Hauptstrang

South Stream verläuft an Österreich vorbei

15. Dezember 2011, 10:01

Der russische Gaskonzern Gazprom soll die Route für die South-Stream-Pipeline festgelegt haben, demnach endet die Route in Italien

Wien/Moskau - Der russische Gaskonzern Gazprom hat russischen Medienberichten zufolge nun die Route für die South-Stream-Pipeline festgelegt. Der Hauptstrang werde nicht nach Österreich führen, das das Nabucco-Pipeline-Projekt aktiv lobbyiere, sondern in den Norden Italiens, schreibt die Tageszeitung "Moskowskije Nowosti".

Damit habe Gazprom die Variante abgeschrieben, die den Gastransport zum Hub im österreichischen Baumgarten vorgesehen habe. Auch die Idee der Verlegung der Pipeline über Griechenland und das adriatische Meer zum Süden Italiens sei nicht mehr aktuell. Laut der informierten Quelle könne sich Österreich nun nur mehr als Gasabnehmer für den eigenen Bedarf am South-Stream-Projekt beteiligen.

Regierungsabkommen zu Zusammenarbeit

Gazprom und OMV haben Anfang des Jahres ein Joint-Venture zum Bau des rund 60 Kilometer langen österreichischen South-Stream-Abschnitts gegründet. An der South Stream Austria halten die beiden Unternehmen je 50 Prozent. Im April 2010 hatten Österreich und Russland in einem Regierungsabkommen die Zusammenarbeit beim Pipeline-Projekt vereinbart.

Aus der OMV hieß es dazu, man sei Teil des Konsortiums zum Bau des österreichischen Teilabschnitts der Southstream und habe dafür eine Machbarkeitsstudie gemacht, die in diesem Frühjahr abgeschlossen worden sei. Jetzt liege es an Gazprom, eine Gesamtstudie vorzustellen, das sei bis dato noch nicht geschehen. Deshalb gab das Unternehmen heute auch keinen Kommentar zu den Berichten aus Russland ab. Es bleibe die Frage ob, welche und wie viele Stränge die Pipeline haben werde.

Laut einem Abkommen mit Gazprom sollte der russische Konzern 50 Prozent der von der OMV kontrollierten Gasbörse CEGH bekommen, heißt es bei RIA Novosti weiter. Im Sommer habe Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew allerdings mitgeteilt, dass die EU-Kommission unannehmbare Bedingungen gestellt und damit das Geschäft faktisch blockiert hätte. Die Zeitung habe in diesem Zusammenhang die Annahme, dass Brüssel über das Schicksal von Nabucco besorgt gewesen sei. (APA)

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13 Postings
Yeshua lives forever
 
01
26.12.2011, 17:53
Die italienisch-russische Freundschaft

Wer dieses Thema in den letzten Jahren verfolgte, wusste es schon längst. Italien hatte sich für die Zusammenarbeit mit Russland entschieden und dementsprechende Verträge ausgehandelt.

Und wie da jetzt manche die EU als schuldigen sehen, entbehrt jeglicher Logik. Was kann den die EU dafür das auf nationaler Ebene Abkommen getroffen werden. Hätte die EU, in dem Fall den freien Wettbewerb unterbinden und die Zusammenarbeit von Russland-Italien verbieten sollen, oder wie stellen sich das manche vor. Aber komischerweise sinds ja immer die Anderen die es vermasseln, ja nie ein Selbst-Eingeständnis machen, die ewigen Möchtegern-Unschuldigen. Nur ein reisen Nachteil hat diese Strategie, man lernt nichts aus den Fehlern, bleibt ohne Erkenntnis.

Der Kluge
00
15.12.2011, 17:21

Die EU hat wieder einmal versagt. Nabucco wäre strategisch von größter Wichtigkeit gewesen

Mary Nosch
00
19.12.2011, 07:40
Ja, die EU

hat es versaut:
Um das Erdgas, das Nabucco liefern könnte, einzusparen, müsste die EU nur 1,5 % weniger Energie verbrauchen. Das versaut die EU!!

Mazzesinsulaner
 
00
16.12.2011, 13:45

Im Artikel gehts um Southstream, nicht um Nabucco.

Der Kluge
00
16.12.2011, 17:15

Eben

wolfetone
 
00
15.12.2011, 13:31

Klar, jetzt trauen sie ihnen, wo wir unsere Truppen von der Ostgrenze abgezogen haben.

gxe10sc
00
15.12.2011, 13:30

unsere politiker sind einfach zu deppert für sowas.

unruly passenger
00
15.12.2011, 12:14
Demnächst im Kino:

"Leg dich nicht mit Putin an!"

Charles Duchemin
00
15.12.2011, 12:22
Und was trinkt er? ein Fizzivodkale

verleih nix
11
15.12.2011, 11:37
ja, dieses jahrelange nabucco-lobbying war schon dilettantisch durchgeführt von spindi & co.

Mary Nosch
10
15.12.2011, 11:59
Das waren Bartenstein

und Rutensdorfer. Ersterem ist wegen "großen Erfolges" seit Sommer der Posten des ÖVP-Energiesprechers entzogen geworden. Sein Nachfolger ist besser geeignet: Der versteht nämlich super gar nix von Energie. Das kommt den OMV- und anderen Energieindustrielobbyisten zu Gute, die solche Kapazunder noch leichter um den Finger wickeln können.

verleih nix
00
15.12.2011, 12:47

spindelegger ist da voll dabei: http://news.orf.at/stories/2081653/

wobei die nichterwähnung des überkapazunders bartenstein natürlich schon ein lapsus meinerseits ist. seine 'geschäfte' mit kasachstan sind eh legendär!

Roter Baron
00
15.12.2011, 10:08
verdammt

jetzt können wir wieder niemand de gas abdrehen !

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