"Hey, Happy!": Ein Trashical

28. Mai 2005, 20:55
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Die Große Flut kommt - doch welche Flüssigkeit wird es sein?

Winnipeg steht die Flut bevor. Während ein Fehlfarbenhimmel wie ein Ölfilm über der Stadt hängt und das Radio Evakuierungsmaßnahmen verkündet, bereitet das schräge Jungvolk einen präapokalyptischen Freiluft-Rave vor.

Mittendrin DJ Sabu, der die Gelegenheit nutzen möchte, die "Mission" seines Lebens zu Ende zu bringen, nämlich den zweitausendsten Typen flachzulegen. Dazu verfällt er ausgerechnet auf sein schieres Gegenteil, die in jeder Hinsicht unbedarfte Jungfrau Happy. Der muss sich allerdings erst noch aus den Fängen des rachedürstigen Frisörs Spanky - halb Jar Jar Binks, halb Cruella de Ville - lösen.

Einen stringenten Handlungsablauf wird man ebenso vergeblich suchen wie Subtilität - dafür staksen John Waters-artige Figuren durch eine mit jeder Menge Musik und trink- wie ausscheidbaren Flüssigkeiten gespickte schrille Revue irgendwo zwischen Fummel-Klamotte und "Burning Man".

Regisseur Noam Gonick - in früheren Jahren selbst Organisator von Raves - befasste sich bisher mit Grenzgängern des Filmgenres, etwa dem Neo-Stummfilmregisseur Guy Maddin ("Tales from the Gimli Hospital") oder "Queercore Shockmeister" Bruce LaBruce ("Hustler White"). "Hey, Happy!" ist Gonicks erster Langspielfilm. Der katholische film-dienst riet vom Besuch ab ;-) (Josefson)

  • Hey, Happy!- ein Film von Noam Gonick (Kanada 2001, 78 min)Am 6. 6. um 18.30 im Schikaneder
    foto: dv8-film, identities. queer film festival

    Hey, Happy!
    - ein Film von Noam Gonick (Kanada 2001, 78 min)

    Am 6. 6. um 18.30 im Schikaneder

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