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Ein Prozent der Manager hat ein akutes Burnout-Problem, sechs Prozent stehen kurz davor.
Nicht Golf, sondern Wandern, Skifahren und Radfahren sind die beliebteste Sportarten von Managern. Nur 16 Prozent frönen in ihrer Freizeit dem Golfspiel, während sich über 40 Prozent den anderen drei Betätigungen widmen. Das Bild des Chefs, der über den Golfplatz stolziert, entspricht also mehr einem Klischee als der Realität. Das ist ein Ergebnis einer Studie* über die Gesundheit von Führungskräften. Im Auftrag des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) und in Kooperation mit der Vienna Insurance Group wurden 200 österreichische Manager befragt.
Work-Life-Balance
Den Spagat zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Wünschen schaffen nur 14 Prozent zu ihrer Zufriedenheit. Bei 76 Prozent dominiert der Job und bei nur zehn Prozent schlägt das Pendel mehr in Richtung Privatleben. Um in Schuss zu bleiben, betreiben 72 Prozent Sport, 51 Prozent legen großen Wert auf gesunde Ernährung und 32 Prozent helfen sich mit Vitaminpräparaten aus. Entspannungsübungen praktizieren 19 Prozent. Immerhin 44 Prozent sporteln täglich oder zumindest mehrmals pro Woche.
Stress und wenig Bewegung
Als größte Risikofaktoren werden von den Befragten Stress (59 Prozent), Bewegungsmangel (52 Prozent) und Gewichtsprobleme (42 Prozent) identifiziert. Bei der letzten vergleichbaren Umfrage, die vor zwei Jahren durchgeführt wurde, waren diese Werte noch niedriger. Ungesunde Ernährung ist aktuell für 29 Prozent ein Problem. Rauchen wird nur von zwölf Prozent als Risikofaktor gesehen, im Jahr 2009 waren es noch 16 Prozent.
Zum ersten Mal abgefragt wurde das Thema Burnout. Ein Prozent der Manager konstatiert bei sich selbst ein akutes Burnout-Problem, sechs Prozent stehen kurz davor und sieben Prozent waren bereits damit konfrontiert. Generell sehen die Studienautoren psychische Probleme im Vormarsch. Vier Prozent der Befragten geben es auch offen zu, eine Verdoppelung gegenüber 2009. Die Bereitschaft, darüber zur sprechen, sei auch eine andere, als noch vor zwei Jahren. "Die Scheu ist mittlerweile geringer", sagt Felix Josef vom Marktforscher Triconsult. Die Thematisierung habe bewirkt, dass sich viele Leute zu einem Outing entschließen.
Gesundheitsprobleme
Ihren eigenen Gesundheitszustand bewerten 16 Prozent der Führungskräfte mit ausgezeichnet, 68 Prozent halten ihn für gut und 16 Prozent für weniger gut. Die häufigsten Schwachstellen betreffen mit 18 Prozent den Bewegungsapparat, acht Prozent rühren von Herz/Kreislaufproblemen und fünf Prozent sind mit ihrem Stoffwechsel nicht zufrieden.
Hauptverantwortlich für das individuelle Wohlbefinden ist bei Österreichs Managern die Arbeit. Im gesamten Work-Life-Balance-Paket wird diesem Part mit 30,76 Prozent die größte Wichtigkeit attestiert. Erst auf Platz zwei findet sich Beziehung/Familie mit knapp 27 Prozent. Gesundheit/Sport oder Freude/Sozialkontakte rangieren mit rund 15 Prozent weit abgeschlagen.
Vorsorge
In 46 Prozent der Unternehmen wurde ein System von betrieblicher Gesundheitsvorsorge installiert, 29 Prozent der Manager nehmen dieses auch in Anspruch. 24 Prozent der Firmen verfügen über Angebote zur gesunden Ernährung, 48 Prozent der Befragten wünschen sich hier mehr Aktivitäten. Weit oben auf der Wunschliste stehen auch Gutscheine; zum Beispiel für Fitness-Center mit 48 Prozent. 78 Prozent der Befragten hatten angeblich in den letzten zwei Jahren eine Gesundenuntersuchung.
Laut Daten des Bundeskanzleramts, die für das Jahr 2010 vorliegen, nehmen die Krankenstandstage mit zunehmendem Bildungsgrad ab. Hilfsarbeiter verzeichneten voriges Jahr im Schnitt 15,4 Fehltage, Facharbeiter 16,9. Maturanten und Akademiker kamen hingegen nur auf 9,4 beziehugnsweise 6,3 Tage. (om, derStandard.at, 15.12.2011)
* Die Daten sind das Ergebnis einer Befragung, die im November 2011 unter 203 österreichischen Führungskräften (79 Prozent Männer, 21 Prozent Frauen) der ersten und der zweiten Ebene durchgeführt wurde. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer sind in Unternehmen mit mehr als 70 Mitarbeitern tätig.
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"Wandern, Skifahren und Radfahren" ist nun mal das was man standartisiert hinschreibt. 90% der Manager die das hingeschrieben haben, haben nicht (oder nehmen sich nicht) mal Zeit für Wandern oder Radfahren. Und die Skiwoche einmal im Jahr samt 3 Stündiger Hüttenpause ist wohl nicht als Sport zu bezeichnen.
Solche studien sind also fürn hugo, da kein Manager da wahrheitsgemäß antwortet.
Na, wenn ihr so gestesst seid - bitte schmeisst euren Job hin. Es steht euch frei einen einfachen Todljob anzunehmen, bei welchem ihr weder 60 Stunden/Woche arbeiten, noch euer Hirn anstrengen müsst...
Mit den max. 1000€nto/ Monat/ 40Stunden werdet ihr dann die WorkLifeBalance pur geniessen können. OK, nehmt halt einen 1500€ nto/job - da gibts dann ein klein wenig Frust, Arbeitsplatzunsicherheit, Mobbing und so einzeug dazu, wenn euch das fehlt.
Keiner zwingt euch für uns faules Arbeitsvolk sooo zu leiden ... ihr Armen ...
wenn ich diese kommentare so lese muss ich mich doch sehr wundern.
sicher ist die relation zwischen managergehältern und normallöhnen nicht mehr im gleichgewicht und EINIGE manager müssten wirklich mal mehr wert auf ethik und moral im geschäftsleben legen, DOCH diese kollektivverurteilung von sämtlichen leistungsträgern unserer gesellschaft ist widerlich und des forums einer qualitätszeitung nicht würdig
Allein, wenn ich das Wort von der ÖVP erfundene "Leistungsträger" höre wird mir schon übel.
Da wird so getan, als brächten alle anderen keine Leistung. Was ist mit der Krankenschwester, mit der Kindergärtnerin, mit dem Automechaniker etc? Die alle bringen keine Leistung? Steuer zahlen und sich diesen Schwachsinn anhören dürfen's ja auch, oder? Man tut, vorwiegend seitens der ÖVP, so als wären nur Direktoren, Vorstandsmitglieder, Industrielle, Erbmillionäre usw. Menschen die eine Leistung erbringen. Es wundert mich auch gar nicht, dass immer weniger mit dieser Partei etwas zu tun haben wollen.Das Wort "Leistungsträger", bezogen auf Bezieher astronomischer Summen, zeigt eigentlich, wie abgehoben und weltfremd diese Kaste ist.
schön!
der job ist mir auch wichtig, insofern er halt mein interessensgebiet - zumindest zu einem teil abdeckt. darin verwirklichen, schulter-an-schulter-rennen, buckeln und treten und den geldmenschen raushängen lassen wär mir zu deppert. das wichtigste was für mich zählt ist die gesundheit und familie, denn was gibts schöneres als ein behagliches familienleben zu genießen und zu pflegen? lieber mit den mänätschawürschteln bis spät nachts abärgern und alles in etwas stecken, was im nächsten moment mir jemand umhaut? nö.
für die, die sich etwas beweisen müssen und danach trachten, permanent schneller höher und stärker zu sein - gerne, ich stell mich euch nicht in den weg:-)
Ehrlich gesagt: Typen, die meist asozial agieren und astronomische, unrealistische Gehälter und Gagen beziehen, meist neoliberale ÖVPlern sind - wen interessieren deren Wehwehchen? Selber schuld, die Menschenverachtung samt Gier und Imponiergehabe, Arroganz - das macht halt alles krank.
Übrigens, neulich war im Standard ein Bericht zu lesen, dass die Mehrzahl dieser Manager, Vorstände und Direktoren psychisch gestört sind und über Leichen gehen.
Diese sogenannten "Leistungsträger" sind es ja gerade, die das gesamte soziokulturelle Klima durch ihre Gier und Rücksichtslosigkeit vergiften. Leider hat das auch Vorbildwirkung, weil "so bringst du's zu etwas..." - Wahrschenlich zu etwas ganz besonders Scheußlichem!
ja, ich haett auch gern mehr freizeit. und ich verdien keine 100_000 euro im jahr.
und der beruf ist bei mir auch wichtiger als privates, weil ohne beruf, kein geld und ohne geld ...
ich glaub, die reduktion von privatleben fangt irgendwo bei 2000 euro netto an. und das ist auch so ziemlich jeden in der preisklasse klar, das das so ist.
Es bestätigt sich wieder einmal: Sucht man das wahre geistige Präkariat, so gehe man in die Managmentetagen der Konzerne. "Wissen" existiert (manchmal), braucht man ja zum "name dropping"...
Bildung sieht anders aus!
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