Im Beringmeer sitzen mehr als 100 Belugas im Packeis fest
Moskau - Im Beringmeer vor der sibirischen Küste ist eine große Zahl von Walen im Packeis gefangen. Wie die Behörden der Region Tschukotka im fernen Nordosten Russlands am Mittwoch mitteilten, handelt es sich um Belugas, auch Weißwale genannt.
"Eine Gruppe von mehr als 100 Beluga-Walen ist mitten im Beringmeer, 15 Kilometer südlich des Dorfes Janrakinnot, vom Eis eingeschlossen", heißt es auf der Website der Regionalbehörden. Demnach schickte der Gouverneur der Region, Roman Kopin, einen Brief an die russische Regierung, in dem er diese um die Entsendung eines Eisbrechers für die Rettung der Tiere bat. Den Angaben zufolge droht den Walen im Packeis der Hungertod. Außerdem führe die Ausbreitung des Eises zu einer Verkleinerung der freien Wasserflächen und schränke daher die Atmungsmöglichkeiten der Meeressäuger ein. "Alle Tiere drohen an Erschöpfung sterben", warnte die Regionalregierung.
Auch wenn ihr Gesamtbestand in den nördlichsten Regionen von Atlantik und Pazifik auf etwa 100.000 Tiere geschätzt wird, sehen sich Belugas einingen Bedrohungen - unter anderem der Schadstoffbelastung der arktischen Gewässer - gegenüber. Biologen der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources schätzen, dass Belugas in den kommenden Jahren den Status einer bedrohten Art erhalten werden. Die bis zu einer Tonne schweren Tiere unterliegen bereits heute gemeinsam mit dem Eisbären und dem Amurtiger einem speziellen Schutzprogramm der russischen Regierung. (APA/red)