Warum Studentenwohnungen für Anleger interessant sind

Bettina Pfluger, 15. Dezember 2011, 10:17
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    foto: standard/fischer

    Studentisches Wohnen wird immer mehr zum Inhalt für Investoren. Sie setzen auf Portfolios aus Studentenwohnheimen.

Quadratmetermieten über dem Marktniveau, laufende Preisanpassung, kaum Mietausfälle

Quadratmetermieten über dem Marktniveau, laufende Preisanpassung, kaum Mietausfälle. Das sind die Gründe, warum Investoren auf Studentenwohnungen als Anlageklasse setzen. Die Nachfrage nach Wohnungen steigt zudem.

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Die Immobilienbranche hat mit Studentenwohnheimen ein neues Terrain erschlossen. Die Idee dahinter ist so einfach wie offenbar lohnend: Immer mehr Studenten suchen nach einem Zimmer oder einer kleinen Wohnung. Vor allem in den klassischen Universitätsstädten ist das Wohnungsangebot daher oft knapp. In Deutschland haben sich Immobilienentwickler daher schon auf Apartmenthäuser spezialisiert.

Mieten über Marktniveau

Für den kleinteiligen Wohnraum können Quadratmetermieten erzielt werden, die deutlich über dem sonstigen Marktniveau liegen. Was den Immobilienanbietern auch entgegenkommt, ist die relativ kurze Mietdauer von drei bis vier Semestern. "Diese kurzlaufenden Mietverträge ermöglichen eine regelmäßige Anpassung des Mietniveaus, die sonst bei Wohnungen in der Regel nicht in diesem kurzen Intervallen möglich ist", sagt Rainer Nonnengässer, Vorstand der auf Studentenapartments spezialisierten Youniq AG, zum Magazin Cash.Online.

Youniq ist seit 2009 auf studentisches Wohnen spezialisiert und hat mit dem Emissionshaus MPC auch einen eigenen Fonds aufgelegt. Der "MPC Deutschland 11" bietet Anlegern die Beteiligung an einem Portfolio aus fünf modernen Studentenappartementanlagen. Die Laufzeit ist auf zwölf Jahre ausgelegt, die jährliche Rendite soll bei 5,75 Prozent liegen. Anleger partizipieren sowohl an den laufenden Miet-/Pachteinnahmen als auch am Verkaufserlös der Immobilie. Das Mindestinvestment liegt bei 10.000 Euro. In Österreich ist der Fonds vorerst nur als Private Placement zeichenbar, das Mindestinvestment beträgt daher 500.000 Euro plus Gebühren.

Zu bedenken ist aber, dass dieser Fonds ein geschlossener Fonds ist. Anleger können ihre Anteile nicht börsentäglich wieder abgeben und sind auf den Sekundärmarkt angewiesen.

Mietausfall gering

Lutz Dammaschk erklärt in Cash.Online einen weiteren Vorteil dieser Anlageklasse: "Es gibt bei Studentenappartements so gut wie keinen Mietausfall, da zum einen aufgrund des geringen Angebots in der Regel durchgehend vermietet werden kann und durch die Kaution oder eine Bürgschaft der Eltern eventuelle Zahlungsausfälle abgesichert sind", sagt der Geschäftsführer von Vegis Immobilien, die mit Vegis Campus eine eigene Sparte für Studentenwohnungen gegründet haben. Mehr als 2000 Wohneinheiten an zehn Standorten werden verwaltet.

Gerade in Deutschland kommt den Immobilienentwicklern auch die Abschaffung der Wehrpflicht zugute, da damit mehr Leute an die Universitäten drängen als früher. Zudem werden bis 2015 doppelte Maturajahrgänge erwartet, und die Internationalisierung der Studenten lasse auf große Nachfrage am Wohnungsmarkt hoffen.

Dammaschk lockt seine Investoren auch mit Renditen von fünf bis 6,5 Prozent. In Summe bewege man sich damit über dem Niveau, das bei normalen Wohnimmobilien in vergleichbarer Lage erzielt werden könne.

Für die Studenten heißt das allerdings, dass sie für ihre Unterkunft künftig wohl noch tiefer in die Tasche greifen müssen. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.12.2011)

Kommentar posten
20 Postings
the comedian
 
01
das ist kein immobilienmarkt mehr

sondern ein feudalsystem.

Solemnly Soliloquising Somnambulist
00
16.12.2011, 11:07
die deutschen studenten sollte man richtig abmelken

haben doch ihre eltern den österreichern seit 1918 immer großkotzig die rute ins fenster gestellt.

viele mittelständische österreichische unternhemen sind in der nachkriegszeit von deutschen konzernen übernommen worden was für die österreicher immer unangenehm war.

zuletzt wurde die aua geschluckt was besonders schmerzvoll ist.

Prof. Alois
 
00
19.12.2011, 17:13
Sie machen Ihrem nick alle Ehre - in aufsteigender Reihenfolge

Wenn eine heruntergewirtschaftete AUA nicht von einer Lufthansa aufgefangen worden wäre, dann gäbe es sie nicht mehr. Da war eine Mitgift nötig von 500 Euromillionen. Wobei sich die AUA immer noch als Staatsbetrieb geriert: In die Tiefe wird nicht reformiert. Es werden nur alle unangepassten rausgeschmissen. Alle, die wen kennen, sind noch dort. Das sind selten die Fähigen.

PS: Stört es Sie, dass die soliloquy hiemit zum Dialog wurde?

paradiselost
02
15.12.2011, 22:29
das faellt auf bei den immo-inseraten:

frueher waren studenten schreckgespenster fuer vermieter. und WG's nur fuer dringend renovierungsbeduerftige wohnungen toleriert.

nun ist das wichtigste an einer wohnung, dass die zimmer zentral begehbar sind und die wohnung insgesamt "WG-tauglich". man kann fuer eine einfache 2-3-zi-whg phantasiemieten verlangen, weil von vornherein kalkuliert wird, dass die gesamtmiete auf 2-3 personen aufgeteilt wird. nu, und 300-400 EUR kann sich ein student auf zeit leichter leisten als ein "normaler" mieter, der dann 800-900 EUR/monat fuer die gleiche wohnung hinlegen muesste.

wird richtig "in" hier wie anderswo: bis 35 lebt eins in der WG, wechselt dann in eine familienwohnung, um als alter wieder in eine WG zu ziehen. und der mietrubel rollt...

Heavyweather
00
27.12.2011, 23:54

Deshalb macht es auch für Studenten Sinn eine eigene Wohnung zu kaufen.
Mit der Untermiete wird der Kredit bedient und am Ende des Studium kann man entweder weiter vermieten oder mit Gewinn verkaufen.
Ich habe mir als Student eine 70k Wohnung in Wien gekauft (20. und zugegeben eine Bruchbude), diese um 10k hergerichtet und nach dem Studium an 3 Studenten weitervermietet. Letztes Jahr habe ich nach weiteren 10k Investition 130k dafür bekommen. Nicht viel Gewinn aber wenigstens habe ich mir 6 Jahre Miete gespart...
Kann man nur empfehlen wenn jemand vor hat in einer Stadt fertig zu studieren.
Auch für Eltern interessant...

max ritz
60
15.12.2011, 17:59
leider sehen dann die WG oder Wohnungen

dementsprend aus, WC verstopft, Waschbecken u. dusche voll mit Haaren. Unter der Abwäsche kann man fast Erdäpfel anbauen - das erstemal weg von Mami und die Studenten müssen alles allein machen, das ist für die meisten schon sehr schwierig.

gerneleserIn
00
16.12.2011, 13:30

Das ist wieder so eine dämliche mähr vom studentenleben. Ich würde Ihnen dringend raten solche Vorurteile mal im wirklichen leben zu überprüfen! es gibt genug unordentliche menschen die ihre wohnungen versiffen lassen und die nicht studieren!

just my 2g Senf
00
16.12.2011, 02:04

Manche Wohnungseigentümer schützen sich davor so, dass sie in bestimmten Intervallen (zB alle 2 Wochen) eine Putzfrau in die WG schicken. Der Preis dafür sollte im Mietpreis einkalkuliert sein und bringt Vorteile für alle Beteiligten: der Vermieter weiß, dass die Wohnung nicht komplett versifft wird und die WG-Bewohner haben untereinander weniger Putzstress.

ghrizo
00
15.12.2011, 19:57

deshalb sollen sie für die wohnungen ordentlich blechen!

Loonquawl
01
15.12.2011, 19:46

was genau willst du eigentlich sagen?

dakakadu
10
15.12.2011, 16:42

schweinerei

Simplicius Simplicissimus
314
15.12.2011, 16:38
Mit welchen ...

... Sch...typen man auf dieser Welt leben muss.

Ohne Gurt im Ionensturm
11
16.12.2011, 00:41

So schlimm sind StudentInnen auch nicht wie sie tun.

Gladius1
84
15.12.2011, 20:00
Wenn die Vermieter so schrecklich sind...

dann steht es dir frei eine Wohnung zu Kaufen oder dir ein Haus zu bauen. Der Eigentümer stellt dir sein Eigentum für eine gewisse Zeit zu Verfühgung dafür hat er anspruch auf Miete. Wenn dir die Miete zu hoch ist such dir was anderes - aber "haben wollen" und dann maulen spielt es nicht.

Heavyweather
10
27.12.2011, 23:58

Das sind ja keine normalen Vermieter. Das sind Investoren die den Markt einkreisen, die Preise damit oben halten und so am natürlichen Wohnbedürfnis der Menschen verdienen.
Kleine, einfache Studentenwohnung sollten günstig vom Staat errichtet werden um überhaupt keinen freien Wohnungsmarkt zu zu lassen.

mcbroesel
03
15.12.2011, 16:04
wien

In wien werden oft Altbauwohungen die klar dem Vollanwendunsgebreich des MRGs unterliegen bewusst zu überhöhten Mieten vermietet.
deshalb:
Miete checken:http://www.wien.gv.at/wohnen/wo... hnung.html
Mietervereinigung beitreten und auf Anpassung der Miete klagen!
kann auch bis zu einem halben jahr nach Auszug noch gemacht werden und die überhöhte Miete der letzten drei jahre muss verzinst zurückbezahlt werden!

Dunkin' Donuts
229
15.12.2011, 14:20
Elendige Parasiten

Das ist natürlich klasse, wenn man aus winzigen Appartments noch mehr Rendite pro m2 rausquetschen kann, weil die Studenten darauf angewiesen sind. Es ist zum Teil wirklich unverschämt wie wenig Wohnraum man für Beträge bekommt, die sich Studenten gerade noch leisten können..

Saurer Zivi
00
15.12.2011, 14:00
möchte es dahingestellt lassen, inwieweit es sinnvoll ist im Standard einen Artikel über deutsche Mietverhältnisse zu schalten.

Wieder ist aber zu beobachten, dass das einzige Ziel solcher Artikel die Beschreibung der Verknappung u Verteuerung von (hier studentischem) Wohnraum ist.

Wer glaubt, man kann so leicht an Studenten vermieten, wie dargestellt, wird beizeiten sein blaues Wunder erleben.

Cynicism
03
15.12.2011, 11:03
Stimmt schon;

hier in Innsbruck kann man für eine 25qm-Garconniere locker ~450€ warm verlangen und sie wird einem trotzdem wie eine warme Semmel aus der Hand gerissen.

Hustler
00
15.12.2011, 12:11

Indeed

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