Proteste gegen die umstrittene Parlamentswahl stehen nicht offiziell auf der Tagesordnung, dürften Diplomaten zufolge aber zur Sprache kommen
Brüssel- Russlands Präsident Medwedew ist zu Beratungen mit der politischen Spitze der Europäischen Union in Brüssel eingetroffen. Er wollte mit EU-Ratspräsident Van Rompuy und Kommissionspräsident Barroso unter anderem über Russlands Wunsch nach einem Verzicht auf Einreisevisa bei Geschäfts- und Touristenreisen sprechen. Auch Fragen des Handels, vor allem der Gaslieferungen, stehen auf der Tagesordnung.
Russland und EU wollten erste gemeinsame Schritte vereinbaren, die später zu Reisen ohne Visum führen sollen. Dabei geht es vor allem um die Einführung biometrischer Reisepässe und fälschungssicherer Dokumente.
An dem Gipfel nehmen auch der russische Außenminister Lawrow und die EU-Außenbeauftragte Ashton teil. In zahlreichen außenpolitischen Fragen gibt es Meinungsunterschiede, unter anderem über das weitere Vorgehen der internationalen Gemeinschaft angesichts der Gewalt gegen Oppositionelle in Syrien. Die EU ist der wichtigste Markt für Russland, Russland der drittgrößte Handelspartner der EU.
(APA/dpa)