Verkehrsrekorde auf der Brennerautobahn

5. Juni 2003, 19:42
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Das sektorale Fahrverbot ab 1. August für bestimmte Güter sollte bei den Lkw erstmals für eine Reduktion von sieben bis zehn Prozent sorgen

Innsbruck - Knapp 15 Millionen Fahrzeuge haben im Vorjahr die Brennerautobahn (A13) benutzt - ein Zuwachs von 5,2 Prozent. Bei der Hauptmautstelle Schönberg wurden erstmals mehr als zehn Millionen Fahrzeuge gezählt. Die Zahl der Lkw auf der wichtigsten alpinen Transitroute ist seit 2001 um 3,5 Prozent auf 1,535.693 gewachsen.

Mauteinnahmen

Die Alpen Straßen AG (ASG) hat dabei 161 Millionen Euro an Mauteinnahmen lukriert, wovon 18 Millionen aus der Maut im Arlbergtunnel stammen, erklärt ASG-Generaldirektor Klaus Fink. Zu diesen Einnahmen haben die Laster 67 Prozent beigetragen. Experten beziffern den von Lkw an Straßen und Umwelt verursachten Schaden allerdings mit mehr als 80 Prozent.

Abbau der Asfinag-Schulden

Der satte Überschuss der ASG von 132 Millionen Euro wurde an die Asfinag überwiesen und trägt zu Erhaltung und Ausbau des hochrangigen Straßennetzes in ganz Österreich und zum Abbau der Asfinag-Schulden bei.

Für den Pfingstsamstag erwartet Fink auf der Brennerautobahn rund 45.000 Fahrzeuge

Für den Pfingstsamstag erwartet Fink auf der Brennerautobahn rund 45.000 Fahrzeuge, davon etwa 32.000 in Richtung Süden. Dabei sei absehbar, dass der Höhepunkt der Reisewelle die Mautstelle in Schönberg zwischen zehn und zwölf Uhr erreichen werde. Traditionell liegt das Wochenende mit der stärksten Belastung Ende August. Am 31. August 2001 wurden knapp 60.000 Fahrzeuge erfasst, annähernd gleich viele in beiden Richtungen.

Das sektorale Fahrverbot

Nicht ganz teilt Fink die Einschätzung der Politik, wonach das sektorale Fahrverbot auf der Inntalautobahn an die 200.000 Transitfahrten unterbinden wird. Das am 1. August in Kraft tretende Verbot, Steine, Müll, Autos etc. per Lkw durch Tirol zu karren, wird aus Sicht von Fink "sieben bis zehn Prozent bringen", was 100.000 bis 150.000 Fahrten entspräche.

Optimistisch ist Fink, dass die ASG neben den 34 Kilometern der A13 und den 50 Kilometern Arlbergschnellstraße demnächst auch die 150 Kilometer der Inntalautobahn von der Asfinag in ihre Verantwortung übertragen bekommen wird. (hs, DER STANDARD Printausgabe 6.6.2003)

Auch 2002 sind wieder mehr Pkw und Lkw über den Brenner gerollt als im Jahr zuvor. Das sektorale Fahrverbot ab 1. August für bestimmte Güter sollte bei den Lkw erstmals für eine Reduktion von sieben bis zehn Prozent sorgen.
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