt vor allem mit dem Rad. Auch im Winter. Trotzdem ist sie keine dogmatische Autohasserin

    Karin Küblböck, Ökonomin und Gründungsmitglied der globalisierungskritischen NGO Attac in Österreich, besitzt kein Auto, sondern fährt vor allem mit dem Rad. Auch im Winter: "Kälte schreckt mich nicht ab", sagt sie. Im Gegenteil: Beim Radfahren "mag ich sie total gern". Mit Minustemperaturen sei es viel besser Rad zu fahren, als auf die Straßenbahn zu warten. Wenn es eisig ist, flüchtet sie aber zu den Öffis. In Wien braucht man kein Auto, ist ihre Überzeugung: "Ich will mir den Stress nicht antun."

    Trotzdem, dogmatische Autohasserin ist sie keine: "Ich verstehe, dass man auf dem Land ein Auto braucht." Sie selbst hat ihren Führerschein gleich mit 18 Jahren gemacht. Sie fahre heute selten, aber gern mit dem Auto. Das letzte Mal liege aber schon einen Monat zurück. In den 24 Jahren, in den sie nun einen Führerschein besitzt, hatte die 42-Jährige nur zwei Jahre lang ein eigenes Auto. Aber nur, weil sie da in Gänserndorf wohnte, und es "sein musste".

    Zuerst war es ein kleiner weißer Fiat. Bei tiefen Temperaturen ist der oft nicht angesprungen. Einmal sei er sogar mitten auf einer Kreuzung abgestorben und war nicht mehr in Gang zu bringen. Ein auf sie zukommender Bus kam nur knapp zum Stehen. Als der Fiat hinüber war, kam ein anderer gebrauchter Kleinwagen, ein Citroën C3 in Türkis. Auf dem Land, findet Küblböck, gehören die Öffis viel stärker ausgebaut. "Autos müssen unattraktiv werden." (Alois Pumhösel/DER STANDARD/Automobil/16.12.2011)

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      foto: andy urban
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