Die Matura halten Österreichs Jugendliche wichtig für Arbeitsplatz
Wien - Schlechtes Image der Lehre bei Österreichs Jugendlichen: Wie eine aktuelle Umfrage des Instituts für Jugendkulturforschung zeigt, sind mehr als die Hälfte der Befragten (50,7 Prozent) davon überzeugt, "wer keine Matura hat, ist am Arbeitsmarkt heute nichts mehr wert". Für 39,8 Prozent der 16- bis 19-Jährigen ist gute Bezahlung wichtiger als die Selbstverwirklichung im Beruf.
Ein gutes Gehalt wird als Job-Perspektive von männlichen Jugendlichen und Jugendlichen in Ausbildung ohne Matura höher bewertet als von jungen Frauen sowie bildungsnahen Jugendlichen. Für die meisten Befragten gilt: Jeder ist seines Glückes Schmied. Faulheit und Mangel an Willenskraft werden am häufigsten als Gründe für Armut in Österreich genannt (36 Prozent). Ein Fünftel ist überzeugt, dass der Grund für Armut in der Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft liegt, 16 Prozent glauben dabei an einen unvermeidbaren Bestandteil des modernen Fortschritts.
Für beide Geschlechter bedeutet soziale Gerechtigkeit vor allem Job-Chancen und die Möglichkeit zu sozialer Aufwärtsmobilität. 61 Prozent empfinden es als sozial gerecht, wenn alle Menschen in Österreich die gleichen Chancen haben, auf der sozialen Stufenleiter emporzusteigen, 59 Prozent, wenn alle die Chance haben, einen guten Job zu finden. (APA)