Vier Länder verurteilen Auslaufen der japanischen Flotte - die ist heuer mit Eskorte unterwegs
Wellington - Vier Ländern haben das Auslaufen der japanischen Walfangflotte in Richtung Antarktis verurteilt. Bei der erwarteten Konfrontation zwischen den Walfängern und protestierenden Tierschützern könnten Menschen umkommen, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der USA, der Niederlande, Australiens und Neuseelands. "Wir rufen alle Kapitäne auf, verantwortlich zu handeln und die Sicherheit der Menschen zur höchsten Priorität zu machen."
Die vier Regierungen unterstrichen ihre Ablehnung des kommerziellen Walfangs. Dies gelte auch für die von den Japanern als "Walfang zu Wissenschaftszwecken" genannte Jagd auf die Meeressäuger. Nach unbestätigten Berichten wollen die Japaner in der bevorstehenden Saison 1.000 Wale töten.
Tierschützer versuchen seit Jahren, die Walfangflotte durch teils riskante Seemanöver zu stören. Im Jänner 2010 sank dabei nach einer Kollision die "Ady Gil", eines der Boote der Tierschutzorganisation Sea Shepherd. Die Crew konnte sich retten. Die japanische Flotte wird in diesem Jahr zum Schutz von einer Eskorte des Fischereiministeriums begleitet. (APA/red)