Party von FPK-Chef Uwe Scheuch zum zehnten Jahr in der Politik
Klagenfurt - Das Zehn-Jahr-Jubiläum von Uwe Scheuch als
Politiker hat am Mittwochabend die FPK gefeiert. Zu dem Empfang des
Parteichefs in der Klagenfurter Cine City waren laut FPK-Angaben rund
500 Gäste geladen worden, etwa 250 waren dann auch gekommen. Von SPÖ
und Grünen hatte es schon im Vorfeld heftige Kritik an der Feier
gegeben.
Bereits am Vormittag hatte Scheuch politische Bilanz gezogen, als
Ausblick gab es Projekte für die "nächsten Monate", seine
Verurteilung zu 18 Monaten Gefängnis, sechs davon unbedingt, reihte
Scheuch in die Kategorie der "politischen Meilensteine".
Landeshauptmann Gerhard Dörfler ging in seiner abendlichen Ansprache
ebenfalls auf das nicht rechtskräftige Korruptions-Urteil gegen
Scheuch ein und erklärte 2012 zum "Jahr der Gerechtigkeit". Dies
werde dazu führen, dass sich viele "entschuldigen werden müssen".
Ansonsten lobte er seinen politischen Weggefährten über den grünen
Klee und betonte wieder einmal die unverbrüchliche Freundschaft zu
ihm.
Strache nicht dabei
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache war nicht nach Klagenfurt
gekommen, dafür der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf. Die
FPK-Regierungsmannschaft war natürlich vollzählig vertreten, aus der
praktisch rein-blauen Besucherschar, inklusive FPÖ-Landesobmann
Christian Leyroutz, stach lediglich Völkermarkts SPÖ-Bürgermeister
Valentin Blaschitz heraus, der sich mit einem Präsent für Scheuch
einstellte.
Nach den Ansprachen wurde ein 17-Minuten-Film gezeigt, der die
politische Karriere Scheuchs nachzeichnete, von seinem Einstieg bei
der Landwirtschaftskammer als freiheitlicher Kandidat und vor zehn
Jahren als Vizepräsident bis zu seinen Leistungen als Mitglied der
Landesregierung. Die Gäste konnten auch Lose kaufen, zum Preis von
fünf Euro je Los gab es etwa "einen Tag Holzhacken mit dem
Landeshauptmann" zu gewinnen oder ein Essen mit Landesrat Harald
Dobernig, praktischerweise in dessen elterlichem Gasthaus. Das Ganze
lief als Charity-Aktion, der Reinerlös werde für Licht ins Dunkel
gespendet. Was Scheuch an dem halben Tag tun wird, ist noch offen.
"Ich mache alles", meinte er. (APA)