Radsport-Verband plant gravierende Änderungen

5. Juni 2003, 18:12
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Ein "geschlossenes System" für 20 bis 22 Teams mit fixen Renneinsätzen soll größere Planungssicherheiten bringen

Coburg - Der internationale Radsport steht vor gravierenden Veränderungen. Der Weltverband UCI plant ab 2005 ein "geschlossenes System" für 20 bis 22 Top-Teams in 30 bis 50 europäischen Rennen zu schaffen. "Damit soll vor allem für Sponsoren, aber auch für Rad-Teams und Veranstalter größere Planungssicherheit erreicht werden", sagte am Donnerstag UCI-Präsident Hein Verbruggen (Niederlande) vor dem Start der 3. Etappe der Deutschland-Tour in Coburg. Der umstrittene Einlade-Modus der Tour de France, Wertungen für die Weltrangliste und die zehn Weltcup-Rennen könnten dadurch ab 2005 der Vergangenheit angehören.

Blauäugigkeit bei Lizenzvergabe an Coast

Coast-Fahrer, die an ihren früheren Arbeitgeber noch finanzielle Forderungen haben, können mit Geld von der UCI rechnen. "Das von uns immer noch einbehaltene Geld aus Bürgschaften könnte dazu verwendet werden", erklärte am Donnerstag in Coburg UCI-Straßen-Koordinator Alain Rumpf. Verbruggen gestand "eine gewisse Blauäugigkeit" bei der Lizenzerteilung für die umstrittene Coast-Mannschaft zum Ende vergangenen Jahres ein. Wegen Zahlungsschwierigkeiten wurde die Mannschaft Jan Ullrichs von der UCI zwei Mal - im März und Mai - gesperrt und nach UCI-Genehmigung vom italienischen Fahrrad- Hersteller Bianchi übernommen. (APA/dpa)

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