Gföhl

Konflikt um Bau von buddhistischem Stupa im Waldviertel

14. Dezember 2011, 10:41
  • Artikelbild
    foto: epa/barbara walton

    Die goldene Schwedagon-Pagode in Rangun, Burma, ist bereits 2.500 Jahre alt und 98 Meter hoch. Der geplante Stupa in Gföhl soll 30 Meter hoch und in Weiß gehalten werden.

Volksbefragung am 12. Februar 2012 - Kirchliche Vertreter weisen "feindselige und diffamierende" Aussagen zurück

Gföhl - Im Waldviertel soll laut Homegpage der Stadtgemeinde Gföhl ein buddhistischer Stupa entstehen, der nach Fertigstellung als größtes Weltfriedensdenkmal Europas darstellen soll. Südlich der Bundesstraße 37 ist neben dem 30 Meter hohen Stupa mit einem Durchmesser von 25 Metern ein rund 600 Quadratmeter großes Gebäude mit Gemeinschaftsräumen, Wohnstudios für die Ordensmönche und -nonnen sowie Meditationsräumen geplant. Am Dienstag beschloss der Gföhler Gemeinderat eine Volksbefragung zu dem umstrittenen Thema.

Eine Wiener Stiftung will das Vorhaben realisieren. Der Gföhler Bürgermeister Karl Simlinger tritt für das Projekt ein. Die Zustimmung des ÖVP-Politikers wird von vielen Gföhlern aber offenbar nicht geteilt. Zuletzt hatte zudem BZÖ-NÖ-Chef Ewald Stadler einer Initiative zur Verhinderung des Baus seine rechtliche Unterstützung zugesichert: "Wir brauchen diesen Götzentempel nicht", zitierte der "Kurier" Stadler.

"Unsachliche Diffamierung des Buddhismus"

Am Montag haben namhafte kirchliche Persönlichkeiten im Zusammenhang mit dem Bau der buddhistischen Friedenspagode in Gföhl eine "sachliche und respektvolle Diskussion" eingemahnt. Es könne nicht angehen, "eine Ablehnung mit einer unsachlichen Diffamierung des Buddhismus zu verbinden", heißt es in einer öffentlichen Erklärung. Diese wurde u.a. vom Altenburger Abt Christian Haidinger, "Furche"-Herausgeber Heinz Nußbaumer und dem Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, Martin Jäggle, sowie Ernst Fürlinger vom Zentrum Religion und Globalisierung der Donau-Universität Krems unterzeichnet.

Die kirchlichen Vertreter halten in ihrer Erklärung wörtlich fest: "Wenn praktizierende Katholiken den Buddhismus als Sekte hinstellen oder bezogen auf das geplante Bauwerk von einem 'Götzentempel' sprechen, wird damit eine Grenze überschritten." Dies erinnere an Zeiten, "in denen man die Gotteshäuser anderer Religionen auf feindselige Weise diffamierte".

Bevölkerung entscheidet

Der nun erfolgte Gemeinderatsbeschluss sieht für 12. Februar 2012 die Durchführung einer Volksbefragung durch. Die Gföhler Bevölkerung soll entscheiden, ob das betreffende Grundstück für die Errichtung des Sakralbaus umgewidmet werden soll. Laut Auskunft des Bürgermeisters haben sich nur zwei von 23 Gemeinderäten gegen die Befragung ausgesprochen. Er erhoffe sich eine noch breitere Mehrheit zugunsten des Stupa, so Simlinger, der durch den Bau nicht zuletzt touristische Impulse für Gföhl erwartet. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 136
1 2 3 4
Sternchen100
14

Und Österreich braucht diesen Ewald Stadler nicht: HAU AB! Und nimm deine fanatischen Pius-Brüder mit!

Übrigens, wenn Menschen eine Moschee oder Synagoge als "Götzentempel" diffamiert hätten, gäbe es einen internationalen Aufschrei, aggressive Proteste und eine Anzeige wegen Religionsdiffamierung. Aber mit friedlichen Buddhisten kann man das offenbar machen...

rr772
01
10.1.2012, 14:56
Der liebe Herr Stadler

(ist der Wendehals jetzt F oder BZÖ?? Wurscht!) soll lieber daran denken, dass sein gottsöberster LH in Kärnten Junker Jörg damals in Hüttenberg ein grosses Tibet-Zentrum bauen wollte. Auch wenn das weitere Projekt dann typisch Kärnten war, er wird es doch nicht nur wegen dem orangen G'wandl vom Dalai Lama gemacht haben wollen ????

fif
01
18.12.2011, 00:57

Butthisten?! Willkommen!

MfG
Ein Atheist der Hofft!

tseten zöchbauer
17
16.12.2011, 13:14
Eine Kirche in Lhasa

Es standen in Lhasa eine christliche Kirche und eine Moschee, schon als Heinrich Harrer und Peter Aufschneiter dort waren. Für eine handvoll Christen. Kein Tibeter lehnte sich dagegen auf oder schadete dem Gebäude. Ich wurde als buddhistisches Kind von christlichen Eltern erzogen .. zu einer Buddhistin und sie lehrten mich meine Religion und Kultur, so wie die aller au dieser Welt zu respektieren. Das ist wahre Christlichkeit. Gott und Jesus würden BZÖ mit einer solchen Aussage, zum Teufel schicken... So stelle ich mir die himmlische Familie vor. Beschützerisch und Gerecht, wie meine Zieheltern nicht minder Tollerant als die Buddhisten. Tseten Zöchbauer

tseten zöchbauer
12
16.12.2011, 12:59
Bildungs NIveau von BZÖ

Als Tibeterin weiss ich, dass das Christentum eine der Weltreligionen ist und das Luzifer ein gefallener Engel ist. Das die BZÖ den Buddhismus nach so vielen Besuchen von sH d. Dalai Lama in Österrreich noch als "Götzen Sekte " versteht ist traurig. Da fehlt es jeamden wirklich an Bildung und Weltoffenheit.
In Wien an der Donau gibt es eine wunderschöne Stupa der Ort ist nun ein beliebter Spazierweg, was den Gastronomen dort auch zu Gute kommt. Ich war in Gföhl um zu helfen für die Stupa. Vorher ging ich in einem Bio Geschäft einkaufen ... Die Einheimischen darin waren äusserst offen und freundlich zu mir auch als ich von dem Projekt erzählte. Lassen wir hoffen Gföhl ist nicht BZÖ

Commander Echelon
10
15.12.2011, 18:34
malen ma halt an schmiss drauf,

...da daugts dem stadler gleich wieder

vito don´s schwester
02
15.12.2011, 15:05
es gibt keinen gott

aber es gibt so viele stadlers, gibts vielleicht doch nur den teufel?

Großinquisitor Eckbrecht
11
15.12.2011, 08:39
Die kirchlichen Vertreter halten in ihrer Erklärung wörtlich fest: "Wenn praktizierende Katholiken den Buddhismus als Sekte hinstellen oder bezogen auf das geplante Bauwerk von einem 'Götzentempel' sprechen, wird damit eine Grenze überschritten."

Man beachte, was in dieser Aussage für eine heuchlerische Qualität drinnen ist. Das heißt implizit: Aber wenn wir etwas als "Sekte" bezeichnen, dann darf man drauf losdreschen.

Und was als "Sekte" bezeichnet wird, behält sich die Kirche als Autorität immer noch selbst vor, nämlich alle Weltanschauungen, die mit der Kirche nichts zu tun haben und daher ihr Geschäft schädigen.

In einem Buddhismus oder Hindusimus gibts hunderte von "Sekten", also autonome glaubensmäßige Abspaltungen. Dort hat aber niemand ein Problem damit, an was wer persönlich glaubt.
Nur unsere Kirche will uns vorschreiben, welcher Glaube richtig und falsch ist und bedient sich dazu des Wortes "Sekte", das aus der selben Diffamierungs-Schublade kommt wie "Neger" etc.

Truth is a Troll
00
16.12.2011, 15:20

warum ist das jetzt heuchlerisch?

Du kannst dagegen sein das die röm.kath kirche autoritär geführt ist, aber sie macht auch kein geheimnis draus.

Heinz Anderle
 
03
15.12.2011, 07:36
Eine Pyramide gibt es schon.

Vor Limbach, auf der Fahrt von Gmünd nach Zwettl erstaunt eine Pyramide mit Löwen und einem Obelisken den ahnungslosen Autofahrer.

Das Ensemble, ein "Steincenter" [sic] eines lokalen Steinmetzbetriebes, zeugt von Bildung und sicherem Geschmack weitab aller urbanen Kultur, soll allerdings aus Kostengründen aus indischem (!) Granit gehauen worden sein. Danke, ganz lieb.

Dr. Heinz Anderle, Freigeist

rr772
00
10.1.2012, 14:58
Bei der SCS erstaunt mich so eine Pyramide auch immer.

Aber immer auf die Strasse schauen, Punktbremsung vorm Radar... :-)

peter schmidt
 
01
15.12.2011, 14:28
Ich kann mich erinnern!

Ein großartiges Monument. Wir sind sofort auf offener Strecke stehengeblieben und haben alles fotografiert.

http://wko.at/wknoe/zwe... age004.jpg

Zitat
Dneuen 10.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände im Maßstab 1:10 im Waldviertel die weltberühmte Cheops-Pyramide errichten. Diese, 14,6 m hoch und wie das Original genau nach den Gestirnen ausgerichtet, dient nurn mit einer Grundfläche von 535 Quadratmetern als Verkaufs- und Ausstellungsraum.

Zwei jeweils aus einem 3 t schweren Steinblock in China gefertigte Löwen bewachen den Eingang.

Zitat Ende.

D<as Foto wird dem Ding nicht gerecht. Ein wunderbar verstiegenes und ambitioniertes Bauwerk.

http://img.fotocommunity.com/photos/3689091.jpg

gomaxgo
 
20
15.12.2011, 04:10
würde sagen die OEssis

sind wieder sehr weit in der mentalen vergangenheit, nicht mal die myamars oder thais usw. haben jemals ein problem gehabt wenn eine kirche oder moschee errrichtet wurde und das schon seit hunderten von jahren, hier z.B. >

Zuben Elgenubi
16
14.12.2011, 22:58

Selbst auf dem Salzburger Mönchsberg, einer Urstätte des Katholizismus, steht seit einiger Zeit ein buddhistischer Stupa - ein hoffnungsvolles Zeichen der interreligiösen Toleranz in ansonsten finsteren katholischen Zeiten . . .

der gärtner
34
14.12.2011, 21:27
mal sehen was die bibel zum umgang mit kultstätten anderer religionen empfiehlt:

Dtn 7,5

So sollt ihr gegen sie vorgehen: Ihr sollt ihre Altäre niederreißen, ihre Steinmale zerschlagen, ihre Kultpfähle umhauen und ihre Götterbilder im Feuer verbrennen.

fipps
16
15.12.2011, 00:24
genau wegen solchen Hasstiraden

und dem ganzen Feuer/Schwert Zeuch aus vorvergangenen Äonen sollte die Bibel nicht mehr als Grundlage für irgendwas dienen. Lediglich das historisch/psychologische Interesse bleibt.

wekan
00
14.12.2011, 21:25
hat sich der Herr Stadler

auch aufgeregt, dass in Kärnten schon seit über 20 Jahren eine ähnliche Einrichtung mit Tempel steht?

Passt ja auch nicht unbedingt in das Landschaftsbild, so wie ein Minarett , aber diese wurden in Kärnten verboten.

methinks there is much reason in his sayings
24
14.12.2011, 21:03

gegen den buddhismus populistisch wettern - das ist mir neu. der ist ja gegen die bei uns gängigen primitiven monotheismen so fremd & entfernt, dass er normalerweise nicht einmal als feindbild taugt.

aber stadler ist ja nicht nur deutschnational, sondern auch ultramontan - seltsame mischung übrigens, die's wohl nur in österreich gibt.

bei einer moschee wär's klar: aber bei dieser volksbefragung bin ich wirklich gespannt, wie sie ausgeht.

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs
11
14.12.2011, 20:43

ad Götzentempel:

Wie wär´s mit sowas?

http://es.wikipedia.org/wiki/Arch... _mayor.JPG

pay cough
01
14.12.2011, 20:24
Götzen zum Gruß

an den Herrn Stadler.

KhalilG
 
05
14.12.2011, 20:39

ich sehe den katholizismus als bestes beispiel für götzenanbetung, vom kreuz bis zu hostie, vom papstringküssen bis zu goldengebundenen biebel. und da gibts noch wesentlich mehr!

der gärtner
40
14.12.2011, 18:47
mal sehen was die bibel zum umgang mit anderen religionen sagt:

Dtn 7,5:

"So sollt ihr gegen sie vorgehen:
Ihr sollt ihre Altäre niederreißen, ihre Steinmale zerschlagen, ihre Kultpfähle umhauen und ihre Götterbilder im Feuer verbrennen"

ziemlich eindeutig, oder?

die Großmutter
01
15.12.2011, 15:33

zumindest schreibt sie nicht vor die Heiden und sonstige Ungläubige zu erschlagen.

der gärtner
31
16.12.2011, 00:37
glaubst du? fragen wir noch einmal die bibel was sie zu ungläubigen sagt:

Dtn 17, 2-5

Wenn bei dir in einer deiner Städte ... jemand gefunden wird ..., der da tut, was dem Herrn, deinem Gott, missfällt, dass er .... dient andern Göttern und betet sie an, ...
so sollst du den Mann oder die Frau, die eine solche Übeltat begangen haben, hinausführen zu deinem Tor und sollst sie zu Tode steinigen.

die Großmutter
02
16.12.2011, 14:33

ja, da hast Du rechtdie Bibel ist eine Quelle der Brutalität, im Koran setzt sich das verschärft fort.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 136
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.