Abgetrennte Hand angenäht

5. Juni 2003, 20:35
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Neunstündige Operation bewahrt Gärtner vor Invalidität - nach Meinung der Ärzte kann er nächstes Jahr wahrscheinlich wieder arbeiten

Wien - Die Operation dauerte neun Stunden, sechs Tage befand sich Michael Moser in der Intensivstation - heute sind die Ärzte im Unfallkrankenhaus Meidling sicher: Der 37-jährige Gärtner wird seine linke Hand wieder nutzen können. Die Mediziner nähten sie ihm an, nachdem er sie sich beim Holzspalten in Krems abgetrennt hatte.

Holzspaltmaschine

Das Messer einer Holzspaltmaschine schnitt dem Mann am 17. Mai die Hand ab. Geschickte Helfer kühlten die Hand, ein Nachbar band die blutende Wunde mit einem Kabel ab, der Rettungshubschrauber brachte den Verletzten in Rekordzeit nach Wien.

Michael Moser verlässt am Freitag, nach drei Wochen Aufenthalt das AUVA-Krankenhaus und beginnt mit der Rehabilitation. "Man weiß erst nach etwa 14 Tagen, ob die Operation ein Erfolg war", sagte Oberarzt Alexander Meznik am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Wien.

Die Replantation kostete etwa 37.000 Euro und erforderte eine perfekte Infrastruktur im Spital. Für Primarius Rudolf Schedl eine Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass eben diese durch den aktuellen Einsparungsdruck gefährdet sei.

Michael Moser kann nach Meinung der Ärzte nächstes Jahr wahrscheinlich wieder arbeiten. (ak, DER STANDARD Printausgabe 6.6.2003)

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