Smartphone-App soll Besuchern den Weg zu Ausstellungsorten weisen
Die internationale Kunstausstellung documenta 13 in Kassel setzt im kommenden Jahr auf eine Smartphone-App: Ein Programm für internetfähige Mobiltelefone soll Besuchern den Weg zu den Kunstwerken weisen. Die Zahl der Ausstellungsorte sei diesmal so zahlreich wie nie, kündigte die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev am Dienstag in Berlin an. Die App solle Orientierung geben, aber auch zusätzliche Informationen zu den ausgestellten Werken anbieten - und so das Kunsterlebnis vertiefen. "Es ermöglicht einen lohnenden Besuch einer augenscheinlich verstreuten Ausstellung", sagte Christov-Bakargiev.
"Materie, Dinge, Verkörperungen und das tätige Leben erforschen"
Besucher könnten sich die App auf ihr Smartphone laden oder Leihgeräte benutzen. Finanziert wird das Programm vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband, einem der Hauptsponsoren der documenta. Laut Christov-Bakargiev will sich die 13. Auflage der documenta künstlerischer Forschung und Formen der Imagination widmen, die "Materie, Dinge, Verkörperungen und das tätige Leben erforschen".
Die künstlerische Leiterin ließ bei der Pressekonferenz in Berlin zudem durchblicken, dass die aus Mexiko stammende Künstlerin Julieta Aranda wohl zu den ausstellenden Künstlern der documenta gehören wird. "Ich überlasse es Ihnen, Schlüsse zu ziehen, warum sie hier neben mir sitzt", sagte sie schmunzelnd. Traditionell wird die Liste der documenta-Künstler erst einige Wochen vor Beginn der Ausstellung bekanntgegeben. Aranda hatte zuvor ihr Projekt "Time/Bank" vorgestellt. Dieses überträgt die Idee, Zeit als Zahlungsmittel zu nutzen, auf den Kultur-Sektor. Christov-Bakargiev bezeichnete die Arbeit Arandas als "soziale Skulptur". (APA)
Die weltgrößte Schau zeitgenössischer Kunst beginnt am 9. Juni. Sie findet alle fünf Jahre in Kassel statt und dauert 100 Tage.