Jugend-Umfrage

Für 40 Prozent ist Geld wichtiger als berufliche Selbstverwirklichung

14. Dezember 2011, 17:01

Die Matura halten Österreichs Jugendliche wichtig für Arbeitsplatz

Wien - Schlechtes Image der Lehre bei Österreichs Jugendlichen: Wie eine aktuelle Umfrage des Instituts für Jugendkulturforschung zeigt, sind mehr als die Hälfte der Befragten (50,7 Prozent) davon überzeugt, "wer keine Matura hat, ist am Arbeitsmarkt heute nichts mehr wert". Für 39,8 Prozent der 16- bis 19-Jährigen ist gute Bezahlung wichtiger als die Selbstverwirklichung im Beruf.

Ein gutes Gehalt wird als Job-Perspektive von männlichen Jugendlichen und Jugendlichen in Ausbildung ohne Matura höher bewertet als von jungen Frauen sowie bildungsnahen Jugendlichen. Für die meisten Befragten gilt: Jeder ist seines Glückes Schmied. Faulheit und Mangel an Willenskraft werden am häufigsten als Gründe für Armut in Österreich genannt (36 Prozent). Ein Fünftel ist überzeugt, dass der Grund für Armut in der Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft liegt, 16 Prozent glauben dabei an einen unvermeidbaren Bestandteil des modernen Fortschritts.

Für beide Geschlechter bedeutet soziale Gerechtigkeit vor allem Job-Chancen und die Möglichkeit zu sozialer Aufwärtsmobilität. 61 Prozent empfinden es als sozial gerecht, wenn alle Menschen in Österreich die gleichen Chancen haben, auf der sozialen Stufenleiter emporzusteigen, 59 Prozent, wenn alle die Chance haben, einen guten Job zu finden. (APA)

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20 Postings
woody999
10
16.12.2011, 10:23
bin schon neugierig auf die zeit, wenn diese jugendlichen egozentriker selbst mal auf hilfe angewiesen sind

wie werden sie dann wohl über das sozial-/gesundheitssystem denken, welches sie geschaffen bzw vernichtet haben?

alte, kranke, sozial schwache krepiert einfach!
solange ich halt selbst jung und stark bin!
aber was ist dann, wenn sie selbst mal hilfe brauchen?
so ein pech aber auch!

und es geht schneller als man glaubt, dass man hilfe braucht.

auch menschen wie der managementquatscher bzw die jungen egoisten können die soziale leiter runterfallen, ohne es selbstverschuldet zu haben, ohne eigene fahrlässigkeit, einfach krankheit, jobverlust und andere schicksalsschläge, die sich unsere "leistungsträger" nicht vorstellen können (mich trifft sowas nie! ich bin stark!).

armes kurzfristiges und beschränktes denken!

Ein Mann
00
17.12.2011, 12:54
vielleicht ist das der zensur genehmer:

jugendliche egozentriker?
meinen sie die armen jungen, die wissen, dass sie von dem pensionssystem, von dem nur die heute alten profitieren, später selbst einmal nichts bekommen werden? die, die die pensionen der alten zahlen aber selbst nichts bekommen werden? die die unangenehme gewissheit haben, dass ihnen im alter nichts bleiben wird, wenn sie nicht wie verrückt arbeiten und selbst vorsorgen - zusätzlich zum erhalt der alten, die auch noch pensionserhöhungen fordern (wofür bitte)?

und sie hauen auf diese jungen auch noch drauf und nennen sie "egozentriker"?
ich glaube, sie verdrehen da etwas, mein/e liebe/r.

Ein Mann
00
17.12.2011, 11:48
es ist leider genau umgekehrt

in den 70ern erlebten viele ihre pension nicht.

die heutigen pensionisten sind die erschaffer und großen profiteure des heutigen systems.
sie leben oft 20 oder mehr jahre auf kosten der heute arbeitenden bevölkerung und der zukunft. dabei erwarten sie auch noch pensionserhöhungen. sie, die selbst viel weniger pensionisten erhalten mussten, die keine ahnung von der heutigen anspruchsvollen, stressigen, wettbewerbsorientierten berufswelt haben, wo man nicht einfach unter 10 anderen jobs auswählen kann. das ist einfach asozial, tut mir leid.

bloß: sie stellen die mehrheit der wähler und kein politiker traut sich, dringend nötige reformen anzugehen, weil er bei der nächsten wahl weg wäre. und so wurschtln wir dem abgrund zu.

Andreas W
01
15.12.2011, 12:54
In diesem Alter darf man noch traeumen!

Nur wird es unter Menschen niemals Chancengleichheit oder Verteilungsgerechtigkeit (die mit fairer Entlohnung und Steuerfairness durchaus herzustellen waere, wenn man nur wollte) geben, weil die Spezies Mensch viel zu egoistisch, grindig, niedertraechtig und praepotent fuer ein faires System ist. Belohnt wird nicht Leistung, sondern Zufall und vor allem Glueck (sei es die Herkunft oder die Chance auf Ruecksichtslosigkeit sich mit Verbrechergeldern was aufbauen zu koennen a la Benko, Berlusconi etc)

Knochenmann
00
15.12.2011, 12:10
Vernünftig!

Man ist nicht sein Job.

flo k.
00
15.12.2011, 10:59
beim kurier steht ein bisschen mehr...

http://kurier.at/nachricht... oisten.php

Dr. Viktor Frankenstein
00
15.12.2011, 09:54
Für 39,8 Prozent der 16- bis 19-Jährigen ist gute Bezahlung wichtiger als die Selbstverwirklichung im Beruf.

Das hoert sich ziemlich plausibel an.
"Selbstverwirklichung" wird eigentlich eher ein Thema in den spaeteren Berufsjahren wenn man ein bisschen mehr Selbstvertrauen und Flexibilitaet hat.

Na Er halt
 
01
15.12.2011, 09:24

Na nonanet....
Was nutzt einem die Selbstverwirklichung im Job wenn man sich den Strom oder Warmwasser net leisten kann?

Selbstverwirklichung kann man sich erst ab einem bestimmten, in Österreich überdurchschnittlichen, Gehalt leisten.

Ich hoffe die Personalisten checken das mal...

Otto Normalverraucher
03
15.12.2011, 08:58
Na bitte!

Unsere Jugend hat ja doch den Durchblick! Nix Selbstverwirklichungs-Trip, Hackeln ist angesagt! Der Job ist reine Geldbeschaffung, verwirklicht wird sich in der Freizeit.
Diese Einstellung, mag sie auch manchen verwerflich erscheinen, ist aber gerade in der heutigen Zeit fast überlebenswichtig. Wer sein Herz an den Job hängt, der wird daran zerbrechen, wenn er nach 20 mit grossem Einsatz geleisteten Dienstjahren plötzlich rausgemobbt wird. Mit der entsprechenden Einstellung jedoch wird einem das irgendwo ganz weit hinten vorbeigehen!

Andreas W
01
15.12.2011, 12:50
Diese Einstellung sichert nur eines: dass die Verteilungsungerechtigkeit weiter prolongiert wird!!!

In zehn Jahren haben dann die reichsten 1% der Oesterreicher 90% des Privatvermoegens und die jungen koennen noch so viel schuften und werden mit immer grindigeren Hungerloehenen abgespeist, weils immer eine gibt, die noch billiger (in jeder Hinsicht) ist.

sterngucker
 
01
14.12.2011, 22:51
Du meine Güte!

Welche ignorante Brut haben wir da an unserem Busen genährt!

Dr. Viktor Frankenstein
00
15.12.2011, 09:57
Aber nein.

War doch immer schon so. Frueher war das Konzept "Selbstverwirklichung" komplett unbekannt oder nur fuer einen Bruchteil von Berufstaetigen moeglich.

santa fe
 
51
14.12.2011, 22:06

die einschätzung des geldberufs durch die jugend beruht zum grossteil auf unkenntnis der diesbezüglichen realität.

BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle.

berufung statt beruf.

Management Quatscher
00
15.12.2011, 20:57

Fangen wir einmal damit an, dass Sie mir 1.300 Euro pro Monat als bedingungsloses Grundeinkommen überweisen.

Ich überweise es ihnen zurück und wir tuns und damit gegenseitig grundsichern, brauchen nicht mehr der unmenschlichen Erwerbsarbeit nachgehen und können uns unserer Berufung (ich z.B. wollte immer schon Klavierspielen können) widmen.

Problem gelöst, niemand braucht mehr zu arbeiten. Die Milch kommt sowieso aus dem Supermarkt und die können wir uns dann mit unserer gegenseitigen Grundsicherung locker kaufen.

Menschen !

santa fe
 
21
15.12.2011, 23:19

das wäre in der tat eine milchmädchenrechnung. Die finanzierung des BGE kann nicht absurderweise durch jene erfolgen, die es bekommen, sondern durch die FI (finanzindustrie) selbst, die 99% der weltbevölkerung der verarmung und zunehmend auch ihrem wahnsinnskrieg ausliefern. Die unermesslichen mittel für diesen krieg müssen in das BGE und auf diese weise in die herstellung von allgemeiner kaufkraft investiert werden, denn die wirtschaftsgesundung hängt zu 80% von derselben ab.

woody999
10
16.12.2011, 10:18
der quatscher ist ein controller und er tolled immer wieder hier herum

Otto Normalverraucher
02
15.12.2011, 08:50
Bitte Artikel lesen!

Genau solche linkslinken Spintisierereien wie "Gratiseinkommen" sind bei der Jugend verpönt. Leistung zählt!

Ein Mann
06
14.12.2011, 18:55
Was für eine Überraschung

Männer sind Geld- und Status-fixierter, weil Frauen darauf stehen. Sie hackeln sogar so hart rein, dass sie deutlich früher sterben.
Was für eine in allen Kulturen gleiche und dennoch in der heutigen Femi-Political-Correctness-Gesellschaft ungern gehörte Wahrheit.

O5
01
14.12.2011, 18:00

Das sagen sie so lange bis sie einmal draufgekommen sind wie teuer es ist sich eine schöne Wohnung zu kaufen, wie teuer es ist ein Auto zu betreiben, wie teuer es ist jedes Jahr ein, zwei schöne Urlaube zu machen. Dann wird das Geld plötzlich sehr wichtig ;-)

Ein Mann
03
14.12.2011, 18:56

Oder frau sucht sich eben einen... es gibt zwar auch moderne Frauen aber wenn es darum geht, wer zahlt, bleiben weitaus weniger übrig, als sie gerne zugeben.

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