Der erste Silberpfeil auf dem Weg zum Schrottplatz

Ansichtssache | 14. Dezember 2011, 18:58
Bild 1 von 3»
foto: wiener linien

Nach 35 Jahren auf Schienen wurde gestern die erste Silberpfeil-Garnitur der Wiener Linien ausrangiert. Vor der Verschrottung wurden alle wiederverwendbaren Bestandteile ausgebaut, etwa um sie als Ersatzteile für andere Züge zu verwenden.

weiter ›

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 181
1 2 3 4 5

Warum muss man den ausgeschlachtet auf den Schrottplatz stellen und nicht z.B. ausgestattet mit originalen Werbeplakaten und Vor Magazinen ins technische Museum?

Zeitlos ist besser

Die neuen Garnituren sind so ziemlich die häßlichsten,
die man hätte planen lassen können.
Die Sitze aus billig rotem PVC, die Farben wie in einem Billa-Prospekt, aufgemalt und nicht der Funktion folgend. Dieses grauenhaft poppiges Kitsch-Design, das man nicht einmal einem Kindergartenkind zumuten kann, wird sich schon nach wenigen Jahren abschauen und der Ruf nach Neuerem wird laut.
Andere Städte haben schönere U-Bahnen.
Und auch wenn der alte Silberpfeil schon in die Jahre gekommen ist, hat er zumindest einen Design-Preis erhalten.

den hätte man auch an afrika spenden können...

Vom Design her zeitlos wie der erste Audi A4, der kann auch immer noch mithalten.

Die Silberpfeile im Köcher des göttlichen Kim-Jong-Un ?

Könnte man diese ausrangierten Garnituren nicht an Nord-Korea verkaufen, sozusagen als "göttliche Garnitur".....?

die brauchen eher dampflocks, da sie keinen strom haben...

so oft wie die u4 störungen hat gehören wohl ein gutes dutzend weiterer ganituren in den ruhestand geschickt.

Liegt zu..

80% nicht an den Garnituren sondern an der Infrastruktur. die kann man nicht in Pension schicken

DAS ist noch eine U-Bahn (Subte, Buenos Aires, Linie A):

http://static.panoramio.com/photos/or... 137358.jpg

tolles foto

eh, nur kommst mit den drei linien kaum wohin. und dann mit den buslinien wirds für einen verwöhnten wiener öffi-benutzer schon etwas anspruchsvoller ;-)

Bei diesen Garnituren bin ich auf Grund der besseren Sitzauflage wenigstens nicht dauernd vom Sitz gerutscht, wie es in den neuesten Waggons immer droht zu passieren.

na zack, ich bin alt geworden - 3 generationen von u-bahnen (die alten wagen mit den holzsprisserln im waggon, die waggons der silberpfeile und die aktuellen kitschbomben)

Eine U Bahn mit Holzsprissern im Waggon hat es in Wien nie gegeben. Es sei denn, du meinst die alte Stadtbahn.
Wenn du mit der noch gefahren bist, bist du allerdings wirklich ein Relikt.

Hut ab!

Eines muss man sagen: Das Design, sowohl der alten U-Bahn-Garnituren als auch der Stationen (bis auf Karlsplatz) ist wirklich zeitlos. Die Kombination von weiss oder grau mit einer grellen Kontrastfarbe ist gerade heute sehr modern. Einzig der Türöffnungs-Mechanismus war und ist eine Katastrophe. Und die technische Zuverlässigkeit ist es mittlerweile offensichtlich auch.

Und jeder einzelne Wagen mit einem voll ausgestattem Führerstand

Da hat sich wer eine goldene Nase verdient, damals in den 1970ern...

1/3 des Wiener Budgetdefizits ist bereits den Wienerlinien zuzurechnen.

Es ist nur deshalb nicht noch wesentlich mehr, da der Bund ja 50% der UBahn-Errichtungskosten bezahlt, dh an diesem Defizit zahlen dann nicht nur die Wiener.

Wie auch immer, offensichtlich schmerzen die Finanzierungskosten noch nicht genug, wenn wir es uns leisten wollen/können, Züge zu verschrotten, die in anderen Städten doppelt so lange unterwegs sind.

Ich finde jedenfalls solche Berichte/Bilder angesichts der Lage als obszön.

Bin neugierig, wann über diese Dinge eine ernsthafte Diskussion beginnen wird, die über Worthülsen wie "Schuldenbremse" hinausgeht.

35 Jahre sind kein Alter für eine Straßenbahn und schon gar nicht für eine U-Bahn, die man nicht einmal an andere Verkehrsbetriebe verkaufen kann.

Doch, jetzt wirds nämlich erst richtig teuer: am Rahmen sind schon div. Materialermüdungen aufgetreten, welche dauernd geschweisst werden mussten, detto bei den Drehgestellen.

30 Jahre ist so cs das Designalter, aus gutem Grund - natürlich aber sollte man eine Garnitur der U oder U1 Type für das Museum erhalten!

Ein wenig spät, aber da ich mich jetzt gerade aktuell damit beschäftige, es waren 15-20 Jahre geplant. ;)

Auch neue...

...Projekte werden auf 35 jahre ausgelegt. teilweise sogar weniger :)

Es gibt die Möglichkeit eines Refurbishment. Dabei wird alles rausgerissen und nur der Wagenkasten bleibt erhalten. Kann bei bauähnlichen (vorallem noch verfügbaren) Komponenten funktionieren aber meist ist es einfacher gleich ein neues System zu kaufen.

Des könnens do net machen

aus Wiener Sicht stell ich fest, dass die Frankfurter U-Bahn aus dem Technischen Mueseum entflohen sein muss. Aus Frankfurter Sicht versteh ich nicht, dass ein hypermoderenes Fahrzeug verschrottet wird. Dort werden sogar alte Wägen absichtlich und mit Hinweis auf Nostaligie eingesetzt.
Schad, die Sitze waren besser in der alten U.Bahn, Klima und Durchgang gefallen mir bei der neuen besser.

Ewig schade.

die Qualität geht, der Plastikdreck ersetzt sie

Die Verantwortlichen gehören gerichtlich verurteilt, jeden Tag eine Stunde auf roten Plastiksitzen sitzen zu müssen

jetzt sieht man wenigstens ob sie verdreckt sind oder div. flüssigkeiten darauf verteilt sind oder nicht ;) und so unbequem sind sie auch wieder nicht.

und so unbequem sind sie auch wieder nicht.

dann sind sie nie im Hochsommer (Heizkörper) oder an kalten Wintertagen darauf gesessen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 181
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.