"Quotengeilheit des Alex wird total befriedigt"

13. Dezember 2011, 19:02
17 Postings

Ab 10. Jänner geht Ursula Strauss wieder auf Mörderjagd, zum vorläufig letzten Mal in Serie - 2012 "Schnell ermittelt" in Spielfilmlänge

Wien - Auf den mit Verve vorgetragenen Appell des scheidenden ORF-Programmdirektors folgte höflicher Applaus: "Macht's nach Möglichkeit noch eine Staffel draus! Die Zuschauer wollen es haben." Zumindest vorerst bleibt Wolfgang Lorenz' Wunsch an die Crew bei der Präsentation von "Schnell ermittelt" ungehört: Die vierte Staffel startet am 10. Jänner, nach 40 Folgen ist vorerst Schluss. 2012 versorgen zwei 90-Minüter Freunde der Krimireihe. Was danach kommt, ist vorläufig offen. "Wir wollen etwas anderes probieren", erklärt Manuel Riebl, Regisseur der letzten sieben Folgen, den plötzlichen Schwenk auf Spielfilmlänge. Er verspricht wohldosierte Entschleunigung und verdichtete Erzählstrukturen: "mehr Schlauferln".

Seit 2009 sucht Ursula Strauss als gschaftige Kommissarin Mörder, patchworkt mit ihrem Ex-Gatten Andreas Lust, rangelt mit ihrem Kollegen Wolf Bachofner und verhilft dem ORF damit zu Höchstquoten. Der ORF finanziert zur Gänze, eine Folge kostet 600.000 Euro. 95 Millionen Euro gingen 2011 ins Programm. Am Montag erhielt ORF-Chef Alexander Wrabetz den Zuschlag für 2012 in ebendieser Höhe vom Finanzausschuss des Stiftungsrats.

Im Fall von "Schnell ermittelt" kommt durch Verkäufe wieder Geld herein: Hurtig opklaring lief 2011 bereits in der dritten Saison und ist die erfolgreichste nichtenglischsprachige TV-Serie der letzten Jahre im dänischen öffentlich-rechtlichen Sender DR. Deutschland, Russland, Slowenien, Frankreich, Italien, Russland und Litauen kaufen ebenfalls folgen. "Beim Publikum kommt es gut an, und die Quotengeilheit des Alex wird total befriedigt", freute sich Lorenz - und holte damit ein weiteres Mal Applaus ab. (Doris Priesching/DER STANDARD; Printausgabe, 14.12.2011)

  • ORF-Quotenheldin: TV-Kommissarin Ursula Strauss.
    foto: orf

    ORF-Quotenheldin: TV-Kommissarin Ursula Strauss.

Share if you care.