Höhere Gebühren in Wien

Wütender Augustin

Kommentar | Michael Möseneder, 14. Dezember 2011, 19:02

Für Menschen mit wenig Einkommen können schon ein paar Euro eine echte Belastung sein

Geld ist weg, oh du Schreck, das ist schlecht und nicht recht" heißt es in der dritten Strophe der beliebten Wiener Volksweise Oh, du lieber Augustin. Ob den Bürgerinnen und Bürgern der Bundeshauptstadt angesichts der teils massiven Gebührenerhöhungen zum Singen zumute ist, darf allerdings bezweifelt werden.

Sicher, im Einzelfall kann man jeden Anstieg argumentieren:Wenn die vom Arbeitgeber zu bezahlende "U-Bahn-Steuer" seit den 70er-Jahren nie erhöht wurde, relativiert sich ein Anstieg von 2,88 auf acht Euro pro Monat. Und es ist ja nicht nur in Wien so, Niederösterreichs schwarzer Landeshauptmann will auch mehr Einnahmen.

Aber: Kleinvieh macht auch Unrat. Es bleibt ja nicht bei ein paar Prozent mehr hier und dort, sondern das Gesamtpaket ist zu betrachten. Da sieht es anders aus:Denn teurer, und das teils über der Inflationsrate, wird allerhand, was viele so brauchen - Gas und Treibstoffe beispielsweise. Dafür kann die rot-grüne Stadtregierung nichts, den Haushalten bleibt dennoch weniger zum Leben.

Das schmerzt die gehobenen (Mittel-)Schichten zwar, aber bringt sie nicht um. Bei Einkommensschwächeren sieht das schon anders aus - da können auch ein paar Euro im Monat eine echte Belastung sein. Und dann darf man sich nicht wundern, wenn die Wut der Bürger auf die Politik steigt, die Milliarden für Banken- und Staatenrettung ausgibt, aber die breite Masse zur Kasse bittet. (DER STANDARD Printausgabe, 15.12.2011)

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Posting 1 bis 25 von 84
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hosenwurm
00
15.12.2011, 18:39
Da ist aber konkret nichts dabei das den Einkommensschwächeren Geld kostet

Einzig ein paar arme Ehrliche die ORF zahlen weil sie für eine Gebührenbefreiung zu viel verdienen könnten dabei sein.

Luziwuzi
00
15.12.2011, 18:12
Voriges Jahr die Wahlen,

heuer die Gebührenerhöhungen!
Das ist in Wien nichts Neues, das gehört dazu;
da nützt auch eine grüne Regierungbeteiligung nichts, eher im Gegenteil: jetzt werden wir erst recht geschröpft.

p4t9
00
15.12.2011, 17:48

In Neapel muss man sich nicht mit dem Problem steigender Müllabfuhrgebühren herumschlagen.

tramezzino
00
15.12.2011, 16:44
die u-bahn steuer

zahlt übrigens der arbeitgeber und nicht der "einkommensschwache"....

goldman sucks
02
15.12.2011, 17:09

Die Lohnnebenkosten zahlt im Endeffekt auch der Arbeitnehmer. Bei 1400 Euro netto sinds übrigens schon fast 50% Steuern und Abgaben.

hlg
00
16.12.2011, 07:16
richtig...

und der arbeitgeber gibt deshalb lieber einem chinesen arbeit...

1000 Kopfläuse können nicht irren
01
15.12.2011, 16:28
Gibt es in Wien bereits einen Steuererhöhungsbetroffenebeauftragten?

NONE
26
15.12.2011, 14:56

Tja.

Rot-grün arbeiten an H. C. Strache in Wien.

Und ich finde das mittlerweile nicht mehr schlimm.

Lionel Cosgrove
21
15.12.2011, 17:08
aber, dass Schwarz/Blau

das ASVG Pensionssystem ruiniert haben, haben sie wohl vergessen ???

so sind´s die ÖsterreicherInnen....

luke skywalker
21
15.12.2011, 19:51
Genaugenommen haben die es vor dem Konkurs gerettet

aber das werden Anhänger der Pensionistenbriefeschreiber sowieso nie verstehen.

werthers leiden
01
15.12.2011, 16:16

weil?
Lügt der besser?
Oder wollen wir, dass es in ganz Ö so wie in Kärnten wird?
Oder hamma schon vergessen, was da für Gorbachs, Krügers, Forstingers und KHG-Unschuldvermutungen da auf der Regierungsbank gesessen sind?

Motto: Es geht ja auch noch schlimmer...

bula sagt
00
15.12.2011, 14:27
wann, wenn nicht jetzt !

politstrategisch der richtige zeitpunkt. dank des gewöhnungseffektes und der verlässlichen vergesslichkeitskomponente der mediengesteuerten unkritischen wählerschicht, ist die wut bis 2015 längst verraucht.
kurz vor der wahl gibt`s ein paar leckerlis, proforma angekündigte neubelastungen werden natürlich zurückgenommen.
einsparungen im roten bürokratiebereich auf die lange bank geschoben und business as usual betrieben.
der koalitionspartner pflegeleicht gehalten, hie und da ein sonderbüschel grünfutter durch die käfigstäbe geschoben.
um filzmaiers ratschläge (news 49, s12) braucht man sich nicht zu kümmern.
"wahlen werden nicht durch reformen mit spareffekt verloren, sondern durch teuerungen im alltagsleben."

santa fe
 
40
15.12.2011, 14:02
vom wutbürger zum mutbürger

BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle.

tramezzino
00
15.12.2011, 16:42

musst nur die schulden erhöhen, damit es auch bezahlt werden kann.

santa fe
 
20
15.12.2011, 17:11
http://diepresse.com/home/wirt... ld-drucken

leider gibt es kein realwirtschaftlich gedecktes geld mehr, es ist von der FI in schuldengeld verwandelt worden, ein anderes steht nicht mehr zur verfügung.

die frage ist, ob es weiterhin für die spekulationen der FI verwendet werden soll, deren schlimmste die kriegsinvestition ist, oder in die gesundung der wirtschaft durch die stabilisierung der allgemeinen kaufkraft. und das bewirkt das BGE.

Schnurz Homunculus
00
15.12.2011, 15:37
bedingungslose Entmündigung der Politiker

santa fe
 
10
15.12.2011, 15:54
alle, auch die politiker, sind seit jahrzehnten bewusst und systematisch mit "supergünstigen krediten" in die schuldenfalle gelockt worden, denn dadurch entsteht schuld und angst.

konsumsüchtige, verängstigte und verschuldete menschen sowie staaten sind leichter auszubeuten, zu manipulieren und letztlich auch in den wahnsinnskrieg der FI (finanzindustrie) zu treiben, dessen unermessliche kosten sie als staatsschulden verbucht.

das übersüchtigste 1% hat ein sucht-und schuldensystem geschaffen, durch das es seine dosierungen weiter steigern kann, auf kosten der verarmenden und psychotisch werdenden 99%.

1% kann nicht 99% beherrschen, wenn letztere den mut zu solidarischem widerstand finden, der gewaltlos sein muss, sonst ist er keine alternative

bailout jedes einzelnen statt nie endendes bailout der FI:

BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle,

finanziert von einer durch 99% zur demokratisierung veranlasste FI.

luke skywalker
00
15.12.2011, 19:56
". politiker, sind seit jahrzehnten bewusst und systematisch mit "supergünstigen krediten" in die schuldenfalle gelockt worden " ??

Mein Gott, die armen Hascherl.

In Wahrheit waren das elende Populisten, die aufkosten der nächsten Generation bei jeder Wahl Stimmen gekauft haben mit dem Geld.

Die Naiven waren die Wähler, die sich haben bestechen lassen. Die sind in die Falle gelockt worden.

Jetzt bekommen wir halt für das Erbe des Sonnenkönig die Rechnung präsentiert.

santa fe
 
00
15.12.2011, 20:37

wenn wir die FI demokratisieren wollen, brauchen wir dazu auch die politiker - eines neuen demokratischen typs. dazu können auch solche zählen, die jetzt schon für das BGE eintreten.

luke skywalker
00
15.12.2011, 21:04
Für den schon bestehenden Sozialstaatswahn

liefert ein durchschnittlicher Erwerbstätiger schon 2/3 seines Geldes an den Staatsmoloch ab (jawohl es sind 2/3, gerade noch 1/3 bleibt einem noch quasi als "Taschengeld".

Und Sie wollen das mit dem BGE noch toppen ??

Sicher bequem für jene, die aufkosten der Allgemeinheit leben wollen.

Aber eine Verhöhnung und Horrorvorstellung eines jeden arbeitenden Menschen.
Danke, BGE brauchen wir wie den Kropf.

Arbeit und Leistung soll sich auch wieder lohnen.

santa fe
 
00
15.12.2011, 21:19
Die finanzierung des BGE kann nicht absurderweise durch jene erfolgen, die es bekommen, sondern durch die FI (finanzindustrie) selbst, die 99% der weltbevölkerung der verarmung und zunehmend auch ihrem wahnsinnskrieg ausliefern.

Die unermesslichen mittel für diesen krieg müssen in das BGE und auf diese weise in die herstellung von allgemeiner kaufkraft investiert werden, denn die wirtschaftsgesundung hängt zu 80% von derselben ab.

sie werden das BGE nicht bezahlen, sie werden - wie alle - davon profitieren, d.h. ihre rechnungen leichter bezahlen und in ihrer eigenschaft als beruftstätiger aufgewertet.

ob wir es wollen oder nicht, für alle ist bezahlte arbeit einfach nicht mehr da, das ist automatisierungsbedingt. die subventionierung von arbeitsplätzen macht bereits den hauptteil der sozialausgaben aus. hier wird es durch das BGE ganz allgemein zu enormen einsparungen kommen.

Schnurz Homunculus
02
15.12.2011, 16:17
und was machen Sie dann mit den verantwortungsvoll Lebenden, die

nicht so blöd waren und dem keynesianischen Konsumwahn unterlegen sind, der von der Linken gefördert wurde? die haben für sich selbst vorgesorgt und sollen jetzt von den Grundeinkommenfordernden (=kommunismusnah) enteignet werden, damit dann die Apparatschiks, die das Grundeinkommen verteilen, sich wieder die Säcke voll stopfen?

Lernen Sie (aus der) Geschichte Herr "heiliger Glaube" (=santa fe) und glauben Sie weniger an Ihre Ideologie

santa fe
 
31
15.12.2011, 17:03

das angeblich "kommunismusnahe" BGE-bewegung wird u.a. von der katholischen sozialakademie österreichs unterstützt und sogar in der deutschen CDU diskutiert (althaus-projekt). der prominenteste deutsche BGE - kämpfer ist götz werner, milliardär, gründer und besitzer der DM-kette, wirtschaftsprofessor an der univ. karlsruhe. wenn sie wollen, setze ich diese liste fort.

eine finanzierung des BGE durch die hart arbeitende bevölkerung wäre absurd. diese obliegt der FI aus ihren seit der schuldenkrise ins unermessliche steigenden gewinnen, die sie in ihr wahnsinnskriegs-projekt investiert statt in die gesundung der wirtschaft durch herstellung von allgemeiner kaufkraft mittels des BGE.

Schnurz Homunculus
01
15.12.2011, 17:10
das ändert nichts an der Tatsache, dass

die bisherigen Konsumfetischisten einfach Selbstvorsorge Betreibende enteignen wollen!

Und Sie meinen wirklich, dass es eine Leisung ist, DM mit seinem Markenwahnsinn mit Hilfe von Krediten (deren Rückzahlung fraglich ist) auf die Beine zu stellen? Das sind NLP-Scheinargumente, um nicht auf die Frage der Enteignung eingehen zu müssen.

Enteignung = Marxismus = Kommunismus = theoretisch interessant, aber in der Praxis gescheitert. Bringt nur neue (andere) Machthaber, die den gleichen Sch..ss dann wieder machen

santa fe
 
00
15.12.2011, 18:15

sie haben sich von denen, die uns alle wirklich enteignen, bis zur irrationalität gegen jene verhetzen lassen, die das rückgängig zu machen entschlossen sind und in die pseudokommunistische ecke projiziert werden, allen gegenteiligen beweisen zum trotz.

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