Beifall aber auch Kritik an polnischer EU-Ratspräsidentschaft

14. Dezember 2011, 12:37

Barroso lobt Enthusiasmus von Tusk - Grüne kritisieren Haltung zu Klimaschutz - Mölzer: In Krise „nicht viel zu melden"

Straßburg  - Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat im Europaparlament überwiegend Beifall für sein Engagement während der polnischen EU-Ratspräsidentschaft in diesem Halbjahr erhalten. Polen habe unter schwierigen Umständen sehr wichtige Leistungen erzielt, sagte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso am Mittwoch in Straßburg. „Die polnische Präsidentschaft hat mit großem Professionalismus und Enthusiasmus gearbeitet." Barroso würdigte insbesondere Tusks persönliches Engagement für die Gemeinschaft und die EU-Institutionen.

Polen habe sich stets für eine Stärkung der EU-Gemeinschaftsmethode eingesetzt, sagte EVP-Fraktionschef Joseph Daul. „Die polnische Präsidentschaft hat uns geholfen, zusammen effizient zu handeln, und dabei die Meinung aller respektiert." Dies sei ein Beispiel, dem andere EU-Staaten folgen sollten.

Der sozialdemokratische Fraktionschef Martin Schulz lobte Tusk, dessen „Bürgerplattform der EVP angehört, persönlich: „Sie sind so gut, sie könnten glatt Sozialdemokrat sein." Wie zuvor auch Tusk konzedierte Schulz, dass Europa an einem Scheideweg stehe, weil Politiker immer stärker das Vertrauen der Menschen in die demokratischen Institutionen verlieren. Die Macht der Finanzmärkte sei mittlerweile so groß, dass sich ihnen auch große Regierungen unterwerfen würden. „Das Finanzmarktsystem fährt mit dem Ferrari und die nationalstaatliche Kontrolle zockelt mit dem Fahrrad hinterher." Die Gemeinschaftsmethode zu verteidigen heiße nichts anderes als hier ein Gegeninstrument zu schaffen.

Fehlender Einsatz

Die Grünen kritisierten fehlenden Einsatz der polnischen EU-Ratspräsidentschaft für die Klimakonferenz in Durban. Auch der SPÖ-Europaabgeordnete Hannes Swoboda zeigte sich von der polnischen Haltung zum Klimaschutz „enttäuscht". Außerdem bemängelte er, es wären mehr Initiativen und Konzepte für Wachstum notwendig gewesen. Die EU-Abgeordnete Angelika Werthman betonte, angesichts des schwierigen Umfelds der polnischen EU-Ratspräsidentschaft dürften die Erwartungen nicht in den Himmel wachsen. Polen habe gute Arbeit für einen Kompromiss beim EU-Budget geleistet.

Die Höhepunkte des polnischen EU-Ratsvorsitzes seien verschiedene Folklore-Darbietungen in Brüssel gewesen, sagte der freiheitliche EU-Delegationsleiter Andreas Mölzer. „Aber bei den wirklich wichtigen Themen wie Schuldenkrise und Eurorettung hatte Warschau nicht viel zu melden. Hier wurde die Richtung von Frankreich und Deutschland vorgegeben, während Polen als Nichtmitglied der Eurozone einen schweren Stand hatte." Auch bei der Energiepolitik habe es keine Erfolge gegeben. So sei es um die AKW-Stresstests sehr leise geworden. „Beim Vorantreiben des EU-Beitritts der Türkei ist Polen nicht weitergekommen", zeigte sich Mölzer erfreut. (APA)

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16 Postings
Jülyet Ksantopulo
31
28.12.2011, 09:50

Die felderländische Ratsvorsitzschaft war die schwächste seit langem.

Wladimir Burdajewicz
 
00
30.12.2011, 18:22
Standard Leser4
 
10
31.12.2011, 13:02

Sie haben wohl die ironischen " Zeichen nicht bemerkt ?

Wladimir Burdajewicz
 
00
31.12.2011, 16:05
Und Sie können nicht lesen.

(Sogar die linke Opposition aus der Linksallianz SLD und der Palikot-Bewegung RP gesteht der Regierung zu, ihre Sache "ganz anständig" hinter sich gebracht zu haben). Was erwarten Sie von einem Politiker der könnte auf der Regierungsbank sitzen?. Ist aber in die Opposition gefallen. Die Ironie ist das Sie selber eines Oppositionspolitiker ironische Aussage nicht erkannt. Aber ich nehme Ihnen das nicht für Übel. Sie kennen Palikot und seine Lieblingssätze nicht dafür stecken Sie Ihren "Rüssel" in die Themen die sie nicht kapieren.....

Standard Leser4
 
20
und Sie kapieren alle Feinheiten der deutschen Sprache ?

Moechte ich bezweifeln.....

Wladimir Burdajewicz
 
00
und Sie kapieren alle Feinheiten der deutschen Sprache ?

Die Feinheiten der Deutscher Sprache ... das ich nicht lache was ist "ganz anständige" Politik, Sie Witzbold?. Politik und Anständigkeit die Gegensätze die sogar so gute "Kenner der deutschen Sprache wie Sie" müsste auch erkennen. Na ja habe mich schon wieder geirrt.

Wlodzimierz Burdajewicz2
00
30.12.2011, 15:48
Sie waren noch nicht in Polen....

dann bleiben sie mit Ihrer Kritik an stalinischen Polen. Nicht Polen ist zurück geblieben, sondern nur Sie. Minderwertigkeitskomplex ist eine nationale Krankheit der Giftzwerge, von der kann sich Österreich nicht befreien. In diesem Sinne ist Österreich sehr weit von der Schweiz entfernt, obwohl gerne sich Schweizerbeispiele anverleibt.

fmi
00
20.12.2011, 08:44
Zum letzten Satz kann ich nur sagen

Gott sei dank.
Die EU könnte vielleicht mal die eingenen Probleme lösen bevor sie hektisch jeden aufnimmt.
Wir haben: Länder mit Euro und Schengen, Länder mit Schengen ohne Euro, Länder die Beides nicht haben /die Glücklichen), welche die den Euro mal wollen, andere die es ausschließen und last but not least KEIN Geld übrig für neue Beitrittsländer.

M. P.4
 
03
14.12.2011, 18:23
so ändern sich die Zeiten

Swoboda gehörte zu den vehementesten Gegnern der Aufnahme Polens in die EU, bezeichnete diese bis zuletzt als "verfrüht", das Land als "unvorbereitet" und "zu arm". Polen würde mit seiner Rückständigkeit die EU in eine Katastrophe stürzen. Ich habe ihn anno 2003 bei einer Info-Veranstaltung in Wien live erlebt. Also bleibt er seiner Linie treu. Nur, es sind andere, die er damals sicher als EU-reif eingschätzt hätte, die diese Union nun in den Abgrund reißen...

Wlodzimierz Burdajewicz2
00
15.12.2011, 10:49
Nur, es sind andere, die er damals sicher als EU-reif eingschätzt hätte, die diese Union nun in den Abgrund reißen...

Und natürlich keine Kritik seites H. Svoboda. Er leidet an Minderwertigkeitskomplex. Komisch, aber sein Nachbar in EP M. Schulz hat Tusk, als reifen "Sozialdemokraten" bezeichnet. Vielleicht soll Herr Svoboda die Seiten wechseln?.

MUNGO1
02
19.12.2011, 16:54
Polen ist erfolgreich und ein beachtenswertes Mitglied der EU!

Die Polen sind tüchtig und wendig, haben eine hervorragende Schulbildung und was das Wichtigste ist; sie sind bestens ausgebildet (im Gegensatz zu unseren verwöhnten Studenten) sie sind extrem lernfähig und wollen so rasch wie möglich ein ebenbürtiger Partner sein.

Auch wenn die EU "in die Binsen" geht, wovon ich dzt. auch ausgehe, Polen wird sicher Bestand haben!

Ich bin kein Pole!

Wlodzimierz Burdajewicz2
00
30.12.2011, 15:36
Ich bin kein Pole!

das kann kein Nachteil werden. Aber im ernst.. Nettes Posting

MUNGO1
00
30.12.2011, 15:50

Auch ich bin kein Pole, fühle aber wie sich das Volk bemüht zu Wohlstand zu kommen,
der "Donald Duck" sollte aber baldigst abgelöst werden, er ist nur ein Klotz am Bein.

Wladimir Burdajewicz
 
00
30.12.2011, 18:13
Wen sehen Sie auf seinem Platz?.......

Kaczynski vielleicht, der Nationalismus mit Patriotismus verwechselt hat?. Dann können sich Strache und Kaczynski gleich in die Arme fallen. SLD, die aus der politischer Lethargie noch nicht aufgewacht ist?. "Palikots Bewegung" ist erst ins Parlament eingezogen und spielt XY Unbekannt. Dann wäre noch die PSL (Bauern Partei) die kaum die Einzugshürde geschafft hat, und will ein Gegengewicht des Koalitionspartners spielen. Nein, die Polen haben richtig gewählt. In den letzten 4 PO/PSL Jahren ist viel in der Wirtschaft, Börse, Investitionen in Polen und Polens Investitionen im Ausland passiert. Sie haben den Durchbruch erreicht. Zum Wohle alle. Auch der EU. Und noch viel steht vor ihnen zu tun.

Ehrgeiz
20
19.12.2011, 12:16

...oder Tusk sollte die Seiten wechseln^^

Wlodzimierz Burdajewicz2
00
30.12.2011, 15:31
der ist auf der richtigen Seite. Brauchen Sie sich keine Sorgen...

machen. Er kritisiert nicht (grundlos) keinen Politiker aus dem Ausland. Seiner Kritik müssen sich eigener Politiker unterziehen. Also zu erst eigenen Mist vor der Tür kehren.

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