"Google Shoot View" war dem Internetriesen doch zu viel
Von Freitag bis Montagabend konnte die Welt per Googles Bilderdienst Street View bereisen, ein M4A1 Maschinengewehr zücken und auf Passanten, Autos, Kinder oder Polizisten feuern. Eine niederländische Werbeagentur hatte mit "Google Shoot View" (Seite offline) die populäre Web-Anwendung zu einem Egoshooter verwandelt. Am Dienstag gaben die Betreiber Pool Worldwide bekannt, dass Google schließlich den Stecker zog. Demnach habe das Spiel, das ein Protokoll nutzte, um Street View einbauen zu können, gegen die Nutzerrechte verstoßen.
Viele Spieler
Internetnutzer und Medien beschwerten sich bereits im Vorfeld über den kontroversen Charakter des Schießspiels. Schließlich bekäme man die Möglichkeit auf unbewaffnete, echte Menschen zu feuern, die noch dazu unfreiwillig von den Google-Kameras aufgenommen wurden. Trotz der ethischen Bedenken verzeichnete "Shoot View" regen Zulauf. In Spitzenzeiten verzeichneten die Betreiber rund 3.000 Besucher pro Minute. Zeitweise zwang dies sogar die Webserver der Agentur in die Knie.
"war dem Internetriesen doch zu viel"
dh das ganze war wohl von google bewilligt...macht mich jetzt stutzig.
scheint ihnen auf jeden fall im nachhinein peinlich zusein, auf youtube findet man nur kl. auszüge (2 clips ohne ton u. mit russischem untertitel, keine schüsse, blut, waffen etc..)
Das M4A1 ist ein Sturmgewehr bzw. ein Karabiner - ein Maschinengewehr ist etwas völlig anderes.
Und nein, um den Unterschied zwischen einen Maschinengewehr und einem Sturmgewehr zu kennen, muss man kein "Waffennarr" sein - die Grundausbildung beim Bundesheer reicht hier völlig aus.
Ich hab jetzt keine Ahnung, was diese zwei Stories miteinander verbindet. Im einen Fall ist es ein für den Inhalt relativ bedeutungsloses Detail, im anderen eine totale Verzerrung der Realität für propagandistische Zwecke.
Klar sollten Medien richtig recherchieren (was inzwischen eh kaum mehr eines tut). Nichtsdestotrotz ist nicht jeder Fehler gleich signifikant und sollte demnach seiner Signifikanz nach behandelt werden.
Und sorry, auf dem Typ der Waffe rumzureiten ist für mich I-Tüpfel-Reiterei.
Es gibt eben keine klare Grenze zwischen Schwarz und Weiss. Natürlich wärs leichter, wenns eine Ja/Nein-Lösung gäbe, deshalb kann man ja darüber diskutieren. Und deshalb sollte man auch seinen (Billa-Werbung, ich hasse dich) Hausverstand einsetzen. Wer auch immer plausibel hier eine klare, für alle Menschen und Situationen anwendbare Regel aufstellen kann, der hätte sich vermutlich den Purlitzer-Preis verdient ;)
In diesem Fall ist der Typ der Waffe ein für den Sachverhalt relativ unerheblicher Fakt. Auf echte Menschen zu zielen bleibt moralisch fragwürdig, egal ob mit Maschinen- oder Sturmgewehr.
aber es macht meiner meinung nach nicht mehr viel unterschied, ob man einen fast gänzlich realistischen shooter auf ner konsole und pc wie sie es heute schon gibt spielt oder das ganze eben in echte bilder integriert.
deshalb bin ich persönlich auch gegen diese ganze superrealistischen shooter wie Cod usw.
die diskussion hier im forum ist daher auch sehr scheinheilig, weil an gleicher stelle immer wieder - auch von den redakteuren des standard - genau diese realistischen shooter hochgelobt werden!
wenn sie cod als realistisch ansehen, müssen kriegsfilme wie dokumentationen auf sie wirken.
das ist actionarcade pur, realismus gleich null..
finde es irgendwie geschmacklos mit dem streetview..
shooter zu spielen ist das eine, ich tus selbst sehr gerne. aber auf menschenbilder zu ballern die mit dem nichts zu tun haben wollten, finde ich nicht sehr prickelnd.
Sie sind ganz offensichtlich nicht ganz klar im Kopf, den müsste schon äusserst unbeweglich im Geiste sein, wenn man fiktionale Charaktäre in einem Computerspiel nicht mit realen Personen ausseranderhalten kann. Und realistische Graphik ändert nicht an der Sache, Leute wie sie haben schon bei Doom gemeckert und noch den kleinsten und weit hergholten Blödsinn genutzt um die Leute die solche Spiele spielen, als Psychopaten dastehen zu lassen. Jeder wie ers meint.
Zum "Spiel" selber: wenn interessiert sowas bitte?
In 20 Jahren kann man sich Drohnen kaufen und die von zuhause aus fernsteuern. Lauter reiche Kinder als digitale Söldner.
Roboter die sich dann von Leichen ernähren...
Gabs schon so einen Film wo "Spieler" echte Menschen gesteuert haben...mit Russel Crow glaube ich?
Ich spiele selber gerne Shooter - aber diese Aktion ist echt pervers. Da kann man ja ideal für den nächsten Amok-Lauf trainieren ... da lade ich schnell mal meine Heimadresse oder die meiner Ex-Freundin und kann dann dort virtuell Amok laufen ... wie krank ist das denn????
Ja mein Shooter-Sager war zu allgemein. Am liebsten spiele ich Sci-Fi-Shooter - also Kampf gegen Aliens (a la Halo oder Mass Effect). Hier läuft man in echten Straßen rum, schießt auf echte Fotos von Personen ... wo da der "Fun" sein soll, ist mir unklar.
Nein mir ist es nicht egal ... aber gut, bei manchen Shooter sollte man nicht viel nachdenken - die bösen Terroristen gehören erschossen und fertig ;-)
Interessant wäre mal ein Shooter wie zB Halo, wo man beide Seiten gut finden kann ... also wenn man die Story bei beiden Seiten miterleben kann - nicht eine Seite ist die "gute" und die andere die "böse" ... das wäre für mich mal interessant.
mir gehts jetzt nicht um pro und kontra verbot, sondern man lese nocheinmal diesen satz:
... bekäme man die Möglichkeit auf unbewaffnete, echte Menschen zu feuern, die noch dazu unfreiwillig von den Google-Kameras ...
und vergleich ihn mit diesem (von mir aufgrund von berichten erfundenen):
... haben die möglichkeit auf unbewaffnete, echte menschen zu feuern, welche zuvor von aufklärungsdrohnen und wärmebildkameras ...
nur sind es hier echte, echte menschen.
geht es noch doppelzüngiger und trauriger? ich meine, wie geht es den menschen? wer sind diese computernerd mofos, die sich über eine kriegssimulation mit bildern aus der realität aufregen, wo das gezeigte täglich realität ist?
das ist so traurig. ich stelle gerne bilder von mir und meiner wohnung zur verfügung, wenn die menschen ihre hypokrisie ablegen.
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