Bei Android-Apps müssen Entwickler mehrere Display-Größen und Auflösungen berücksichtigen
Konnte man Google bei früheren Versionen noch vorwerfen, dass Design und Ästhetik bei der Benutzeroberfläche keine große Rolle gespielt haben, gilt das für Android 4.0 Ice Cream Sandwich nicht mehr. Das Interface ist moderner und durchdachter als zuvor. Für viele Apps von Drittentwicklern gilt das leider nicht, wie im direkten Vergleich zu erkennen ist.
Direkter Vergleich populärer Apps
Der Business Insider hat elf Apps miteinander verglichen, bei denen das besonders deutlich zum Vorschein kommt, darunter WhatsApp, Dropbox und Evernote (siehe Screenshots links). Der WebStandard findet weitere Beispiele mit Facebook und Spotify, kann aber auch den Gegenbeweis antreten. So bietet etwa die Kamera-App Pixlr-o-Matic auf beiden Plattformen das gleiche Design. Aktuelle Screenshots findet man im Android Market und im iTunes App Store.
Tendenz erkennbar
Eine allgemeine Aussage, dass Android-Apps schlechter designt und
weniger intuitiv zu bedienen seien, lässt sich freilich nicht treffen.
Bei vielen populären Apps ist jedoch eine Tendenz zu erkennen.
Entwicklung für Android komplizierter
Ein Grund, wieso die Android-Apps einen weniger polierten Eindruck machen, ist auch schnell gefunden. Bei iOS-Apps müssen Programmierer im Gegensatz zu Android-Anwendungen nicht so viele verschiedene Display-Größen und Auflösungen berücksichtigen.
Verschiedene Interfaces
Zudem ist es einfacher Look-and-Feel von iOS in Apps zu reproduzieren und somit eine einheitlichere User Experience zu bieten, während sich auf Android-Smartphones die angepassten Oberflächen der Hersteller stark unterscheiden. Einfluss auf die Kaufentscheidung dürfte das letztendlich jedoch kaum haben, ist Android doch mittlerweile die am weitesten verbreitete Smartphone-Plattform. (br)