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Wird ein Tageszyklus vom Sonnenaufgang bis zum -untergang mit Kunstlicht nachgestellt, kann das ähnlich positive Effekte auf den Organismus haben.
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Hausbackene Rezepte für die bessere Bewältigung des "dunklen Halbjahrs" in unseren Breiten sind Günther Sejkora ein Gräuel. Ob und wie einer Winterdepression mit künstlicher Beleuchtung entgegengewirkt werden kann, sei nämlich nach wie vor Gegenstand einer relativ jungen wissenschaftlichen Debatte: "Einige Biologen sprechen noch bei 500 Lux Beleuchtungsstärke von ,biologischer Dunkelheit'. Andere Studien zeigen dagegen: Bereits 30 Lux Blaulicht können genügen, um im menschlichen Organismus hormonell etwas auszulösen. Dass Kunstlicht Auswirkungen auf unseren Hormonhaushalt hat, wurde überhaupt erst 2000 mit der Entdeckung neuer Rezeptorzellen im Auge bewiesen", fasst der Geschäftsführer des "Kompetenzzentrums Licht" in Dornbirn den Stand der Forschung zusammen.
Zentrum des Lichts
Seit 2002 untersucht diese Vorarlberger Schnittstelle für vernetzte Forschung die Wirkung von Licht und deren Umfeld. Zudem versteht sich das Zentrum - nicht zuletzt seit seiner Reorganisierung als Comet-K-Projekt (siehe Wissen) im Jahr 2010 - als Ansprechpartner für sehr anwendungsorientierte Fragen: Wie Büros für optimale Arbeitsbedingungen beleuchtet werden, wollen manche Kunden wissen; andere wiederum, mit welchen Leuchtmitteln Waren ideal in Szene zu setzen sind, ohne dass diese durch Kunstlicht Schaden nehmen. Evaluiert werden solche Projekte zunächst unter Laborbedingungen und erst später in Feldversuchen, an denen häufig neben Technikern auch Psychologen, Ergonomen oder Mediziner beteiligt sind.
Dass es die umfassende wissenschaftliche Analyse der Wirkung von Licht tatsächlich noch nicht sehr lange gibt, scheint auch das Ausbildungsangebot zu bestätigen. Anders als in Deutschland, wo sich Studierende über den Umweg der Elektro- oder Medientechnik akademisch mit der Materie beschäftigen, kommen in Österreich noch keine Lichtexperten von den Unis. Sejkora, selbst Physiker, bewertet sogar Ergebnisse eigener Studien als lediglich wertvolle Indizien. Diese müssten noch mit höherer statistischer Signifikanz untermauert werden.
Konkret handelt es sich um die beiden Forschungsprojekte, die Zusammenhänge zwischen der Beleuchtung und dem Wohlbefinden von Schichtarbeitern und Demenzkranken klären sollten. Dabei hat sich gezeigt, dass dynamisch gesteuerte Kunstlichtlösungen - also solche, die einen Tageszyklus mit Phasen der Dämmerung nachahmen - Arbeiterinnen und Arbeitern in doppelter Hinsicht guttun: Zum einen können wechselnde Lichtszenarien im Bereich zwischen 1000 und 2000 Lux helfen, das Nervensystem zu beruhigen; zum anderen wurde in der Folge auch die Schlafqualität erhöht.
Therapie mit Kunstlicht
Symptome wie Tagesmüdigkeit, nächtliche Unruhe und Desorientiertheit bei dementen Patienten gaben überdies Anlass zu der Vermutung, dass zu geringe Lichtexposition in Betreuungseinrichtungen das Krankheitsbild zusätzlich negativ beeinflussen. So wurde im Zuge der Neugestaltung des Altenheims St. Katharina in Wien erstmals auch eine steuerbare Beleuchtung installiert, mit der die Intensität und Lichtfarbe abhängig vom Tagesverlauf wechselten.
Die Messungen, die danach über ein Jahr lang stattfanden, zeigten positive Auswirkungen auf mehreren Ebenen: Die Vitalität der Bewohner stieg deutlich, die Kommunikation wurde intensiver und besser - Äußerungen der Aggression, Angst und Unzufriedenheit nahmen dagegen deutlich ab. Sejkora betont dennoch, dass echte Langzeitstudien bisher noch fehlen und weitere Forschung nötig sei. So wird gerade eine neue Studie mit dementen Patienten vorbereitet, die bisherige Erkenntnisse untermauern soll.
Ein anderes Projekt untersucht, ob sich ein kontinuierliches Lichtspektrum nachweisbar positiv auf den Organismus auswirkt. Unter diesem Aspekt kommentiert Sejkora auch den Dokumentarfilm Bulb Fiction - Die Lüge von der Energiesparlampe: "Licht aus künstlichen Lichtquellen hat immer eine andere spektrale Verteilung als Tageslicht und ist damit unnatürlich - dieser Befund müsste also nicht nur für die Energiesparlampe, sondern ebenso für die Glühlampe gelten. Was in jedem Fall feststeht: Wird die Farbe menschlicher Haut als verfälscht, also als unangenehm empfunden, kann das die Kommunikation stören. Ob diese Empfindung negative Einflüsse auf den Organismus hat, ist noch nicht bewiesen."
Die natürliche Farbwiedergabe von LED-Leuchtmitteln ist für Sejkora demnach deren größte Stärke. Das Kompetenzzentrum beschäftigt sich derzeit intensiv mit der Optimierung von LEDs. "Es gibt mittlerweile keine Leuchtmittel mehr, die effizienter als LEDs wären", merkt Sejkora an. "Aber weitere begleitende Forschung ist wichtig, um einen auf den Menschen angepassten Einsatz des Leuchtmittels sicherstellen zu können." (DER STANDARD, Printausgabe, 14.12.2011)
=> Wissen: Vom Projekt zum Wissenszentrum
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Theoretisch kann man mit einer LED eine Licht erzeugen, daß dem der Glühbirne relativ nahe kommt, doch das wird ziemlich teuer.
Das würde bedeuten, daß ich für das Licht einer Glühbirne, für das ich zuvor 30 cent bis zu einem Euro bezahlt habe, momentan 20 Euro für billige flimmernde, miese LEDs zahle oder 50 - 80 Euro für teure akzeptable LEDs zahle ,die noch immer nicht den selben Farbwiedergabeindex einer Glühbirne erreichen.
Nocheinmal:
30 cent sind 4.13 Schilling
50 - 80 Euro für eine LED sind
688.02 - 1100.82 Schilling
Sind die ganzen supertollen Berechnungen, die mir sagen wie viel ich sparen kann, vielleicht mit der billigsten und häßlichsten LED gemacht worden?
Die natürliche Farbwiedergabe von LED-Leuchtmitteln ist für Sejkora demnach deren größte Stärke.
Der Farbwiedergabeindex von Glühbirnen beträgt Ra 100
der Farbwiedergabeindex von LED-Glühbirnen erreicht Ra 82
http://www.lamptech.co.uk/LED%20Int... grated.htm
LEDs emottieren wie "Energiesparlampen" E-Smog
und das flimmert, nicht unbedingt das was ich mir unter einer angenehmen Beleuchtung vorstelle. Gut, man muß zugeben manche stärker, manche schwächer, aber wie weiß ich das als Konsument?Warum wird mir das nicht gesagt? Das selbe Spiel wie bei der "Energiesparlampe"! Die Informationen kommen zuzzerlweise zum Konsumenten.
"Licht aus künstlichen Lichtquellen hat immer eine andere spektrale Verteilung als Tageslicht und ist damit unnatürlich - dieser Befund müsste also nicht nur für die Energiesparlampe, sondern ebenso für die Glühlampe gelten."
"künstliche quelle" meint hier ganz sicher keine heißen objekte, die aufgrund ihrer hohen temperatur auch licht emittieren, denn die sonne macht das genauso.
gemeint sind hier trägheitsfreie lichtspender, die im rhytmus der netzspannung flackern wie sau und nur ganz bestimmte leuchtbanden aufweisen, die mit tricks wie "leuchtstoffen" aufgefettet werden...
das gilt für ESL und eingeschränkter auch für LEDs.
Als Resultat der Helligkeitsschwankungen sieht man eine scheinbare rückläufige Bewegung bei schnell rotierenden Objekten wie z.B. Ventilatorflügeln.
Natürlich nur bei passender Geschwindigkeit.
Da es sich nur um geringfügige Helligkeitsschwankungen handelt, erscheint diese rückläufige Bewegung auch nur geisterhaft/durchscheinend. Man kann sie aber trotzdem gut erkennen, weil sie viel langsamer als die reale Bewegung ist.
Das ist keine Theorie, das habe ich selbst festgestellt.
Müsste wohl auch bei einem bemalten Kreisel (radiale Streifen) zu sehen sein.
Und falls du wikipedia traust:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChlampe
"Aufgrund der thermischen Trägheit des Glühfadens weisen auch an netz- bzw. niederfrequenter Wechselspannung betriebene Glühlampen nur geringe Schwankungen der Helligkeit auf. Die Helligkeitsmodulation mit der doppelten Betriebsfrequenz ist umso stärker, je dünner der Glühfaden ist. Sie ist also besonders bei Lampen geringer Leistung für Netzspannung ausgeprägt und beträgt bei einer Glühlampe 15 W/230 V etwa 30 %."
Die Helligkeitsschwankung ist nicht groß, aber vorhanden und unter bestimmten Umständen sichtbar.
Wie lange können Sie denn einer Glühlampe nach dem Einschalten beim heller werden zuschauen?
Gar nicht? Vielleicht, weil das in Sekundenbruchteilen vorbei ist? Und beim Ausschalten genau so?
Vielleicht wird die Glühbirne eben doch innerhalb von Sekundenbruchteilen "kalt und heiß"?
Wenn Sie es ausprobieren wollen, nehmen Sie halt eine Photodiode und schließen Sie an ein Oszilloskop an, da erfolgt die Darstellung dann sogar grafisch.
Und nein, ich bin nicht besonders schlau, aber Sie sind verdammt dämlich.
http://www.physikfuerkids.de/wiewas/li... /glue.html
Für Kids. Sollte reichen. Die verlangen wenigstens keinen Nobelpreis für die Erkenntnis, dass das Glühen des Drahtes mit dem Strom aus der Steckdose zusammenhängen könnte.
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